26. Januar 2018, 22:40 Uhr

169 Russen dürfen zu Olympia

26. Januar 2018, 22:40 Uhr

Olympia-Legende Viktor Ahn ging auf Konfrontationskurs zu Thomas Bach, doch das Olympia-Aus vieler russischer Sportstars ist wohl unumgänglich. Nachdem das Nationale Olympische Komitee Russlands (ROC) mit einer Liste von 169 Teilnehmern für die Winterspiele in Pyeongchang vom 9. bis 25. Februar vorgeprescht ist, dürfte klar sein, dass Russland weitgehend namenlose Sportler an den Start schickt. Weder Ahn, noch Biathlon-Olympiasieger Anton Schipulin, noch Langlauf-Weltmeister Sergej Ustjugow stehen auf der Teilnehmer-Liste.

Shorttracker Ahn, immerhin sechsmaliger Goldmedaillengewinner, kann sich mit seinem Olympia-Aus nicht abfinden und richtete in einem offenen Brief deutliche Worte an IOC-Präsident Bach. »Während meiner gesamten Shorttrack-Karriere hat es nie einen Grund gegeben, an meiner Ehrlichkeit und Integrität zu zweifeln«, schrieb er: »Es ist empörend, dass es keinen konkreten Grund gibt, der meinen Ausschluss erklärt.«

Warum Ahn und Co. in Pyeongchang nicht erwünscht sind, wird vom IOC nur nebulös dargestellt. Einen positiven Dopingbefund gibt es bislang nicht. »Unser Job war die Zusammenstellung aller Information aus allen bisherigen Ermittlungen und Quellen«, sagte WADA-Chefermittler Günter Younger. Genutzt wurden auch die Daten aus dem Moskauer Doping-Analyselabor für die Zeit von 2012 bis 2015, die der WADA zugespielt worden waren. Herangezogen wurden aber auch die Untersuchungsergebnisse von Richard McLaren in Russland, Steroidprofile und Blutpässe der Athleten sowie DNA-Analysen von Urin-Proben.

Das IOC verweist auf die Suspendierung des russischen NOK im Zuge des Sotschi-Dopingskandals. Daher sind die russischen Athleten, die nur unter neutraler Flagge starten dürfen, auf eine Einladung des IOC angewiesen. Aus einem Kreis von 500 Athleten waren bereits 111 Sportler aussortiert worden. Schließlich legte Russland selbst eine Liste von 169 Athleten vor, die mit dem IOC abgestimmt sei. Auf der russischen Liste stehen viele Nachwuchssportler. Erstklassig besetzt – wenn auch ohne NHL-Stars – ist indes das russische Eishockey-Team.

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