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Auf dem Weg zur festen Größe

Heimniederlage gegen Leipzig, nur Unentschieden in Nikosia und Frankfurt – schlechter hätte die Woche für den Bundesliga-Tabellenführer aus Dortmund kaum laufen können. Wirklich überzeugen konnten die Bayern beim 1:0 in Hamburg nur in der zweiten Halbzeit. Den größten Dämpfer gab es für Mönchengladbach bei der 1:5-Schlappe gegen Leverkusen. Weitere spezielle Momente des neunten Spieltags
22. Oktober 2017, 22:03 Uhr
DPA
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Die möglicherweise vorentscheidende Szene in Hamburg: Münchens Kingsley Coman (l.) ist Hamburgs Gideon Jung entwischt, der sich nur durch ein Foul zu helfen weiß und dafür die Rote Karte sieht. (Foto: dpa)

Heimniederlage gegen Leipzig, nur Unentschieden in Nikosia und Frankfurt – schlechter hätte die Woche für den Bundesliga-Tabellenführer aus Dortmund kaum laufen können. Wirklich überzeugen konnten die Bayern beim 1:0 in Hamburg nur in der zweiten Halbzeit. Den größten Dämpfer gab es für Mönchengladbach bei der 1:5-Schlappe gegen Leverkusen. Weitere spezielle Momente des neunten Spieltags

Coman: Kingsley Coman ist beim FC Bayern dabei, zur festen Größe zu werden. Der bisherige Edelreservist kam in allen neun Saisonspielen zum Einsatz. Auf der Position des verletzten Ribéry spielte er beim 1:0 in Hamburg stark auf und leitete Tolissos Siegtor per Flanke ein.

Cando: Ein Bandensponsor des HSV warb im Bayern-Spiel mit dem Slogan: »Kennerfleisch – auch für Cando«. Die Hundefutterfirma spielte damit auf Jupp Heynckes‹ Schäferhund an. Der Bayern-Coach sagte dazu: »Er bekommt auch schonmal Hähnchenbrust oder Roastbeef.«

Subotic-Comeback: 2:2 nach 2:0 – Borussia Dortmund enttäuschte in Frankfurt erneut. Nur ein Spieler hatte Grund zur Freude: Neven Subotic spielte erstmals seit 598 Tagen wieder für den BVB. »Ich bin wie die Feuerwehr«, sagte er. »Wenn man mich ruft, bin ich da.«

Torwart-Fauxpas: Hannovers Keeper Tschauner brachte es beim 2:1 in Augsburg fertig, einen Abstoß ins eigene Toraus zu kicken. »Drei Ideen« beim Anlauf hätten ihn verwirrt, sagte er, nahm die Szene aber mit Humor. Er habe für ein lustiges Facebook-Video sorgen wollen.

Jubel-Kanzler: Das 2:1 von Hannover wurde auch auf der Tribüne von Altkanzler Gerhard Schröder emotional mit Clubchef Kind gefeiert. »Er ist in jeder Beziehung ein Roter«, sagte Kind und kündigte nach dem Happy End an: »Ich denke, er wird häufig doch mal mitfahren.«

Super-Joker: Nach acht mauen Spieltagen spielte sich Hannover-Stürmer Füllkrug mit einem Doppelpack als Matchwinner erstmals in den Fokus - und das, obwohl er beim 2:1 in Augsburg erst nach einer Stunde eingewechselt worden war. »Heute war ich frei im Kopf«, sagte er.

Lückenfüller: RB Leipzigs Marcel Sabitzer sollte gegen Stuttgart pausieren. Doch Bruma fiel kurzfristig aus, zehn Minuten vor Anpfiff erfuhr Sabitzer von seinem Einsatz. Und markierte den Siegtreffer. Auswechseln ging auch nicht – zu wichtig war Sabitzer für RB.

Jugendkult: In Leverkusen heißt das Motto: Jugend trifft. Leon Bailey (20 Jahre) und Julian Brandt (21) stellten mit ihren Treffern zum 2:1 und 3:1 die Weichen auf Sieg. Kai Havertz (18) überragte mit drei Assists.

Goalgetter: Toreschießen gehört eigentlich nicht zu den Hauptaufgaben von Leon Goretzka. Und doch ist er mittlerweile der beste Schützen des FC Schalke. Beim 2:0 über Mainz erzielte er zum dritten Mal in Serie die 1:0-Führung für sein Team. »Man kann jetzt nicht erwarten, dass ich in jedem Spiel ein Tor mache«, kommentierte Goretzka.

Friede, Freude, Eierkuchen: »Wir freuen uns auf Fußball, deshalb haben wir klar entschieden: Schiri-Streit wird von uns heute nicht thematisiert!«, twitterte der frühere FIFA-Schiedsrichter und Sky-Experte Markus Merk – und bekam viel Kritik. Der DFB hatte in dem Streit zuletzt sogar die Ethikkommission des Verbandes unter dem Vorsitz des früheren Bundesaußenministers Klaus Kinkel eingeschaltet.

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