27. März 2009, 21:26 Uhr

Trainingsplatz ein Schnäppchen

Rosbach-Rodheim v. d. H. (sky). Ein Bericht über den Stand der Planungen für das Sportzentrum und der Beschluss über ein geändertes Finanzierungskonzept in Sachen Kostenbeteiligung der Sportgemeinschaft nahmen bei der Mitgliederversammlung der SG am Donnerstag im Bürgerhaus breiten Raum ein. Einstimmig folgte man schließlich dem Vorschlag des Vorstandes, das mit dem Bürgermeister und den städtischen Gremien ausgehandelte Konzept anzunehmen. Darin sind zwar höhere Kreditaufnahmen und eine längere Darlehenslaufzeit vorgesehen, dem steht aber eine größere Gegenleistung in Form von Außenanlagen und Einrichtung entgegen. Außerdem sieht die Vereinbarung zwischen der Stadt und den Sportlern günstige Konditionen hinsichtlich der Zinsen vor.
27. März 2009, 21:26 Uhr
Hans Gornik (links) und Rainer Schaub (rechts) ehren die vier anwesenden Jubilare. (Foto: Halaczinsky)

Rosbach-Rodheim v. d. H. (sky). Ein Bericht über den Stand der Planungen für das Sportzentrum und der Beschluss über ein geändertes Finanzierungskonzept in Sachen Kostenbeteiligung der Sportgemeinschaft nahmen bei der Mitgliederversammlung der SG am Donnerstag im Bürgerhaus breiten Raum ein. Einstimmig folgte man schließlich dem Vorschlag des Vorstandes, das mit dem Bürgermeister und den städtischen Gremien ausgehandelte Konzept anzunehmen. Darin sind zwar höhere Kreditaufnahmen und eine längere Darlehenslaufzeit vorgesehen, dem steht aber eine größere Gegenleistung in Form von Außenanlagen und Einrichtung entgegen. Außerdem sieht die Vereinbarung zwischen der Stadt und den Sportlern günstige Konditionen hinsichtlich der Zinsen vor.

Mit 6 Millionen Euro Baukosten hatten die Planer das Projekt vor zwei Jahren veranschlagt, daran wollte sich die SG mit 250 000 Euro für die von ihnen genutzten Räume beteiligen. Das bedeutete für die Sportler nach Abzug eines städtischen Zuschusses sowie des Eigenkapitals (je 50 000) eine Kreditaufnahme von 150 000 Euro. Dafür sollten sie eine kleine Sporthalle mit Geräteraum, ein Vereinsheim und eine Geschäftsstelle unter dem Dach der Gesamtanlage bekommen. Nachdem die Stadt nun sämtliche benötigten Grundstücke für die Außenanlagen erworben hat, kam für die Kostenberechnung die Ausgestaltung der Fußball- und Spielfelder hinzu, ferner ein Beachvolleyballplatz, ein Sichtschutzwall mit Sitzgelegenheiten sowie Rasenflächen und ein Kiosk. Das erhöhte die Gesamtkosten auf 6,73 Millionen Euro, und die SG wurde für einen neuen Halbfeld-Rasentrainingsplatz für die Jugend mit insgesamt 270 000 Euro ins Boot genommen wurde.

Da die Sportler als Verein aber im Gegensatz zur Kommune die Möglichkeit haben, Landeszuschüsse zu beantragen, konnte ein Teil dieser Mehrkosten wieder abgefedert werden. Mit 153 000 Euro aus Wiesbaden rechnen Vorsitzender Hans Gornik und Bürgermeister Detlef Brechtel derzeit. Und sind optimistisch: »Wir stehen in der Prioritätenliste für die Mittelvergabe auf Platz 1, da sollte nichts schiefgehen.«

Ferner wird der städtische Zuschuss von 50 000 auf 102 000 Euro erhöht, und bei der Finanzierung der nun noch fehlenden 215 000 Euro gelang den Beteiligten ein »Schnäppchen«: Brechtel unterbreitete ein Angebot, dem sich niemand entziehen wollte: Kreditlaufzeit 16,5 Jahre mit einem Festzinssatz von 2,5 Prozent. So wird sich für die SG an der ursprünglich kalkulierten Rate von etwa 1300 Euro pro Monat nicht viel ändern.

Die folgenden Vorstandswahlen bewiesen die große Zufriedenheit der Vereinsmitglieder mit ihrer Führung: Sämtliche Vorstandsmitglieder und Kassenrevisoren wurden einstimmig bestätigt. »Damit ist gewährleistet, dass wir in der Bauphase die gleichen Ansprechpartner haben wie bei den Planungen«, freute sich auch der Bürgermeister. Vorsitzender bleibt Hans Gornik, sein Stellvertreter Horst Schmidt. Schriftführerin ist Helga Lingenau, Schatzmeister Ernst Gruner. Zu Beisitzern wurden Ute Schlicht, Wolfgang Lingenau, Alexander Schuld und Frank Romeike wiedergewählt, die Kasse prüfen Günter Lüders, Paul Groetsch und Baldur Will.

Im Ausblick und Rückblick auf die Tätigkeit der sieben SG-Abteilungen (Volleyball, Tischtennis, Leichtathletik, Fußball, Judo, Ski und Turnen) sparte der Vereinsvorsitzende nicht mit Lob: »Die Hauptarbeit wird dort geleistet, das sollten wir nicht unterschätzen«. Rund 80 Übungsleiter (sieben mehr als im Vorjahr) hätten in 66 Kursen etwa 4650 Trainingsstunden absolviert, 160 mehr als im Vorjahr. Insgesamt habe sich das Angebot verbessert, auch wenn die Mitgliederzahl leicht rückläufig gewesen sei.

»Wir haben uns aufgrund unserer begrenzten Trainingsbedingungen in der Werbung zurückgehalten«, begründete Gornik diese Entwicklung. In Kürze wolle man aber mit Sabine Nagel in ein Programm Gesundheitsvorsorge/Reha einsteigen, um auch den über 60-Jährigen gerecht zu werden. Als erfreulich bezeichnete Beisitzerin Ute Schlicht die geringe Unfallquote in der SG. Hier liege man seit Jahren deutlich unter dem DSB-Durchschnitt.

Ernst Gruner verlor über die Kasse nur wenige Worte. Man wisse, dass man sparsam wirtschaften und mit Engagement und Fantasie neue Geldquellen aufspüren müsse. »Wer mit den Füßen auf dem Boden bleibt, erspart sich eine Bauchlandung«, fasste er zusammen.

Weitere Themen waren neben den Berichten der Abteilungen der Hinweis auf die neue Beitragsordnung ab 2009, die Arbeit in der Vereinsgeschäftsstelle, die fruchtbare Zusammenarbeit mit der Erich-Kästner-Schule, die intensive Nutzung des Vereinsbusses sowie die Empfehlung, die neue SG-Webseite eifrig zu nutzen und zu pflegen. Dank der Unterstützung von FSJ’lerin Annika Stößinger sei man in der Lage, die vielen vereinsinternen Aufgaben zu bewältigen.

Abschließend ehrte Rainer Schaub vom Ältestenrat neun treue Mitglieder: 25 Jahre dabei sind Regina Deubner, Sascha-Sebastian Gornik, Waldemar Habram, Michael Hartel, Jan-Matthias Peterson, Rebecca Schäfer, Hilde Turek und Helga Lingenau. Auf 50 Jahre Mitgliedschaft konnte Otto Marquardt zurückblicken. Ein Extra-Dankeschön bekam Sabine Nagel für ihr Engagement in der Abteilung Turnen.



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