Rosbach

Neue U 3-Plätze in der Kita »Am Kirschenberg«

Rosbach v. d. H. (sky). Zum Tag der offenen Tür anlässlich der Erweiterung der Kindertagesstätte »Am Kirschenberg« hatte die Stadt für Freitag eingeladen. Eltern, Ortspolitiker und andere Interessierte waren gekommen, um das neue Domizil in Augenschein zu nehmen.
09. November 2011, 13:03 Uhr
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Ein musikalisches »Dankeschön« überbringen die U 3-Kinder und ihre Erzieherinnen auf der Terrasse des Hauses. (Fotos: sky)

Insgesamt 70 Kinder im Alter von etwa zwei Jahren und darüber finden hier künftig in vier Gruppen eine Tagesbetreuung.

Schon seit dem Frühjahr 2009 bewohnen die »Sternchen« und die »Frösche« (insgesamt 35 an der Zahl) das erste Obergeschoss des ehemaligen Wohn- und Geschäftshauses, in dem die Kita eingerichtet ist. Nun kommen – eine Etage tiefer – noch »Tiger« und »Mondhasen« dazu. »Die liebevoll gestalteten Kinderbereiche und das kleinkindgerechte, ansprechende Außengelände fanden schnell große Akzeptanz bei Eltern und Anwohnern«, berichtete Bürgermeister Detlef Brechtel. Inmitten eines gewachsenen Wohngebietes hätte dies auch anders sein können, doch hier habe alles zusammengepasst.

Deshalb beschloss die Stadt, auch die untere Etage des Gebäudes Am Kirschenberg anzumieten und sich für alle Fälle schon mal das Vorkaufsrecht an dem gesamten Areal zu sichern. So können ab sofort auf 434 Quadratmetern vier Gruppen für Kinder von zwei bis sechs Jahren betreut werden. Die Koordination obliegt dem erweiterten Kita-Team mit ihren Leiterinnen Ute Müller (Kita »Brüder-Grimm-Straße«) und Anja Kühn (Kita »Kleine Rasselbande«). Natürlich wurden auch die Eltern mit ins Boot geholt. 300 000 Euro hat sich die Stadt den Umbau kosten lassen.

»Das Anwesen Am Kirschenberg ist als Kindergarten-Standort bestens geeignet, zumal das Grundstück nicht nur über ein modernes Gebäude, sondern auch über eine Grundfläche von insgesamt 1700 Quadratmetern verfügt«, betonte Brechtel. Ohne Übertreibung könne festgestellt werden, dass hier auch aus baulicher Sicht wieder einmal »ein Schmuckkästchen« entstanden sei, in dem sich die Kleinen in freundlicher und familiärer Atmosphäre wohlfühlen. Obendrein könnten sie von der anregenden Raumgestaltung und der liebevollen Betreuung durch das geschulte Fachpersonal profitieren.

Zudem wurde der Außenbereich der erweiterten Kita kindgerecht ausgebaut. Es wurde ein großzügiger Spielplatz errichtet, der zum Spielen einlädt. Dass die Kinder hier von 7 bis 17 Uhr betreut werden, sei für viele junge Familien ein weiterer Anreiz, meint Brechtel.

Die Eltern des zweijährigen Jonas könnten sich ohne dieses Angebot eine beiderseitige Berufstätigkeit kaum vorstellen. Beide arbeiten in Frankfurt und haben als Personalreferent und Arbeitsvermittlerin im Job-Center einen tiefen Einblick in den Berufsalltag junger Eltern. »Viele unserer Vermittlungs-Gespräche scheitern an mangelnden Unterbringungsmöglichkeiten für den Nachwuchs«, sagt die junge Mutter. Ihr Ehemann sieht es ähnlich. Er ist in Rosbach aufgewachsen und weiß, warum er diesen Wohnort nicht aufgegeben hat: »Die Öffnungszeiten in den Kitas sind einfach super, da muss ich beruflich keine Einschränkungen machen«, schwärmt der Vater.

Im Magistrat hat man schon länger erkannt, wie wichtig es für viele junge Mütter und Väter ist, Beruf und Familie »unter einen Hut« zu bringen. Dies gelte insbesondere für Eltern, die außerhalb Rosbachs berufstätig seien – wie zum Beispiel Jonas’ Eltern. »Grundlage für die erweiterten Öffnungszeiten sind Elternumfragen gewesen, die zur Aktualisierung des Kindergartenbetriebs regelmäßig durchgeführt werden«, lässt Brechtel wissen. Er ist stolz darauf, dass mit tatkräftiger Hilfe der Betreuerinnen, der Eltern, der Verwaltung und des Bauhofes die ehemaligen Privaträume nach aktuellen pädagogischen Gesichtspunkten »im Eiltempo« fertiggestellt werden konnten. Kaum drei Monate hat es gedauert, bis der Nachwuchs hier seine Zelte aufschlagen konnte. Im Rahmen des Umbaus seien nicht nur hochwertiges und kindergerechtes Mobiliar angeschafft, sondern auch alle sonstigen Einrichtungsgegenstände nach pädagogischen Zielen ausgewählt worden. »Nach Eröffnung der neuen Räume ist alles größer und spannender und bleibt trotzdem kuschelig und gemütlich,« sind die Betreuerinnen sich sicher.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/wetteraukreis/rosbach/art570,64315

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