15. Februar 2012, 16:28 Uhr

Landfrauen: Von der Hosenparade bis zum Bauernputtel

Ober-Mörlen (hau). Wenn Lachen die beste Medizin ist, sind am Montagabend über 100 Landfrauen und ihre Gäste kerngesund aus dem Bonifatiussaal marschiert, beschwingt durch ein Schabernack-Menü mitten aus dem Landleben.
15. Februar 2012, 16:28 Uhr
Gedränge auf der Boni-Bühne: die närrischen Landfrauen alle zusammen beim großen Finale. (Foto: Hausmanns)

Die musikalische Grundlage für Schunkelrunden, Tänze und Gesänge lieferte Keyboarder Franz Bodenröder aus Rockenberg, ums leibliche Wohl kümmerte sich das Boni-Team, und Landfrauen-Vorsitzende Walburga Feuerstein führte durchs Programm. In der Bütt gaben sich Mirler Urgesteine und die heranwachsende Generation ein Stelldichein. Von ihrem Irrflug zur Beautyfarm im sonnigen Süden erzählte »Landei« Regina Fritz-Lenuck, derweil sich Walburga Wagner beim Entfalten der Gesichtszüge zu helfen wusste. Spitzfindigkeiten rund um die Nase hatte Anni Grün auf Lager. Ihrer Pillenparade rückten Cäcilia Höpfner, Marianne Heil und Mechthild Jahn zu Leibe, ums Kräppelrezept rangen Marianne Weckler und Gertrud Schäfer.

Die Schachpartie zwischen Irmhild Schneider und Brigitte Wagner scheiterte an leutseligen Bauern, die in ihrer Brettecke eine Versammlung abhielten oder auf den Pferden ausreiten wollten. Zum Zug kamen auch die Putzfrauen Rita König und Birgit Wrtal nicht, denn niemand im Saal wollte das Feld räumen. Stattdessen übte sich eine Gruppe von Land- und Stadtfrauen auf einer Parkbank im Kampf gegen die Langeweile.

Tüchtig auf die Pauke (beziehungsweise Sitzbälle) haute eine Mirler Piratencrew, die auf der Black Pearl angeheuert hatte. Zuvor hatten die Damen schon die schönsten Unterhosenkreationen zwischen einst und jetzt zur Schau getragen.

Ihren Faschingseinstand gaben elf »Junglandfrauen« mit dem Märchen ums Bauernputtel vom X’e-Paul seim Hop. Dass die scheene Maad schließlich doch statt der beiden hässlichen Hofdöchter mit dem scheenen reichen Bauern beim Erntedankfest danze durft, verdankte sie der guten Kuhstallfee.

Mit dem Mörlauer »Alte Kameraden«-Funkentanz weckten die Neulinge um ihr »Mariechen« Ulrike Herr beim Publikum närrische Erinnerungen. Viel Beifall und hochprozentige Orden gehörten allen Akteuren vor und hinter der Bühne, insbesondere auch Gudrun Scheibel fürs Manövrieren der Requisiten.

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