24. Dezember 2015, 17:31 Uhr

Ausgesprochen Henni

(htr) Hendrik »Henni« Nachtsheim über den Weihnachtsmann, Papst Franziskus und Warron Buffett sowie ein Namensschild.
24. Dezember 2015, 17:31 Uhr

Hallo Herr Nachtsheim, heute ist Weihnachten. Das Fest der Liebe und immer mehr auch das Fest der Geschenke. Ich will also hoffen, dass Sie dem Anlass entsprechend antworten. Mal ganz ehrlich, beim Blick in die weite Welt, aber auch beim Blick vor die eigene Haustür – glauben Sie noch an den Weihnachtsmann?

Henni: Selbstverständlich. Weil ich ihn als Kind nämlich mal live gesehen habe. Das Verrückte war, dass er genauso gelispelt hat wie mein Großvater!

Ich habe ein wenig den Glauben an den Weihnachtsmann verloren, immer beschenkt er die Bayern mit der »Herbstmeisterschaft«. Mit was könnten die Münchner den Weihnachtsmann dergestalt in der Hand haben?

Henni: Wenn jemand schon den Fußballgott dermaßen im Griff hat, wird der Weihnachtsmann vermutlich erst recht kein Problem für ihn sein!

Und was hatte er für die Eintracht im Gepäck nach der Hinrunde? Vier Siege, fünf Unentschieden und acht Niederlagen. Ist Ihnen damit nach Weihnachten zumute, da stand doch sicher mehr auf dem Wunschzettel?

Henni: Genau genommen standen da 17 Siege und das Erreichen des DFB-Pokal-Viertelfinales drauf, was mir ehrlich gesagt auch angemessen erschien.

Sie haben bestimmt einen Lieblings-Italiener im Frankfurter Raum. Könnte der nicht auf den neuen Bayern-Trainer Carlo Ancelotti einwirken, die Eintracht als Farmteam der Münchner zu installieren?

Henni: Das Blöde ist, dass der Chef meines Lieblings-Italiener Pakistani ist. Daran könnte es scheitern.

Joseph Blatter und Michel Platini sind soeben für jeweils acht Jahre gesperrt worden. Ich schlage vor: Franz Beckenbauer wird FIFA- und Wolfgang Niersbach UEFA-Präsident. Was halten Sie von dieser Idee?

Henni: Da beide zurzeit nicht unbedingt als »unbefleckt« wahrgenommen werden, müssen es wohl eher andere richten. Mein Traum wäre eine Doppelspitze für beide Organisationen zusammen, und zwar aus Papst Franziskus und Warron Buffett. Franziskus,weil er über einen klugen Blick für verkrustete Strukturen verfügt und außerdem erstmals Nächstenliebe und Ehrlichkeit reinbringen würde, was bestimmt nicht schaden könnte. Und Buffett, weil es schon einen der größten Finanzexperten der Welt braucht, um das ganze Geldgeschiebe der letzten Jahre einigermaßen zu durchblicken.

Vielleicht gibt es im russischen Leichtathletik-Verband noch freie Stellen für Blatter und Pla-tini. Was würden Sie mit denen anfangen für den Fall, dass man Sie als Bewährungshelfer der beiden einsetzen würde?

Henni: Ich würde sie beide in ein Kloster stecken und dann ein Wettbüro gründen, in dem man entweder darauf setzen kann, dass sie dort zu besseren Menschen werden, oder dass der Laden nach kurzer Zeit komplett korrumpiert ist.

Wenn ich Ihnen schon so ein anspruchsvolles Amt zumindest in der Theorie antrage, dann spielen wir das mal richtig und exzessiv durch. Sie lösen im Sommer 2016 Heribert Bruchhagen als Vorstandsboss der Eintracht ab. Auf was dürfen oder müssen wir uns einstellen?

Henni: Es gibt natürlich viel zu tun, aber mein Hauptanliegen wird sein, die Bratwurstpreise stabil zu halten!

Hätten Sie auch für mich einen Job bei der Eintracht?

Henni: Natürlich! Einen, der Zugang zur gedruckten Sprache hat, kann man immer gebrauchen!

Ich ahne es...Pressesprecher!

Henni: Fast.

Chefsekretär? 

Henni: Fast.

Okay, ich komm nicht drauf. Sagen Sie es mir einfach...

Henni: Naja, jemand muss ja das Namensschild an der Tür zu meinem neuen Büro austauschen! Und mein Gefühl sagt mir, dass Sie dafür der richtige Mann sind!

Wo wir gerade bei den handelnden Personen des Vereins sind. Haben Sie eine Erklärung, warum Bruno Hübner immer blasser wird, seine schwarzen Haare aber von Mal zu Mal mehr leuchten?

Henni:Das dürfte daran liegen, dass ihm seine Frau verboten hat, nach dem Färben auch noch ins Solarium zu gehen. Ist ja beides gesundheitlich umstritten.

Ich könnte zumindest den Weihnachtsmann spielen und Geschenke an die Spieler und Fans verteilen. Für die Spieler hätte ich Pillen gegen die Traurigkeit, den Fans würde ich eine manipulierte Tabelle unterjubeln: 1. FC Bayern, 2. Eintracht Frankfurt, 3. SV Darm-stadt 98,...17. VfL Wolfsburg, 18. 1899 Hoffenheim. Nicht schlecht, oder?

Henni: Sie sind ja wirklich ein unglaublich kreativer Weihnachtsmann, Herr Herteux! Psychopharmaka für die Mannschaft und eine Fake-Tabelle für die Fans – toll! Und was Ihren Tabellenersten angeht...irre Idee! Selten was Verrückteres gehört!

Anscheinend will uns die Eintracht ja auch etwas schenken, nämlich einen neuen Spieler, den Mexikaner Marco Fabián. Kannten Sie den bislang?

Henni: Immerhin hat er es ja in seiner Heimat bis auf das Cover vom Computerspiel »FIFA« geschafft, und zwar neben Messi! Da muss er ja eigentlich ein guter Kicker sein, oder?

Ja, es sei denn, sein Bruder ist Chefgrafiker beim Hersteller!

Henni: So, und jetzt...Schöne Weihnachten, Herr Herteux!

Ihnen auch, Herr Nachtsheim!

Henni: Ach, bevor ich es vergesse, ich hab ja noch ein Geschenk für Sie! Hier...

Oh, ein Schraubenzieher. Wahnsinnig kreativ.

Henni: Fürs Namensschild.

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