07. Oktober 2011, 20:23 Uhr

Parlament macht den Weg in die Slowakei frei

Wölfersheim (en). Die Gemeindevertretung hat für eine Partnerschaft mit der slowakischen Stadt Rab ca gestimmt. Fast alle Parlamentarier votierten für die Vorlage von Bürgermeister Rouven Kötter.
07. Oktober 2011, 20:23 Uhr

Lediglich die CDU hatte Vorbehalte und dokumentierte das mit einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen. Wölfersheim verfügt bislang über keine offizielle Städtepartnerschaft.

Die Parlamentsdebatte drehte sich insbesondere um die Fragen der Finanzierung, der Sprachbarriere und der künftigen Gestaltung der Städtepartnerschaft. Bürgermeister Kötter betonte, es solle keine »Verwaltungspartnerschaft« geschlossen werden. Vielmehr gelte es, die bestehenden Freundschaften und Beziehungen durch eine offizielle Partnerschaft zu unterstützen. Die (von den Christdemokraten angesprochene) Sprachbarriere habe sich bei den bisherigen Treffen überwinden lassen. SPD-Fraktionschef Karl Ernst Pulkert, von Beruf Lehrer, berichtete, dass Schüleraustausch mit England und Frankreich schwierig sei, weil man dort wenig Interesse habe, Deutsch zu lernen. Außerdem habe man in den östlichen Nachbarländern »Nachholbedarf menschlicher Art«, warb er für Rabca. Auch Burkhard Käs (FWG) stand dem Vorschlag offen gegenüber: Vielleicht könne man sogar etwas lernen.

Kötter hob die Herzlichkeit der slowakischen Bevölkerung hervor, die ihn »sehr beeindruckt« habe.

Der Grundstein der Beziehungen wurde 2001 gelegt, als 45 Schüler die Gemeinde bei einer Klassenfahrt besuchten. 2005 war die Feuerwehr dort. Der erste offizielle Schüleraustausch folgte 2007, im Herbst 2010 waren Wölfersheimer Schüler Gäste in der Slowakei, und im Frühjahr 2011 statteten 28 slowakische Schüler einen Gegenbesuch ab (wir berichteten). In diesem Rahmen kamen erstmals auch die Bürgermeister zusammen.

Ein Partnerschaftsverein soll gegründet werden. Da eine breite Unterstützung in der Bevölkerung unabdingbar sei, will die Gemeinde gezielt Wölfersheimer ansprechen, an die Vereine und Institutionen appelliert Kötter, Vertreter in den Partnerschaftsverein zu entsenden. Zu den Kosten der Partnerschaft für die Gemeinde wollte der Rathauschef keine konkreten Summen nennen, sie seien nicht schätzbar. Er gehe aber davon aus, dass sie niedrig gehalten werden könnten.

Die Gründungsversammlung soll Anfang 2012 stattfinden, die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages ist ebenfalls für das nächste Jahr geplant, angedacht ist als konkreter Rahmen ein größeres Fest in Rabca Anfang Juli 2012..

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