02. Februar 2015, 17:43 Uhr

Motten präsentieren turbulente Galasitzung

Wölfersheim (sto). Mit Tänzen, Liedern und Büttenreden bereiteten die Motten ihren Zuschauern in der Narrhalla ein amüsantes Programm, das Schlager ebenso zu bieten hatte wie Arien. Wilhelm Pflug wurde im Verlauf des Abends zum Ehrenritter geschlagen.
02. Februar 2015, 17:43 Uhr
Nicht wegzudenken in einer echten Faschingssitzung: das Funkenmariechen. Bei den Motten kommt es gleich im Doppelpack. (Foto: sto)

Hatten die Motten, die Karnevalisten des Fanfaren- und Spielmannszuges Frei Weg Wölfersheim, schon die Eröffnung der Fastnachtskampagne im November in einem anderen Schnittmuster gewählt, so setzte sich diese Veränderung auch in der Galasitzung am vergangenen Samstag in der Wetterauhalle fort. Nicht die Gründerväter von Frei Weg eröffneten den bunten Reigen aus Musik, Tanz und Wort, stattdessen erklangen nach dem Einmarsch von Großer Garde und Elferrat mit dem neuen Sitzungspräsidenten Jürgen Heldt überhaupt keine Töne – Beine wurden zunächst geschwungen und der Spielmannszug eröffnete erstmals in der Mottensitzung den zweiten Teil, der bis 23.30 andauernden Narretei.

+++ Mehr Fotos von der Mottensitzung sehen Sie hier

In seiner Begrüßung verwies Jürgen Heldt auf die anschließende Befragung des Publikums, das für die Kampagne nächsten Jahres um Vorschläge gebeten wird. Erste Tanzgruppe auf dem Parkett waren dann die Pixdies unter Leitung von Natscha Koch, die mit ihrem Showtanz in die Welt der Gliederfüßer reisten. Die Stimmung stieg, als das Dreigestirn der Wölfersheimer Fastnacht unter stehenden Ovationen der Untertanen und vielstimmigem Helau durch die Zuschauerreihen defilierte. Kürzlich noch zu Besuch im Biebricher Schloss bei Ministerpräsident Volker Bouffier, forderten Prinz Mario I., Bauer Raimund I. und Jungfrau Emilia I. das Publikum zum närrischen Endspurt auf.

Das Thema Fußball hatte sich Ina Spahn, vorgenommen. Als Fußballerin vom anderen Stern stellte sich Lahm und Schweinsteiger in den Schatten und pries als Männerhändlerin jene Exemplare des vermeintlich starken Geschlechts, die sich zu allen möglichen Arbeiten bestens eignen.

Ein Aushängeschild jeder Karnevalssitzung ist das Tanzmariechen. Diesmal waren es gleich zwei. Luca Müller und Michelle Lang kreiselten über die Bühne, schlugen Räder und warfen die Beine in die Höh’. Für beste musikalische Unterhaltung sorgten Bettina Skottke und Nadine Schutt mit mehreren Gesangseinlagen. Nach dem von Julia Keil einstudierten Showtanz Heartbeat kletterte Silke Thöndel vom benachbarten Melbacher MCC in die Bütt, um dem Publikum einen Spiegel vorzuhalten. Darauf folgte ein Tanz der Großen Garde, der in die Pause entließ.

Mit Schlagern wie »Rucki-Zucki« oder »Adelheid, ich schenk’ dir einen Gartenzwerg« stimmte der Fanfaren- und Spielmannszug auf den zweiten Teil der Sitzung ein. Für weiteren Schwung sorgte die Kapelle »Die Fidelen Zwei« mit einer Schunkelrunde. Zum Dahinschmelzen war die Vorführung der Mittleren Garde, die Astrid Kreuter mit der Gruppe einstudiert hatte. Und dann wurde es gefährlich. Der Sitzungspräsident griff zum Schwert, holte aus und ließ die Schneide abwechselnd auf die Schultern des vor ihm knienden Wilhelm Pflug sinken – damit war die Ritterrunde der Motten erweitert. Die Aufnahme Wilhelm Pflugs in den Kreis der Ehrenritter begründete Jürgen Heldt mit dessen jahrzehntelangem Engagement für ein lebendiges Vereinslebens, wo er bei Musik und Gesang Schwerpunkte setze.

Zur festen Größe gehört bei den Motten seit einigen Jahren der singende Hutmacher Ingo Schneider aus der Niddaer Fastnacht. Breit gefächert war auch diesmal wieder sein Repertoire, in dem er bekannte Stücke den Countrysong »Ring of fire«, das deutsche Volkslied »Alle Vögel sind schon da« oder die Mozart-Arie des Papageno persiflierte – bei der Arie sorgte zudem eine Abordnung der Rosbacher Hasenspringer für die Unterhaltung des Publikums.

Als weltgewandte Dame gab sich Thorsten Fett aus Utphe, vom Vogelsberg bis hin zu der Metropole New York hat sie alles gesehen. Unverkennbar schlug er Brücken von seinen Erlebnissen in der weiten Welt zu den Zuschauern, etwa »dem Kloune«, wobei er auf den sich erhebenden Bürgermeister Kötter deutete.

Bettina Skottke und Nadine Schutt leiteten mit bekannten Liedern wie auch dem Wölfersheim-Lied nach dem Gummibärchen-Show-Tanz von The Diamonds (einstudiert von Steffi Kisser) zum großen Finale aller Beteiligten mit Polonäse über.

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