22. September 2010, 16:40 Uhr

Doppeljubiläum bei den Landfrauen

Ober-Mörlen (hau). Ihre Feier zum Doppeljubiläum wird den Ober-Mörler Landfrauen und ihren Gästen noch lange in bester Erinnerung bleiben. Heitere Stimmung griff im herbstlich dekorierten Bonifatiussaal Raum, als die Festrunde mit einem Gläschen Sekt, der Begrüßung durch die Vorsitzende Walburga Feuerstein und dem gemeinsam gesungenen Hessenlied zur Klavierbegleitung von Hansjörg Weckler in Schwung kam.
22. September 2010, 16:40 Uhr
Die anwesenden geehrten Landfrauen mit der Bezirksvorsitzenden Brigitte Albrecht (hinten li.) und der Ortsvorsitzenden Walburga Feuerstein (2. von links): Elfriede Wagner, Gerlinde Scheibel, Rosi Grünen und Eva Jakobi (stehend) sowie (vorn) Anni Swoboda, Maria Born und Anni Berdel.

Dem Rückblick auf 50 Jahre Ortsverein und 20 Jahre Tanzgruppe war eine üppig bestückte Kuchentafel vorgeschaltet, und der MCC-Musikzug »Rote Husaren« spielte die beschwingte »Kaffeehausmusik« dazu. Viel Beifall gab es auch für eine junge Ober-Mörler Tanzformation, die ihre »Bauer-sucht-Frau«-Choreografie mitgebracht hatte. »Vielleicht sind das die Landfrauen von morgen«, vermutete Walburga Feuerstein mit Blick auf die adretten Töchter des Dorfes.

Bevor die eigene Geburtstags-Tanzgruppe mit ihren neuesten Tänzen begeisterte, packten Bürgermeister Sigbert Steffens, Pfarrer Jürgen Rump und die Bezirksvorsitzende Brigitte Albrecht die Gelegenheit beim Schopf, dem traditionsreichsten Frauenverein Ober-Mörlens zu gratulieren. Als Teil der größten Frauenbewegung Hessens seien die Landfrauen aus dem modernen Leben auf dem Land nicht wegzudenken.

Mitten aus dem Leben der selbstbewussten Frau vom Land erzählte Brigitte Koischwitz in ihrem »Einfrautheater«. Eine Stunde lang ließ die temperamentvolle Autorin, Malerin und Schauspielerin aus Bad Endbach bei Marburg ihre Schmunzellektüre live erleben. Lebensfroh ließ sie das Publikum in ihr Herz schauen und an allen Emotionen teilhaben, die das Leben zu bieten hat.

Beispielsweise am »vierten Versuch«, einem Hochzeitstag mit Blutdruckmessgerät und Pferdesalbe statt der erhofften Rosen und der Einsicht: »Ich hätte beim Ersten bleiben sollen, es wird nicht besser, sondern nur anders«. Oder an der Erkenntnis, dass Männer im Haushalt nichts sehen und nichts hören, die Frau aber tausend Dinge gleichzeitig kann. »Männer haben viele gute Gedanken, sie sollten sie auch herauslassen«, empfahl die Schauspielerin dem starken Geschlecht, seine Zuneigung zur Ehefrau öfter in Worte zu fassen. Koischwitz’ Gedanken zu Gesundheit, Glauben, Figur und Mode entlockten Frauen wie Männern im Saal Freudentränen und stürmischen Applaus.

Viel Beifall hatten zuvor die langjährigen Mitglieder des Ortsvereins geerntet, allen voran Maria Born, die für 58 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde. Sie hatte bereits den in Butzbach angesiedelten Vorläufer zum eigenen Landfrauenverein an der Usa mitbegründet. Dem gehören seit 50 Jahren Anni Schmidt und Anni Swoboda an, seit 40 Jahren halten ihm Anni Berdel und Elfriede Wagner die Treue, und seit 30 Jahren sind Rosi Grünen, Else Hundhammer, Eva Jakobi und Gerlinde Scheibel dabei. Mit dem »Landfrauenlied« ging das Jubelfest standesgemäß zu Ende.

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