10. November 2011, 13:28 Uhr

Lebensretter für Steffi Röder gesucht

Rosbach-Rodheim v. d. H. (hed). Es fing an mit einem blauen Fleck. Dann waren es plötzlich drei. Vielleicht Eisenmangel, dachte Steffi Röder und ging zum Arzt. Dessen Diagnose war für die 34-Jährige ein Schock: Akute myeloische Leukämie. Helfen kann ihr eine Stammzellenspende.
10. November 2011, 13:28 Uhr
Ist seit fünf Wochen in Quarantäne: die an Leukämie erkrankte Steffi Röder. (Foto: pv)

Die Familie und Freunde haben daher eine Typisierungsaktion in Röders Heimatstadt Ober-Erlenbach organisiert: Am Sonntag kann man sich zwischen 14 bis 18 Uhr in der Sporthalle typisieren lassen.

Steffi Röders Arztbesuch liegt nur knapp fünf Wochen zurück. Seitdem liegt die 34-Jährige in der Frankfurter Uniklinik in Quarantäne. Zu groß ist die Gefahr, dass ihr Immunsystem zusammenbricht. Die gebürtige Ober-Erlenbacherin, die mit Ehemann Boris Röder in Rodheim lebt, hatte sofort mit einer Chemotherapie begonnen. Die hat zwar die Leukämiezellen reduziert, jedoch nicht in dem erforderlichen Maß, um davon ausgehen zu können, dass dies alleine ausreicht. Daher ist Steffi Röder auf einen Stammzellspender angewiesen.

Die Suche läuft bereits, bisher konnte jedoch kein passender Spender gefunden werden. Um für Röder oder andere Betroffene einen Lebensretter zu finden, haben Familie und Freunde eine Typisierungsaktion in Zusammenarbeit mit dem Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes und der Deutschen Stammzellspenderdatei Rhein-Main organisiert.

In der Turnhalle des TSV Ober-Erlenbach, bei dem die sportliche und bis zur Diagnose topfite 34-Jährige regelmäßig Turnstunden anbot, können sich Freiwillige am Sonntag von 14 bis 18 Uhr typisieren lassen. Alle gesunden Personen zwischen 18 und 55 Jahren (Versicherungskarte mitbringen!) können sich nach einem kleinen Pieks knapp 6 Milliliter Blut abnehmen lassen, die im Labor untersucht werden. Die Kosten von 50 Euro sollen durch Spenden übernommen werden. Röders haben bereits Firmen und Organisationen angeschrieben, müssen aber wohl selbst noch drauflegen. Daher kann jeder Steffi Röder unterstützen, der die 50 Euro in bar selbst mitbringt. Zudem kann man auf der Webseite des DRK-Blutspendedienstes ein Ersttesterset anfordern und die Typisierung bei seinem Hausarzt durchführen. Auch ohne Blutabnahme kann man für die Aktion spenden (siehe unten).

Steffi Röders Freunde haben in Ober-Erlenbach rund 2500 Flyer verteilt. Außerdem gab es viele Rückmeldungen und Zuspruch in den sozialen Netzwerken wie Facebook und »Wer kennt wen«. Boris Röder hat extra einen Blog (<%LINK auto="true" href="http://steffi-helfen.blogspot.com" text="steffi-helfen.blogspot.com" class="more"%>) gestartet, auf dem weitere Infos zu finden sind. »Habe ich vor einer Woche noch gehofft, dass sich 50 Teilnehmer finden, gehen wir nun aufgrund der vielen Aufrufe und Rückmeldungen davon aus, dass die Teilnehmerzahl auf mehrere hundert Personen angewachsen ist. Eine logistische Herausforderung, der wir aber aufgrund der vielen Hilfsangebote gewachsen sein werden«, schreibt er.

Das Spendenkonto ist für die Stammzellspenderdatei allgemein. Damit die Spende auch der Aktion zugeordnet werden kann, ist es unbedingt erforderlich, den Verwendungszweck (»S. Röder«) anzugeben. Das Konto der Deutsche Stammzellspenderdatei ist bei der Deutschen Bank (Kontonummer 723 668 010, Bankleitzahl 500 700 24) eingerichtet.

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