Wölfersheim

Schüleraustausch: Fünf Tage in der Slowakei

Wölfersheim (pm). Zum dritten Mal fuhren Wölfersheimer Schüler ins slowakische Rabca, um das Leben im ehemaligen Ostblock kennenzulernen. Zum ersten Mal waren die 25 Singbergschüler dabei in slowakischen Familien untergebracht. Es standen gemeinsame Unternehmungen mit den Gastgebern auf dem Programm, Schulbesuche und ein Diskoabend, bevor am Freitag tränenreich Abschied genommen wurde.
30. September 2010, 20:34 Uhr
Viel erlebt im Schatten der Draculaburg: die Wölfersheimer Schüler und ihre slowakischen Gastgeber.	(Foto: pv)
Viel erlebt im Schatten der Draculaburg: die Wölfersheimer Schüler und ihre slowakischen Gastgeber. (Foto: pv)

Wölfersheim (pm). Zum dritten Mal fuhren Wölfersheimer Schüler ins slowakische Rabca, um das Leben im ehemaligen Ostblock kennenzulernen. Zum ersten Mal waren die 25 Singbergschüler dabei in slowakischen Familien untergebracht. Es standen gemeinsame Unternehmungen mit den Gastgebern auf dem Programm, Schulbesuche und ein Diskoabend, bevor am Freitag tränenreich Abschied genommen wurde.

Nach 14 Stunden Busfahrt wurden die Austauschschüler an der Gesamtschule in Rabca mit einer musikalischen Darbietung und einem Frühstück begrüßt. Danach stellten sich die gastgebenden Schüler vor und das Abenteuer begann. Wie sich schnell herausstellte, ersetzten Deutsch- und Englischkenntnisse mangelndes Slowakisch recht gut. Wenn nicht, fanden sich im Internet Übersetzungsprogramme.

Zur weiteren Verständigung trugen gemeinsame Unternehmungen bei: Im Nationalpark Mala Fatra war eine Klamm zu durchklettern. Turnschuhe blieben im Schlamm stecken, sieben Meter hohe Leitern waren hinabzusteigen, Kreuzottern zu inspizieren und aller Mut zusammenzunehmen, um die gut fünfstündige Wanderung zu bewältigen. Der Oravaburg näherte man sich zunächst auf Flößen. Nach gut einer Stunde galt es dann, die Burg zu Fuß zu erklimmen. 122 Meter bis zum höchsten Punkt - nicht jeder konnte die einmalige Aussicht genießen. Aber auch ohne das Turmzimmer war die Draculaburg aus »Nosferatu« einen Besuch wert.

Daneben standen Schulunterricht und ein Hand- und Fußballturnier auf dem Programm, wobei die Jungen beim Handball, die Mädchen beim Fußball gewannen.

Nachdem Gastgeber und Austauschschüler am Freitagmorgen noch Gelegenheit hatten, in der Kreisstadt Namestovo Geschenke, Souvenirs und Proviant zu erwerben, ging es zurück nach Wölfersheim, wo am Samstagmorgen eine für alle einmalige Fahrt endete. Der Gegenbesuch ist für April 2011 geplant.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/wetteraukreis/woelfersheim/art571,51479

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