03. Juli 2012, 19:03 Uhr

Auf der Polizeiwache gibt es viel zu sehen

Die Klasse 3 a der Fritz-Erler-Schule aus Nieder-Wöllstadt durfte im Rahmen des Projektes »Zeitung in der Grundschule« die Polizei in Friedberg besuchen. Normalerweise werden nur Führungen für Kindergärten angeboten, damit die Kinder keine Angst vor der Polizei haben.
03. Juli 2012, 19:03 Uhr
Für jede richtige Antwort gibt Herr Müller den Kindern einen kleinen »Leon« (der Kinderkommissar der hessischen Polizei) oder eine kleine Polizeikelle.

Die Polizeiwache – Ein Einstellungsberater der hessischen Polizei namens Erich Müller zeigte uns das Polizeigebäude Friedberg. Als erstes gingen wir in den Konferenzraum wo wir »Willi will’s wissen« über die Polizei geguckt haben. Dort haben wir viel über die Polizei erfahren. Zum Beispiel gab es dort einen »Venezianischen Spiegel«, durch den man von hinten schauen kann. So einen hat die Friedberger Polizei aber nicht. Danach gingen wir ins Erdgeschoss zur Polizeiwache. Dort erfuhren wir, dass die Möbel der Wache erst ein halbes Jahr alt und sehr modern sind. Es gibt einen Elektrotisch, den man hoch und runter fahren kann, denn manche Polizisten müssen den ganzen Tag in der Wache bleiben, und damit ihr Rücken nicht weh tut, können sie ihn hoch und runter fahren. So können sie im Stehen oder im Sitzen arbeiten. 6 bis 8 Telefone gibt es in der Wache, denn es rufen ja mehrere an. Wir sahen viele Funkgeräte. Es gibt eine Art von Funkgerät, das für Autos ist und über ganz Mittelhessen funken kann. Aber es gibt noch kleinere Funkgeräte, die nur über ein kleines Gebiet funktionieren, die sind für den Mensch und nicht das für Auto. Anna, Josefine, Leonie

Im Polizeigewahrsam – Anschließend gingen wir zum Polizeigewahrsam. Herr Müller sagte uns, dass sie fünf normale Zellen und eine mit zwei Kameras haben. Tim fragte: »Ist das die Zelle für die gefährlichen Leute?« Herr Müller antwortete, dass dort z. B. Leute reinkommen, die selbstmordgefährdet sind. Alle Leute, die im Polizeigewahrsam sind, müssen zuerst von einem Arzt untersucht werden. Man darf höchstens 48 Stunden in der Zelle bleiben. Der Gefangene muss auf einen Knopf drücken, dann kommen zwei Polizisten und fragen ihn, was er will. Wenn er zur Toilette muss, kommen die beiden Polizisten mit und warten dann vor der Tür, bis er fertig ist. Hat er Hunger, bekommt er ein Käsebrötchen und Muckefuck, statt richtigen Kaffee. Es gibt auch einen roten Knopf, den durften wir auf keinen Fall drücken. Den drücken die Polizisten, wenn sie mit einem Gefangenen Probleme haben, dann kommen mehrere Polizisten und helfen ihnen. Tim F., Tim W., Millon

Beim Erkennungsdienst – Anschließend hat uns Erich Müller zum Erkennungsdienst geführt. Dort hat uns schon Michael März erwartet. Da hatten sie uns Stationen aufgebaut. Er zeigte uns eine kaputte Tresortür. Jetzt sahen wir noch eine Puppe. Die Puppe hatte einen Spezialanzug, der dient dazu, dass man keine Haare am Tatort verliert. Die Puppe sollte darstellen, wie der ED (Erkennungsdienst) arbeiten muss, und wir dachten alle, dass sie echt war. Danach zeigte er uns noch einen Helm, den man aufsetzt, wenn es irgendwo besonders stinkt. Michael März zeigte uns noch das neue Auto vom ED. Dort war alles in Tüten verpackt.

Später machte Dirk Hinterseher mit uns Fußabdrücke. Jans Schuh strichen wir mit einem schwarzen Pulver ein und Jan stampfte mit dem Fuß auf ein Blatt. Anschließend machte Herr Hinterseher eine ganz spezielle Folie auf das Blatt und dann war der Abdruck fertig. Danach zeigte er uns eine neue Lampe, die sie bekommen hatten, mit der man Fußabdrücke, Fingerabdrücke, Sperma und Blut auf dem Boden sehen konnte. Man konnte auch andere Lichtfarben einstellen. Er zeigte uns auch ein Gerät, mit dem man messen konnte, was dazu führen würde, einen Brand zu entfachen. Danach haben wir Teller, Tassen und Gläser angefasst. Anschließend hat Dirk Hinterseher ein schwarzes Pulver auf die Gegenstände gestrichen, dann konnte man die Fingerabdrücke sehen. Benedikt, Frederik, Daniele

Die Polizeihündin Ronja – Anschließend stellte uns Herr Müller den Polizisten Andreas Schmidt vor. Er brachte uns zu seinem Polizeiauto. Im Kofferraum war ein Käfig, in dem ein Hund namens Ronja saß. Wir wollten alle ganz nah ans Auto, weil wir den Hund von Nahem sehen wollten. Aber da hat Andreas Schmidt gesagt, dass er den Hund gleich aus dem Auto holt und wir alle drei Schritte zurückgehen sollen, sonst würde etwas Schlimmes passieren. Als er Ronja aus dem Auto holte, waren wir ziemlich aufgeregt, deshalb hat sie gebellt. Wir sind sehr erschrocken. Übrigens ist Ronja 4 Jahre alt, 30 kg schwer und 50 cm hoch. Ronja hört sehr gut auf alle Befehle von Andreas Schmidt und hat auch schon einen Einbrecher gefangen. Isabella, Lena, Nicola

Im Schießraum – Zuletzt waren wir noch beim Schießraum. Herr Müller sagte: »Die Polizisten müssen sich erst anmelden, damit sie schießen gehen können.« Jeder muss mindestens 6-mal im Jahr zum Schießen gehen. Nach dem Schießen müssen sie ihre Waffe waschen und ölen.

Als wir in den Vorraum des Schießraums kamen, waren zwei Polizistinnen und ein Polizist gerade am Waschbecken beim Waffen reinigen. Die Waffen gehören den Polizisten. Sie kosten um die 600 bis 800 Euro. Die Polizei kauft viele Waffen, dann bekommen sie einen günstigen Preis. Im Schießraum zeigte uns Herr König, der Schießlausbilder, verschiedene Filme mit Situationen bei denen die Polizisten entscheiden müssen, ob sie schießen. Es gibt eine Linie, von der man schießen kann. Florian, Jan, Taner

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