09. Juni 2009, 10:44 Uhr

»Konsum ist der beste Weg zur Förderung der Wirtschaft«

Rosbach v. d. H. (pm). Mit dem finanzpolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Hermann Otto Solms, hatten die Rosbacher Liberalen einen prominenten Referenten und Diskussionspartner für das jüngste FDP-Kolleg zum Thema »Weltweite Wirtschaftskrise und wachsende Verschuldung: Was sind die Folgen für Städte, Kreise und das Land?« gewinnen können.
09. Juni 2009, 10:44 Uhr
Dr. Hermann Otto Solms (r.) mit seinen FDP-Kollegen (v.l.) Achim Güssgen, Dr. Hans-Eduard Hille, Jens Jacobi und Volker Hoffmann. (Foto: pv)

Rosbach v. d. H. (pm). Mit dem finanzpolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Hermann Otto Solms, hatten die Rosbacher Liberalen einen prominenten Referenten und Diskussionspartner für das jüngste FDP-Kolleg zum Thema »Weltweite Wirtschaftskrise und wachsende Verschuldung: Was sind die Folgen für Städte, Kreise und das Land?« gewinnen können. Solms, seit 1980 Mitglied des Bundestags und derzeit dessen Vizepräsident, ist in über 25 Jahren in verschieden Führungspositionen der FDP auf Bundesebene tätig gewesen. Bei spannenden Berichten und Diskussionen mit ihm konnten die Besucher des Kollegs Informationen zu den Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage und den Positionen und Konzepten der FDP erhalten und Fragen stellen. Neben dem FDP-Bundestagskandidaten Achim Güssgen und der Kreisvorsitzenden Elke Sommermeyer begrüßten die Liberalen auch die frisch gekrönte Blütenkönigen Jessica.

Höhere Neuverschuldung, steigende Arbeitslosenzahlen bei mehr Kurzarbeit und ein immer teurer werdendes Gesundheitssystem - die europa- und bundesweiten Trends in der Wirtschaft seien eine ernste Gefahr für die Bürger in Hessen und somit auch für die Wetterau, stellte Solms klar. Gerade jetzt habe die Finanz- und Wirtschaftspolitik einen unmittelbaren Einfluss auf das Leben der Bürger und die Staatsverschuldung, die durch die kommenden Generationen bezahlt werden müsse.

Neben der Immobilienkrise in den USA hätten die Globalisierung des Bankenwesens und Fehlentscheidungen in den Führungsetagen die aktuelle Situation hervorgebracht. Aber auch politisches Versagen sei ein Grund für die Krise. »Die aktuelle Situation hat klar gezeigt, dass die Regulierung nicht in der notwendigen Geschwindigkeit den Trends der Globalisierung gefolgt ist«, erklärte Solms. Die schlechte Lage der Banken habe nun einen negativen Einfluss auf die Situation der Unternehmen, da die auf Kredite angewiesen seien. So habe die globale Krise auch Folgen für breite Teile der Bevölkerung. Im Zusammenhang mit den Konjunkturpaketen der Regierung kritisierte Solms die seiner Meinung nach zu starke Fokussierung auf Infrastrukturprojekte. Davon profitiere maßgeblich die Bauwirtschaft. Gleichzeitig würden viele Bereiche der Privatwirtschaft nicht unterstützt. Er setze sich für eine Reform des Steuersystems ein, mit dem Ziel, den Bürgern mehr Netto vom Bruttogehalt zu lassen, sagte Solms. »Dann werden sie auch mehr Geld ausgeben. Mehr Konsum ist nach unserer Auffassung der beste Weg zur Förderung der Wirtschaft.«

Im Anschluss an die von Dr. Hans-Eduard Hille moderierte Runde hatten die Gäste noch die Möglichkeit, dem Abgeordneten Fragen zu stellen. Den musikalischen Rahmen der Veranstaltung gestaltete Gastgeber und Hausherr Volker Hoffmann am Klavier mit Werken von Mozart und Beethoven. Unterstützt wurde er von Julia Greve auf der Violine. Außerdem wurden Spenden für ein Waisenhaus in Burkina Faso (Westafrika) gesammelt.

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