12. April 2010, 19:36 Uhr

Rock ’n’ Roller rudern am Halbfinale vorbei

Rosbach v. d. H. (sky). Das Ziel, ins Halbfinale zu kommen, haben sie zwar nicht erreicht, aber mit dem Ergebnis sei man zufrieden, sagte »LollyPop«-Vorsitzender Steffen Fritzel am Sonntagnachmittag nach dem Wettbewerb um den Titel »Verein des Jahres«.
12. April 2010, 19:36 Uhr
Leider nur bei der Probe ein echter »Wilhelm Tell«: Jupp Tschaffert.

Rosbach v. d. H. (sky). Das Ziel, ins Halbfinale zu kommen, haben sie zwar nicht erreicht, aber mit dem Ergebnis sei man zufrieden, sagte »LollyPop«-Vorsitzender Steffen Fritzel am Sonntagnachmittag nach dem Wettbewerb um den Titel »Verein des Jahres«. Der Rock ’n’ Roll-Club, eine Unterabteilung des Turnvereins Ober-Rosbach (TGO), hatte sich beworben, um das vom Radiosender HR4 und der Schmucker-Privatbrauerei ausgesetzte Preisgeld von 6000 Euro zu gewinnen. Fünf Chancen hatten die tanzbegeisterten Rosbacher, um möglichst viele Punkte zu sammeln und unter den bisher knapp 40 Mitstreitern die Nase vorn zu haben. »Sollten wir das Geld bekommen, werden wir davon unsere fast 16 Jahre alten Tanzkostüme ersetzen«, hatte Fritzel vor Beginn der zweiten Runde in die Mikrofone der HR-Moderatoren Carsten Gohlke und Conny Bächstädt erklärt. Die Radiomacher sendeten am Sonntag live aus den Räumen der TGO neben der Kapersburgschule.

Am Freitagnachmittag hatten Fritzel und seine Vereinsfreunde die erste Aufgabe zugeteilt bekommen. Für den Bau einer Grill-Feuerstelle von 1,20 Metern Durchmesser für die Kindertagesstätte »Luna« in Nieder-Rosbach hatte das Team 48 Stunden Zeit. Tatkräftige Unterstützung leistete hier unter anderem der städtische Bauhof: Vor allem bei der Materialbeschaffung packten die Männer mit an. Begleitet von festem Daumendrücken ihrer Fans (darunter Bürgermeister Detlef Brechtel und Blütenkönigin Jessica) meisterten die »LollyPops« die Aufgabe mit voller Punktzahl. »In Rosbach wird Kinderbetreuung groß geschrieben, deshalb sollte die 48-Stunden-Aufgabe auch einer Kindertagesstätte zugute kommen«, erklärte Gohlke den Hörern.

Elvis-Frage kostet Punkte

In der zweiten Runde am Sonntagnachmittag standen Glück und Wissen über die Region, aber auch Kräftemessen und sportliche Geschicklichkeit im Vordergrund. Die vier Fragen zu Rosbachs Historie beantwortete der Verein mit Frank Lompa als Sprachrohr korrekt, doch bei der Frage, welcher Song von Elvis heute als Geburtstitel des Rockabilly-Sounds gelte, kam die richtige Antwort erst im zweiten Anlauf. Nicht das »Heartbreak Hotel«, wie Lompa meinte, sondern das zweitgenannte »That’s all right, Mama« war der Geburtshelfer gewesen. »Die zuerst gegebene Antwort zählt«, bedauerte Fritzel. Damit war auch die Chance vertan, weitere 250 Punkte einzuheimsen. »Wenn man bedenkt, dass wir für alle Fragen zusammen nur eine Minute Zeithatten, lagen wir trotzdem nicht schlecht«, meinte er.

Reichlich schweißtreibend war die nächste Aufgabe am Rudertrainer. Die Vereinsmitglieder Peter Völp, Jens Fricke und Stefan Velten hatten sich dafür Unterstützung bei Ruderprofi Sebastian Haux von der Offenbacher Rudergesellschaft Undine geholt. »Jede in 48 Minuten verbrannte Kalorie bedeutet einen Punkt für den Verein«, hatte Moderator Gohlke erklärt. 2872 Punkte konnten die vier Herren für den Verein erarbeiten, ließ der Computer wissen. Mit Aufforderungen und Versprechungen wie »Mach bloß nicht schlapp« oder »Wenn du noch mehr schaffst, geb' ich dir ein Bier aus« feuerte das Publikum die drei Ruderer tatkräftig an, doch mehr war einfach nicht herauszuholen. »Das geht ganz schön in die Arme«, meinte Völp.

Um eine ruhige Hand ging es beim anschließenden Apfelschießen. Zwei kleine und ein großer Apfel warteten auf einem gläsernen Podest darauf, mithilfe eines Armbrustpfeils aus der Hand von Jupp Tschaffert zu Boden befördert zu werden - vergeblich. »Er hat sich aber trotzdem gut geschlagen«, tröstete der Moderator. Schließlich hatte Tschaffert beim Probeschuss die Kante der dünnen Glasscheibe des Podests punktgenau erwischt und den fast Kindskopf großen Superapfel zu Fall gebracht.

Die 4272 Punkte, die die »LollyPops« am Ende absahnten, reichten nur für (derzeit) Platz 19, wurden von den Beteiligten aber als Erfolg verbucht. »Hauptsache, wir waren dabei - und so haben wir mal kennengelernt, wie eine Live-Radiosendung zustande kommt«, freute sich Fritzel.

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