13. Juli 2009, 20:26 Uhr

Hessische Spezialitäten am Kirchturm

Rosbach-Rodheim v .d. H. (sky). Auch heuer geht’s am Brunnen »Ab in die Mitte«. Seit der Teilnahme der Stadt am gleichnamigen Ideenwettbewerb vor drei Jahren organisieren Gastwirt Ulrich Müller und der Landfrauenverein mit Doris Soff an der Spitze am Fuß des alten Kirchturms einen Frühschoppen mit anschließendem Kaffeetrinken. Siebenmal werden sie bis zum Ende der Sommerferien Tische und Bänke sowie drei Verkaufsbuden aufstellen.
13. Juli 2009, 20:26 Uhr
Schon zur frühen Mittagszeit füllt sich der Platz am Rodheimer Brunnen. (Foto: Halaczinsky)

Rosbach-Rodheim v .d. H. (sky). Auch heuer geht’s am Brunnen »Ab in die Mitte«. Seit der Teilnahme der Stadt am gleichnamigen Ideenwettbewerb vor drei Jahren organisieren Gastwirt Ulrich Müller und der Landfrauenverein mit Doris Soff an der Spitze am Fuß des alten Kirchturms einen Frühschoppen mit anschließendem Kaffeetrinken. Siebenmal werden sie bis zum Ende der Sommerferien Tische und Bänke sowie drei Verkaufsbuden aufstellen.

»Die Sommerferien schaden der Nachfrage keineswegs«, weiß Wirt Müller. Der gute Start am ersten Feriensonntg gibt ihm Recht: Die hessischen Spezialitäten wie Handkäs, Rindswurst oder Eier mit grüner Soße und Salzkartoffeln gehen schnell weg. Am nächsten Sonntag wird er frisch geräucherten Fisch servieren - Forelle, Makrele und Lachs - und die Woche darauf ist bei ihm »alles Wurst«: fünf Bratwurstsorten stehen dann auf dem Speiseplan.

»Wenn die Leute hier hin kommen, haben sie alle Zeit der Welt«, sagen Soff und Müller. An seinem ortsbekannten, runden Stammtisch versammelt sich schnell eine Herrengesellschaft. Nach und nach setzen sich auch ein paar Frauen dazu, und alle rücken gern zusammen.

»Ich war schon in den letzten Jahren hier«, erzählt Jürgen Will: »Die Preise sind selbst für Familien erträglich, da muss man nicht zu Hause am Herd stehen.« Außerdem genieße er den Trubel um sich herum. »Die Marktplatzbelebung ist eine schöne Sache«, freut sich auch Doris Soff: »Da wird alles, was passiert ist, noch einmal gründlich durchgekaut«, schmunzelt sie.

Von dem langen Tisch, der etwas seitlich neben dem Brunnen steht, tönt Lachen und Singen herüber. Hier haben sich die jungen Leute von der Feuerwehr und vom Gesangverein zusammen gesetzt. »Rodheim hat über alle Generationen hinweg eine gute Ortsgemeinschaft«, erklärt Alexander Wien. Der Student nutzt während der Semesterferien die Gelegenheit, sich (nicht nur) mit seinen Altersgenossen wieder zu treffen.

Heike und Franziska Müller am Getränkestand haben alle Hände voll zu tun. Besonders beliebt ist der Apfelwein - vom Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins. Alles ist also »echt Rodheimerisch«, weshalb es auch allen so gut gefällt.

Gegen 14 Uhr öffnet der Kuchenstand. Jetzt sind die Landfrauen mit der Gästebewirtung dran. Frisch duftender Kaffee und zehn selbst gebackene Kuchen locken - »alles, bloß keine Massenware aus dem Tiefkühlfach«. Die Frauen wissen, dass ihre Gäste bei den süßen Backwaren genau hinschauen, was auf ihre Teller kommt.

Ihre Standnachbarin glaubt zu wissen, warum die Sitzgelegenheiten bei »Ab in die Mitte« auch diesmal von Anfang bis fast zum Schluss dicht besetzt sind: »Wir sind hier alle eine große Familie, deshalb kommen wir immer wieder gern zusammen.« - Gäste von außerhalb sind freilich nicht weniger willkommen.



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