27. Dezember 2012, 10:33 Uhr

Waldweihnacht bei »Temperaturen wie im Heiligen Land«

Wölfersheim-Wohnbach (sto). Temperaturen im zweistelligen Bereich waren nicht die besten Bedingungen für weihnachtliche Stimmung. »Ein Wetter wie derzeit im Heiligen Land«, gewann Pfarrer Uwe Wagner-Schwalbe dem Szenario etwas Gutes ab.
27. Dezember 2012, 10:33 Uhr
Die singenden Besucher im Wohnbacher Wald bemühen sich, Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen.

400 Besucher waren am Montag in den Wohnbacher Wald gekommen, um seiner Botschaft von der Geburt Jesu zu lauschen.

Wie in den Jahren zuvor waren viele mit ihren Hunden und Pferden zum Gottesdienst in der Natur gekommen. Die Verkündung der Geburt Christi im Wohnbacher Wald am Heiligen Abend war bereits die 24. Waldweihnacht, die die Wohnbacher Waldjäger mit ihren Gästen feierten, erklärte Jagdpächter Norbert Körber bei seiner Begrüßung.

Zur Eröffnung stimmte ein Bläserquartett des Musikvereins Dorn-Assenheim weihnachtliche Weisen an. Die Musiker untermalten auch die gesungenen Advents- und Weihnachtslieder (»Vom Himmel hoch da komm ich her«, »Es ist ein Ros entsprungen«, »O du fröhliche« und »Stille Nacht«) und verabschiedeten die Besucher mit »Fröhliche Weihnacht überall«.

Münzenbergs evangelischer Pfarrer Uwe Wagner-Schwalbe verkündete zunächst die Weihnachtsgeschichte, wie sie bei Lukas und Matthäus zu lesen ist. In seiner Predigt ließ er die Adventswochen Revue passieren. Advent sei jene Zeit, in der sich die Christenheit auf die Geburt Christi vorbereitet. Mit dieser werde jährlich an die Menschwerdung Gottes erinnert. Auf diesem Weg würden den Christen vier Türen aufgezeigt, wobei die letzte sich am Weihnachtstag öffne. Weihnachten sei ein Freudenfest, zu dem Gott jeden Menschen einlade und zum Eintritt in sein Haus auffordere.

Wie die Waldbewohner das Fest sehen, erläuterte Edeltraud Spatz. Die Jäger-Ehefrau berichtete von einer Versammlung der Tiere, die zunächst ganz unterschiedliche Schwerpunkte erwarteten. Für den Fuchs war ein Gänsebraten das wichtigste, der Eisbär wollte Schnee, das Reh sehnte sich nach Tannenbäumen, die Amsel zog ein Lied vor, der Igel einen langen Schlaf, und der Ochse träumte vom Saufen. Aber schließlich stimmten alle dem Esel zu, der das Kind als Hauptsache ansah. Zudem fragten sich die Tiere besorgt: »Wissen das auch die Menschen, oder haben sie es vergessen?«

Nicht vergessen hatten die Besucher der Waldweihnacht vom Vorjahr Menschen in Not. Bei der Kollekte für das Kinderhospiz spendeten sie 1135 Euro. Die diesjährigen Spenden kommen der »Bewegung zur Rettung der Kindheit« zugute. Diese Organisation will in Steinbrüchen arbeitenden indischen Kindern eine Schulbildung ermöglichen.

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