10. Juni 2008, 16:12 Uhr

25. Burgfest trotzt Fußball und Regenschauer

Rosbach v. d. H. (sky). Mal heiter, mal wolkig und zwischendurch für allerhand Überraschungen gut – so präsentierte sich der Himmel über Nieder-Rosbach zum 25. Wasserburgfest und knüpfte damit (zumindest am Samstag) an die Premiere im Juli 1984 an. Doch schon damals bescheinigten die Berichterstatter den Veranstaltern ein Stimmungshoch, und das sollte auch diesmal nicht anders sein.
10. Juni 2008, 16:12 Uhr
Alljährlich für zwei Tage Treffpunkt von Menschen jeden Alters: der ehemalige Schulhof vor der Wasserburg, und zum Frühschoppen spielt hier der Posaunenchor. (Fotos: sky)

Schließlich konnte ja gar nichts schief gehen, denn getreu dem Motto: »Doppelt hält besser« war der Festplatz gleich zweimal ganz offiziell für die Feiernden freigegeben worden: Vom Festausschuss-Vorsitzenden Dieter Blecher von der Feuerwehr und Bürgermeister Detlef Brechtel als Schirmherr.

Anfängliche Bedenken, das Wetter oder die Fußball-EM könnten die Besucher am Samstag ausbleiben lassen, zerstreuten sich spätestens, als die Liveband »Voice« den Platz vor dem historischen Gebäude mit fetzigen Rhythmen in eine Tanzfläche verwandelte.
Der MGV Germania, das Musikkorps Dorheim und der Squash-House Dance-Club hatten aber auch schon vorher für gute Stimmung gesorgt.

Crêpes-Bäcker, Bierverkäufer und Haxen-Brater atmeten auf, als »die Post abging«. Hamburger gab's beim Feuerwehrverein, der zusammen mit fünf anderen Vereinen – den Landfrauen, der Germania und dem SV 98 mit seinen Abteilungen Fußball, Turnen und Handball – seine Zelte aufgeschlagen hatte.

»Um 6 Uhr heute Morgen waren immer noch Leute da«, berichteten die Nachtarbeiter am Sonntag, als die ersten Gäste schon wieder zum Frühschoppen kamen. Selbst ein kräftiger Regenschauer in der Nacht hatte die Feiernden nicht vertreiben können. »Wir freuen uns, dass die Jugend so viel Interesse am Burgfest hat«, war seitens der Organisatoren zu hören. Tatsächlich strömte das »Jungvolk« mit Einbruch der Dunkelheit in Scharen zur Wasserburg. Die nach schlechten Erfahrungen befürchtete Randale blieb aus.
Der zweite Festtag begann mit einem feierlichen Gottesdienst unter Mitwirkung des Posaunenchors in der benachbarten Burgkirche, und während des anschließenden Frühschoppens lockte ein Flohmarkt der Nieder-Rosbacher Kinder viele Neugierige an. So verkauften die Landfrauen bei angenehmen Temperaturen auch noch die Reste vom Samstagskuchen.

Auch das Kindertheater der »Rambelichter« und die Step-Aerobic des SV 98 erwiesen sich als Publikums-Magneten, und der Förderverein zur Erhaltung der Wasserburg konnte sich ebenfalls nicht beklagen.

»Wir hatten ein umfangreiches und attraktives Programm«, stellte Dieter Blecher letztlich für alle ehrenamtlich beteiligten Standbetreuer zufrieden fest. Ebenso zufrieden waren am Ende aber nicht nur Veranstalter und Besucher, sondern auch Carmen Jungmeister von »Leben na klar«: Gemeinsam mit der integrativen Kita »Sonnenschein« in Friedberg durfte ihre (dem Landeswohlfahrtsverband unterstellte) Initiative nun schon zum 25. Mal den Reinerlös aus der reichhaltigen Tombola entgegennehmen. »Ich finde es mehr als beachtenswert, dass sich für dieses Burgfest schon seit einem Vierteljahrhundert immer wieder Ehrenamtliche finden, die bereit sind, ihre Freizeit für einen guten Zweck einzusetzen«, fand sie Worte des Dankes.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos