24. September 2012, 12:23 Uhr

46,6 Prozent: Etappensieg für Thomas Alber

Rosbach v. d. H. (sky). Die erste Runde der Bürgermeisterwahlen in Rosbach, wo Rathauschef Detlef Brechtel nach über 28 Jahren Amtszeit seinen Sessel aus Altersgründen an einen Nachfolger weitergeben muss, ging an Thomas Alber.
24. September 2012, 12:23 Uhr
Bürgermeister Detlef Brechtel gratuliert Thomas Alber (2.v.l.) zu dessen Etappensieg im ersten Wahlgang. Mit Alber freuen sich Herbert Wyrwoll (puR, l.) und Reinhard Zeidler (SPD, r.).

Dennoch kann sich der von SPD und puR unterstützte Kandidat trotz 46,6 Prozent der Wählerstimmen noch nicht sicher sein, den Platz im Rathaus zu übernehmen. Am 7. Oktober wird es zu einer Stichwahl kommen, bei der Alber gegen den CDU-Kandidaten Henrik Schnabel (40,4 Prozent) antreten wird. 52 Prozent der 9308 Wahlberechtigten im Stadtgebiet hatten sich am Urnengang beteiligt. Peter Scholz (Grüne) landete bei 9,5 Prozent, Pirat Helge Welker lag bei 3,5 Prozent.

Die Enttäuschung über die relativ geringe Wahlbeteiligung war über alle Parteigrenzen hinaus erkennbar. »Ich habe verschiedentlich gehört, dass Leute erst am 7. Oktober zur Wahl gehen wollen, weil sie sowieso mit einer Stichwahl gerechnet haben«, meinte Ex-Stadtverordnetenvorsteherin Annegret Hafner. Dieser Einschätzung schlossen sich auch andere an, die am Sonntag mit ihr zusammen im Sitzungssaal des Rathauses die Wahlergebnisse mitverfolgten.

Während Alber das eingefahrene Ergebnis (»Es sieht doch ganz gut aus«) zusammen mit Herbert Wyrwoll (puR) und dem SPD-Parteivorsitzenden Reinhard Zeidler sowohl auf seine Parteiunabhängigkeit als auch auf den personenbezogenen Wahlkampf zurückführte, zeigte sich CDU-Kandidat Henrik Schnabel überrascht darüber, dass die beiden weiteren Kandidaten Scholz und Welker nicht mehr Stimmen geholt hatten. »Sie haben beide einen guten Wahlkampf gemacht und hätten mehr verdient gehabt.« Dann wäre das Ergebnis insgesamt wohl anders ausgefallen.

Schnabel hatte seine Schwerpunkte an »Inhalten und Programmen« festgemacht. »Die Bürger brauchen ein solides Programm für die nächsten fünf bis sechs Jahre.« Alber setzt darauf, »den Bürgern zuzuhören und mit ihnen auf Augenhöhe zu bleiben«.

Natürlich denkt auch Alber – genau wie sein Herausforderer – an die kommenden zwei Wochen. Neue Themen wollen beide Kandidaten in diesem Wahlkampf nicht mehr bringen.

Dennoch dürfte das Rennen um den Sitz im Rathaus noch spannend werden: Sowohl Scholz als auch Welker haben angekündigt, sich für Henrik Schnabel stark machen zu wollen. Und auch die FDP steht – so der Fraktionsvorsitzende Hans-Otto Jacobi – nach dieser ersten Wahlrunde »mehr denn je hinter Schnabel«. Einzig die Freien Wähler werden nach Auskunft ihres Fraktionsvorsitzenden Christian Lamping erst heute Abend darüber entscheiden, ob und für wen sie eine Wahlempfehlung aussprechen wollen. Hier ist noch alles offen.

Noch-Amtsinhaber Detlef Brechtel forderte die beiden verbleibenden Kandidaten auf, in den einzelnen Ortsteilen für mehr Wahlbeteiligung am 7. Oktober zu werben. Vor allem in Rodheim (wo Schnabel mit 29,2 Prozent der Stimmen weit hinter Alber lag, der hier 58,2 Prozent holte), sei die Wahlbeteiligung mit 48 Prozent besonders niedrig gewesen. Ober- und Nieder-Rosbach hatten es zusammen auf 55 Prozent gebracht.

In zwei Wochen wird sich zeigen, wer von den beiden 42-Jährigen die Nase vorn hat: Der einheimische Rechtsanwalt Henrik Schnabel oder der Echzeller Ordnungsamtsleiter Thomas Alber.

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