05. November 2013, 12:48 Uhr

Am Freitag werden Wildschweine erlegt

Wetteraukreis (hed/pm). Spaziergänger, Hundebesitzer, Jogger, Reiter, Mountainbiker, Pilzesammler und andere Naturfreunde müssen an diesem Freitag im Wald besonders aufmerksam sein: Denn die Mitglieder der Hegegemeinschaft Taunus Süd werden östlich der A 5 Wildschweine jagen.
05. November 2013, 12:48 Uhr

Zwischen 8 und 16 Uhr werden die Jäger in den und rund um die Waldreviere von Rosbach, Ockstadt, Bad Nauheim und Friedberg unterwegs sein. Rot umrandete Dreiecke mit Aufdrucken wie »Achtung Jagd« sollen am Wegesrand ebenso auf die Aktion aufmerksam machen wie Absperrbänder oder Hinweisschilder, teilt Hendrik Becker von der Hegegemeinschaft Taunus Süd mit. Er bittet die Waldbesucher darum, in dieser Zeit die markierten Wege und Flächen aus Sicherheitsgründen nicht zu betreten. Auf Straßen entlang des Jagdgebiets sollten Autofahrer die Geschwindigkeit drosseln, weil trotz aller Sicherheitsmaßnahmen plötzlich Wildschweine, Rehe oder andere Wildtiere die Straße queren könnten – schließlich steht der von den Jagdpächtern langersehnte Wildschutzzaun noch nicht.

Der Grund für die Jagd: Wie im gesamten Bundesgebiet sind auch in der Wetterau vor allem die Wildschweine auf dem Vormarsch. Im Unterholz an der Autobahn können sie sich gut verstecken und ungestört vermehren. Bedingt durch die starken Buchecker- und Eichelmasten der letzten Jahre ist der Tisch im Wald reich gedeckt. Auch Veränderungen in der Landwirtschaft kommen den Schweinen zugute: Durch den vermehrten Anbau von Mais und Raps finden sie immer bessere Lebensräume vor. Während Rapsfelder im Sommer eher als »Schlafzimmer« dienen, stellen Maisfelder die zugehörigen »Esszimmer« dar. In beiden Fällen sei die Bejagung aufgrund des dichten Bewuchses nur schwer durchzuführen, erklärt Becker

Um die Population zu regulieren und um Ernteschäden durch größere Rotten zu vermeiden, sei das Konzept der revierübergreifenden Bewegungsjagd wichtiger Bestandteil der modernen Wildschweinbejagung. So könne man innerhalb weniger Stunden einen Großteil der gesetzlichen Abschusspläne erfüllen, für die ein einzelner Jäger ungleich länger brauchen würde.

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