16. Juli 2015, 19:13 Uhr

Bläser und Akkordeonisten bilden imposanten Klangkörper

Wölfersheim-Berstadt (sto). Ausverkaufte Vorstellungen belegen die Güte des Blasorchester des TV Berstadt. Am Sonntag trat das Ensemble gemeinsam mit der Harmonika-Big-Band aus Haiger in der Mehrzweckhalle Berstadt auf. Das Ergebnis: ein außergewöhnlicher Klangkörper, der die Zuschauer restlos begeisterte.
16. Juli 2015, 19:13 Uhr
Eine eher selten zu hörende Klangkombination: Bläser des TV Berstadt und Akkordeonisten aus dem Lahn-Dill-Kreis geben ein gemeinsames Konzert.

Tatsächlich sind auch die Lahn-Dill-Akkordeonisten nicht ganz unbekannt, können sie doch auf mehrere Fernsehauftritte verweisen. Aber wenn zwei gute Orchester zusammenkommen, muss das nicht unbedingt zum Erfolg führen. Schon gar nicht, wenn es sich um eine musikalisch eher ungewöhnliche Kombination handelt. Dass man dennoch Hörbares von sich geben könne, diese Ansicht vertrat Josef Retter, der beide Orchester leitet.

Der Dirigent musste es wissen, hatte er doch nicht nur fünf gemeinsame Proben angesetzt, sondern auch Stücke für dieses Konzert so arrangiert, dass Bläser und Akkordeonspieler harmonierten und gleichermaßen zur Geltung kamen, teils wurden auch Stücke aus Retters Feder vorgetragen.

Bevor die ersten Töne im voll besetzten Haus zu vernehmen waren, sprach Josef Retter von einem erstmaligen Versuch, die Instrumente zu kombinieren, wobei ihm Vorfreude anzumerken war. Demnach musste das Publikum ein Scheitern nicht wirklich befürchten.

Hommage an James Last

Eine große Bandbreite musikalischer Stücke brachten die rund 35 TVler plus Big Band zu Gehör. Etwa »The Second Waltz« von Dmitri Schostakowitsch, »Caravans« von Mike Batt oder Retters Eigenkomposition »Seregemanato«. Vor der Pause trat Trompeter Florian Bayer mit dem Stück »Silberfäden« als Solist in den Vordergrund. Sabine Weide aus Butzbach begeisterte mit ihrem Gesang bei »Big Spender« von Cy Coleman. Vor der Pause erwies man dem kürzlich verstorbenen James Last seine Reverenz mit dessen »Last Golden Hits«.

Nach einer Komposition von John Miles und »Die Pyramide« von Gershon Kingsley entführten die Musiker die rund 300 Gäste in die Zeit der Donaumonarchie mit Stammwerken von Strauß, Lehár und Kálmán, ehe erneut ein Retter-Stück zu hören war, das der Komponist »Harmonika-Gaudi« genannt hat, und das die Zuhörer zum Schunkeln animierte. Sein Stück »Feuerglocken« trug Retter sodann selbst vor, und zwar auf dem Saxofon. Sabine Weide war bei einem Mix von Helene-Fischer-Liedern erneut zu hören. Mit Melodien von Les Humphries endete das gewagte Experiment. Der Meinung von Josef Retter, es habe sich gelohnt, stimmte das Publikum begeistert zu, indem es sich vor dem Orchester erhob und kräftig Beifall spendete.

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