03. August 2018, 22:38 Uhr

Arzt ist optimistisch

03. August 2018, 22:38 Uhr

Formel-1-Legende Niki Lauda hat die unerwartete Lungentransplantation nach Angaben seines Arztes zunächst gut überstanden. »Wir sind sehr zufrieden«, sagte Walter Klepetko, der Lauda (69) am Donnerstag am Allgemeinen Krankenhaus in Wien operiert hatte, am Freitag der Nachrichtenagentur APA. Er rechnete mit einem mehrwöchigen Klinikaufenthalt.

Laudas Gesundheitszustand sei so schlecht gewesen, dass die Transplantation höchste Dringlichkeit hatte, sagte Klepetko. Lauda habe künstlich beatmet werden müssen, und sei deshalb bei der Aufnahme in die Warteliste für eine Lungentransplantation »sofort in die höchste Dringlichkeitskategorie für ein Spenderorgan« gekommen, erklärte der Mediziner.

Lauda brach nach Medienberichten im Juli einen Urlaub auf Ibiza ab, um sich wegen einer hartnäckigen Sommergrippe in Wien behandeln zu lassen. Nach einigen Tagen im Krankenhaus habe sich zunächst eine Besserung eingestellt. Am Mittwoch schrieb er einem Journalisten der Schweizer Boulevardzeitung »Blick«: »Bin bald wieder da, Niki.«

Für die Organvergabe in Österreich, Deutschland und einigen anderen Ländern ist Eurotransplant in den Niederlanden zuständig, wie Sprecherin Maya de Beer erläuterte. Wenn Spenderorgane bereitstünden, würden sie in der Datenbank registriert. Die Dringlichkeitsstufen der Patienten bestimmten die behandelnden Ärzte. »Im Fall von akutem Organversagen kann der Status ›Höchstdringend‹ (HU – nach dem englischen Ausdruck High Urgent) angezeigt werden«, erläuterte de Beer. »HU-Patienten erhalten Vorrang bei der Vergabe von Organen.«

2017 mussten Patienten in weniger dringenden Fällen nach der Statistik von Eurotransplant im Schnitt knapp zwölf Monate auf eine Spenderlunge warten.

Zahlreiche Menschen wünschten dem Ex-Sportler und Flugunternehmer auf sozialen Medien gute Besserung. Darunter war der österreichische Bundespräsident Alexander an der Bellen. Er twitterte: »Ich wünsche Niki Lauda gute Besserung und viel Kraft für die kommenden Wochen.« Bundeskanzler Sebastian Kurz schrieb auf Facebook: »Wir wünschen dir viel, viel Kraft in dieser schweren Zeit und freuen uns, dich bald wieder gesund an deinen geliebten Rennstrecken zu sehen!«

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