02. März 2009, 17:54 Uhr

Damals ein Almosen, heute eine schöne Geste

Rockenberg (pm). Das Testament von Abt Alexander Weitzel hat auch heuer der Oppershofener Kultur- und Geschichtsverein erfüllt: Zum Todestag des großen Wohltäters aus Rockenberg erhielt jedes Schulkind einen »Wecken«.
02. März 2009, 17:54 Uhr
Eine Klasse der Sandrosenschule mit Lehrerin Sylvia Springer (links), Leiterin Anette Nußbaum (rechts) und den »Wecken«. (Foto: pv)

Rockenberg (pm). Das Testament von Abt Alexander Weitzel hat auch heuer der Oppershofener Kultur- und Geschichtsverein erfüllt: Zum Todestag des großen Wohltäters aus Rockenberg erhielt jedes Schulkind einen »Wecken«.

Der letzte Vorsteher des Klosters Arnsburg hatte kurz vor seinem Tod am 15. Februar 1819 verfügt, dass die Schüler aus seinem Heimatort immer an seinem Todestag ein Brötchen geschenkt bekommen sollten.

Wie die Chronik berichtet, waren es in den ersten Jahren etwa 120 bis 140 Brötchen, die die Kinder erhielten; knapp 100 Jahre später steigerte sich die Zahl auf etwa 300, da zu weiteren Anlässen solche Wecken verteilt wurden. In den 1920er Jahren besiegelte die Inflation das Ende der Stiftung.

In Zusammenarbeit mit der Sandrosenschule und ihrer Leiterin Anette Nußbaum führte 2007 der Kultur- und Geschichtsverein Oppershofen die Tradition fort - nicht als Almosen, sondern als schöne Geste den jüngsten Einwohnern des Dorfes gegenüber. Die Schüler erhielten darüber hinaus ein Faltblatt, in dem sie kindgerecht über Alexander Weitzel und seine Stiftung informiert wurden. So trägt diese Aktion auch zum besseren Verständnis der Heimatgeschichte bei.

Die so genannten »Zipfelwecke«, die vom Rockenberger Bäcker Kraus eigens für die Aktion des Geschichtsvereins kreiert wurden, kamen bei den rund 130 Schulkindern sehr gut an. Manfred Breitmoser, Alexander Fiolka und Katja Peichl vom Kultur- und Geschichtsverein verteilten in der Schule die Brötchen und wurden durch die freudigen Gesichter der Kinder bestärkt, an dem alten, neuen Brauch festzuhalten.

Selbstverständlich erhielten auch die Kinder der beiden Klassen in der Oppershofener Schule und alle Lehrer die »Zipfelwecken«.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos