28. September 2017, 23:09 Uhr

Auch Hoffenheim unterliegt international

28. September 2017, 23:09 Uhr
Hoffenheims Pavel Kaderabek bringt sein Team mit 1:0 in Führung, verliert letztlich aber in Bulgarien. (Foto: dpa)

Bayern-Trainerkandidat Julian Nagelsmann hat mit 1899 Hoffenheim den ersten Sieg auf der europäischen Fußball-Bühne erneut verpasst und damit die totale Pleitenwoche der deutschen Clubs perfekt gemacht. Der Bundesliga-Tabellenzweite unterlag am Donnerstagabend in einer hektischen Partie bei Ludogorez Rasgrad mit 1:2 (1:0).

Mit dem schnellsten deutschen Tor in der Europa-League-Geschichte durch Pavel Kaderabek nach 96 Sekunden waren die Kraichgauer im Gruppenspiel zunächst in Führung gegangen. Nach der Pause drehte der bulgarische Meister das Spiel und traf nach 45 Sekunden durch Swetoslaw Djakow zum Ausgleich. Mit einem Konter sorgte der Kongolese Jody Lukoki (72.) letztendlich für den nicht unverdienten Erfolg der Gastgeber. Erneut hatte Hoffenheim in der Europa League eine Führung aus der Hand gegeben.

Der in der Champions-League-Qualifikation am FC Liverpool gescheiterte Bundesligazweite muss sich deutlich steigern, um den Einzug in die K.o.-Runde doch noch zu schaffen. Nach der 1:2-Niederlage zum Auftakt gegen Sporting Braga geht es am 19. Oktober in Gruppe C gegen Istanbul Basaksehir weiter. In der Bundesliga steht am Sonntag das Duell beim SC Freiburg an.

Nach den Niederlagen von Dortmund, Leipzig, Bayern, Hertha BSC und Köln in Champions- und Europa-League wollten die unter einer Verletzungsmisere leidenden Hoffenheimer im Nordosten Bulgariens aus der Not eine Tugend machen. »Ich finde es total interessant, Spieler dabei zu haben, die sich bisher in der U23 gezeigt haben. Aber wir sind ja nicht eine totale Rumpftruppe hier«, sagte Nagelsmann.

Der junge Trainer hatte unter anderem den 20-Jährigen Stefan Posch, der noch keine einzige Minute in der Bundesliga gespielt hat, gebracht. Noch nicht einmal zwei Minuten dauerte es, da durften die auf vier Positionen gegenüber dem 2:0 gegen Schalke veränderten Hoffenheimer jubeln. Kaderabek erkämpfte sich im Halbfeld das Leder, spielte auf Mark Uth, der mustergültig für den Tschechen auflegte. Doch erneut verspielte Hoffenheim danach die Führung.

Ludogorez Rasgrad: Broun – Cicinho, Moti, Plastun, Batista Pimenta – Dyakov, Anicet – Wanderson (87. Keserü), Lukoki, Marcelinho (90.+1 Pacheco Affini) – Campanharo (80. Goralski). – 1899 Hoffenheim: Baumann – Nordtveit, Vogt, Posch – Kaderabek (56. Ochs), Polanski, N. Schulz – L. Rupp, Zuber (56. Geiger) – Uth (74. Passlack), Kramaric. –

SR: Pawel Raczkowski (Polen) – Z.: 7700 Tore: 0:1 Kaderabek (2.), 1:1 Dyakov (46.), 2:1 Lukoki (72.)

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