02. Februar 2015, 16:53 Uhr

Feiern bis der Strom ausfällt

Rockenberg (bu). Tänze, Sketche, geschliffene Büttenreden und zwei wieder zu Leben erweckte Topstars sorgten in der Karnevalssitzung des Gesangvereins Immergrün für beste Unterhaltung.
02. Februar 2015, 16:53 Uhr
Im Piratenhabit wirbelt am Ende der Sitzung die Große Showtanzgruppe über die Bühne – Helmut Rühl spielte sich als Elvis in die Herzen der Zuschauer. (Foto: Bernd Burkard)

Dass es die Narren richtig krachen ließen, belegte nach Ablauf des Programms auch ein 45-minütiger Stromausfall – doch auf die Feuerwehr, die mit einer Notbeleuchtung herbeieilte, war Verlass.

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Den großen Orden des RCVI erhielten Monika Hartmann und Elke Haack – seit Jahren dekorieren sie die Narrhalla, in der die Narren des Gesangvereins schon mit dem Einmarsch der Moderatoren Gudrun und Helmut die Stimmung anheizten.

Für einen farbenfrohen Tanz erhielt die Garde von Isabel Wenzel und Vivien Mari viel Beifall. Die ersten Lacher erntete Eva Seip, in deren Sketch ein volltrunkener Pilot seine Passagiere leicht verunsicherte. Eine Punktlandung gelang Helmut Rühl, der sich als Elvis mit Jalehouse Rock und Viva Las Vega im passenden Outfit in die Herzen des Publikums spielte.

Bühne frei hieß es dann für die Minis, die mit einen hübschen Traumtanz von Vanessa Langsdorf in wehenden Stoffen und und effektvoller Lichtinszenierung von Markus Tscholitsch das Publikum verzauberten.

Wie schon in der Pilotennummer, hatte auch Björn Piffko für seinen Sketch ein Szenario gewählt, das in Wirklichkeit ein Albtraum ist. Denn wer einen Brand melden will und dabei in ein sprachgesteuertes Telefonmenü der Feuerwehrleitstelle gerät, der hat freilich wenig zu Lachen. Ganz anders die Zuschauer in der Narrhalla, die die Vorstellung – unter den gegebenen Umständen – ebenso köstlich fanden wie die gesundheitsbewusste Vollsuff-Müsli-Vorstellung von Mario Eckert

Bewährte Titel spielten die Singers alias Martin Wettner, Robert Wettner, Ulli Weil sowie Klaus Peter Goletz, Jürgen Schwer, Andreas Bayer, Markus Bingel und Michael Bayer. Dass es beim RCVI keine Nachwuchssorgen gibt, zeigte die kleine Showtanzgruppe unter Leitung von Tanya Mack und Katrin Bilkenroth.

Lachsalven erschütterten den Saal, als Sascha Piffko seine scharfsinnigen Alltagsbetrachtungen zum Besten gab. Wer kennt nicht die Überforderung, die sich einstellt, wenn man bei Starkbucks einen Kaffee bestellt, oder noch schlimmer: ein Sandwich bei Subway. Und angesichts einer handyfixierten Jugend, für die tippen und wischen offenbar die erste Kulturtechnik darstellt, sagte er dem Publikum die Zombiegesellschaft voraus. Mit einem weiteren Sketch von Eva Seip und einem Tanz der Showgarde von Alina Cornella ging es dann in die Pause.

Zirkusatmosphäre verbreiteten später Robert Wettner, Jürgen Schwer, Martin Wettner und Ulli Weil und weiteres Mal war es Sascha Piffko, der den Zuschauern die Heiterkeit lehrte – aus Gründen der politischen Korrektheit schlug er vor, nicht mehr »Frau« zu sagen, sondern »Person mit Menstruationshintergrund«. Medizinstudentin Johanna Landvogt und ihr Partner Martin Dabisch sorgten mit »You’re the one that I want« für einen weiteren Höhepunkt. Ein Knaller war auch das Männerballett »Duell in Rocky Hill am Rio Wetter«, einstudiert von Robert Wettner und Christoph Milek, auf das die Große Showtanzgruppe folgte – 20 Piraten wirbelten da über die Bühne.

Zum Abschluss wurde dann ein weiterer großer Künstler zum Leben erweckt: In weißen Bademänteln ließen die Singers ein Medley als Hommage an Udo Jürgens hören.



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