16. August 2011, 12:45 Uhr

Zum 28. Mal: Burgfest für die ganze Familie

Rosbach v. d. H. (sky). Seine erste Bewährungsprobe absolvierte der neu gestaltete Festplatz an der Nieder-Rosbacher Wasserburg am Wochenende – und sollte sie auf Anhieb bestehen.
16. August 2011, 12:45 Uhr
Im Zelt der Landfrauen gibt’s Kaffee und Kuchen.

Am Samstagnachmittag übergab Bürgermeister Detlef Brechtel beim 28. Burgfest die knapp 600 000 Euro teure Anlage offiziell an die Bürger der Stadt. Auch am Sonntag lockte ein unterhaltsames Programm.

Mit dabei waren Blütenkönigin Kristina I. und ihre Blütenkinder Lea, Kim und Rebecca. »Wir haben hier eine zentrale Begegnungsstätte geschaffen, die von allen gesellschaftlichen Gruppen genutzt werden kann«, sagte Brechtel. Nach der vorangegangenen umfangreichen Sanierung der Burg (Kosten 1,6 Millionen Euro) ist nun auch deren Umgebung herausgeputzt und der Ortskern um ein »Schmuckkästchen« reicher geworden. Dank unterschiedlicher Fördermittel sei dieser »finanzielle Kraftakt« möglich gewesen.

»Ich will aber nicht viele Worte um die Realisierung dieses ehrgeizigen Projekts verlieren, denn heute steht das Burgfest im Mittelpunkt des Geschehens«, meinte der Rathauschef in seiner Ansprache. Landfrauen, Sänger, Feuerwehr und der Sportverein mit seinen unterschiedlichen Abteilungen hatten wieder einmal kräftig in ihre Ideenkiste gegriffen und ein abwechslungsreiches zweitägiges Programm zusammengestellt, bei dem jeder auf seine Kosten kommen sollte. Geschicklichkeitsspiele für die Jüngeren, Bühnen- und Showprogramm für alle, oder heiße Rhythmen von der siebenköpfigen Band »Mixed-up« am Samstagabend lockten ununterbrochen neues Publikum an.

An den Auen des vorbeifließenden Rosbachs versammelten sich Kinderscharen, um sich beim Torwandschießen, Münzenwerfen, bei Löschübungen oder dem »Jakkolo«-Spiel die Zeit zu vertreiben. Auch an den Getränke-, Imbiss- und Kuchenständen herrschte zwischenzeitlich Hochbetrieb.

Steaks und Haxen, Hamburger oder frittierte Pilze waren heiß begehrt, und auch die vielseitigen Durstlöscher fanden reißenden Absatz. »Man merkt zwar, dass das Portemonnaie bei dem einen oder anderen nicht mehr so locker sitzt wie früher, aber wir sind trotzdem sehr zufrieden mit dem Ergebnis«, meinte Marianne Metzger, die »Mutter des Burgfestes«. 1982 hatte sie anlässlich der 1100-Jahr-Feier von Rosbach die Vereine zusammengetrommelt und das erste Nieder-Rosbacher Burgfest auf die Beine gestellt. Bis heute laufen bei ihr die Fäden zusammen, damit an der Wasserburg zwei Tage lang so richtig gefeiert werden kann.

Dass jedes Jahr Familien mit kleinen Kindern, Jugendliche oder Senioren ebenso unter den Gästen sind wie »ein solides Mittelalter«, freut sie sehr. »Wir haben damals ein Fest für Menschen jeden Alters auf die Beine stellen wollen, und das ist uns bis heute gelungen«, resümiert sie. Geändert habe sich indes die eine oder andere Rahmenbedingung. Louisa Wyrwoll, die für die SV-Handballer diesmal für den Vorsitz des Festausschusses verantwortlich zeichnete, erläuterte: »Es hat sich als sinnvoll erwiesen, vor allem am Samstagabend Sicherheitspersonal zu engagieren. « Seitdem gehörten Randale, die sich bisweilen am Rande der Festmeile ereigneten, der Vergangenheit an. »Wir sind froh, dass sich die Stadt an den Kosten beteiligt.«

Und während sich die ersten zum 80er-Jahre-Hit »Walking on Sunshine« tanzten, zogen am Himmel die ersten Regenwolken auf. »Das war ja nur ein kurzer Schauer, und die Leute haben sich nicht vom Platz vertreiben lassen«, berichtete Marianne Metzger am nächsten Tag. Bis nachts um drei seien die Gäste geblieben. Ein gutes Zeichen für die Veranstalter. Sie vertrauen darauf, dass das traditionelle Burgfest noch eine lange Tradition haben möge. (Fotos: sky)



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