19. Mai 2011, 18:35 Uhr

Landfrauen erkunden das Bingenheimer Ried in Reichelsheim

Reichelsheim-Heuchelheim (kai). Einen Blick ins Kinderzimmer der fünf Storchenpaare im Ried wagten kürzlich über 60 Landfrauen.
19. Mai 2011, 18:35 Uhr
Gesund und lecker: Die Landfrauen lassen sich das Büfett aus Rohkost, Dips und Obst schmecken, das ihre Heuchelheimer Kolleginnen aufgebaut haben. (Fotos: kai)

Als Teil der Staffelstab-Aktion des Bezirkslandfrauenvereins Nidda luden die Heuchelheimer Landfrauen kürzlich zum Rundgang mit Naturschützer Udo Seum ins Bingenheimer Ried. Seum informierte über die seltene Löffelente, Kraniche und natürlich die Störche.

»Unser ältester Storch ist ein Franzose, er ist 15 Jahre alt«, verriet Seum. Woher er das wisse, fragten die Frauen. »Die Ringnummern sind der Personalausweis der Tiere, mit dem Spektiv kann ich sie ablesen und entschlüsseln.« Für die Weißstörche in der Wetterau sei das Bingenheimer Ried eine der ersten Adressen, denn hier stimme das Nahrungsangebot aus Fröschen, Molchen und anderen Wasserbewohnern. Fachleute hätten bis zu 600 verschiedene Frosch-Rufe binnen einer Stunde gehört, sagte der Naturschützer. »Die Bingenheimer meckern dann, sie hören den Heuchelheimer Chor«, scherzte Seum, bevor er den interessierten Landfrauen erklärte, dass Landwirte und Naturschützer im Ried eng zusammenarbeiten. »Inzwischen müssten Landwirte unter Naturschutz gestellt werden, es gibt immer weniger«, unkte Seum.

Beim Aussichtsturm erwartete die Gäste ein Rohkost-Büfett mit Dips. Gestärkt rätselten die Landfrauen ausgiebig an einem Quiz. Neben den Fragen galt es aus den Wörtern »Naturschutz Bingenheimer Ried« möglichst viele Tiernamen zu bilden.

Waltraud Willnow aus Nieder-Mockstadt knobelte 26 Tiere raus, das brachte ihr mit 36 Punkten den ersten Platz ein. Auf den vorderen Plätzen landeten auch Wilma Koch, Elke Watzke, Sabine Wilhelm, Gabi und Christian Krug.

Lob gab's vom Bezirksvorstand für die gelungene Staffelstabaktion der Heuchelheimer Landfrauen. »Das war heute wieder wunderbar, jede Woche ist es ein bisschen wie Heimatkunde«, sagte Gerda Vollmar, die stellvertretende Bezirksvorsitzende. »Es ist schön zu sehen, wie die Vereine aufeinander zugehen, dass die Frauen die Möglichkeit haben, sich untereinander kennenzulernen.«



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