26. Mai 2011, 19:45 Uhr

Ulrich Müller ist der neue Wirt im Rodheimer Bürgerhaus

Rosbach-Rodheim v. d. H. (sky). Seit Dienstag ist es offiziell: Für das Rodheimer Bürgerhaus ist ein neuer Pächter gefunden. Bürgermeister Detlef Brechtel und Ulrich Müller, derzeit noch Pächter des »Man trifft sich« in Bahnhofsnähe, setzten ihre Unterschriften unter einen Pachtvertrag, der - so waren sich beide Seiten einig - auf eine langjährige Zusammenarbeit ausgelegt sein soll.
26. Mai 2011, 19:45 Uhr
Die Gaststätte im Bürgerhaus wird nun von der Stadt in Schuss gebracht. (Fotos: sky)

Gegen sieben Mitbewerber hatte sich der 44-jährige Koch, der mit seiner vierköpfigen Familie seit 1998 in Rodheim lebt, durchsetzen können. Brechtel nannte die Gründe: »Mit Herrn Müller haben wir einen langjährigen Unterstützer der ortsansässigen Vereine und Organisationen gewinnen können, der sich durch Zuverlässigkeit, Engagement und gute Kooperationsbereitschaft auszeichnet.« Sei es beim Weihnachtsmarkt, der Faschings-Ü-30-Party oder beim Bratbirnenessen des Geschichtsvereins - überall habe Müller den Draht zu den Rodheimern gefunden und ausgebaut. Auch die Stadt könne bei Feierlichkeiten in der Gastwirtschaft oder beim Catering für diverse städtische Veranstaltungen auf eine langjährige, gute Zusammenarbeit zurückblicken. »Hier haben wir eine optimale Verbindung vom Bürger zum Wirt, die für ein Bürgerhaus geradezu wie geschaffen ist«, lobte der Rathauschef und nannte weitere Beispiele: »Auch die jährlich wiederkehrenden Marktplatz-Frühschoppen, die 2006 aus dem Projekt «Ab in die Mitte» entstanden sind, haben wir Herrn Müller zu verdanken.« Sieben Mal pro Sommer lädt er dann am Marktplatz zum Eier-, Fisch- oder Wurstessen ein - und der Andrang ist jedes Mal groß.

Müller, der in seinem derzeit gepachteten Objekt wegen der überalterten Gebäude-substanz kaum Spielraum mehr für berufliche Entfaltungsmöglichkeiten sieht, freut sich bereits auf die neue Aufgabe als Bürgerhauswirt. Einen 70 Quadratmeter großen Gastraum mit Nebenraum und Terrasse, einen 500 Quadratmeter großen Saal mit 350 Sitzplätzen, der in drei Räume aufgeteilt werden kann, sowie eine Kegelbahn im Untergeschoss (drei Bahnen) wird er ab Oktober bewirtschaften. Die zugehörige Dreizimmerwohnung, die mit vermietet wird, will er zu Personalräumen umbauen. Das gesamte Stammpersonal aus dem Bürgerhaus und dem »Man trifft sich« will er weiterbeschäftigen. »Ich gehe heute Abend noch zu ihnen und werde es ihnen mitteilen«, sagte Müller im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung.

Als Liebhaber der regionalen Küche will er die Frischprodukte für seine Speisekarte nach wie vor überwiegend aus dem Taunus und der Wetterau beziehen. »Es entspricht dem Charakter eines Bürgerhauses, die Karte nicht mit exotischen Gerichten zu überfrachten, und auch die ortsansässigen Lieferanten zu berücksichtigen.«

Wenn sich das jetzige Pächterehepaar Christa und Karl-Heinz Schäfer Ende Juni in den wohlverdienten Ruhestand zurückzieht, wird die Stadt die Gelegenheit des Pächterwechsels für eine Renovierung von Küche und Gasträumen nutzen. Die Bewirtung des Saales wird dann über einen Catering-Service erfolgen, der Dorfgemeinschaftsraum im Untergeschoss wird während der viermonatigen Renovierungsphase bis Oktober uneingeschränkt nutzbar sein. »Bei regelmäßigen Übungs- und Kegelstunden ist allerdings Selbstversorgung angesagt«, ließ Brechtel wissen.

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