23. Juni 2010, 16:52 Uhr

Obstwiesenroute: Lückenschluss zum Taunus

Ober-Mörlen-Langenhain-Ziegenberg (hau). Knallrot und pausbackig lacht der Apfel - umkränzt von einem grünen Pfeil - seinen Betrachter an. Wer den kleinen Wegweisern beim Wandern oder Radeln noch nicht gefolgt ist, sollte das nachholen - und wird auf den Geschmack kommen, im wahrsten Sinn des Wortes. Die markanten Täfelchen sind im ganzen Land überall dort am Wegesrand zu finden, wo sich die »Hessische Obst- und Apfelweinroute« durch die schöne Natur schlängelt, an sehenswerte Orte führt und zu besonderen Veranstaltungen sowie zum Schmausen und Kaufen von heimischen Produkten einlädt.
23. Juni 2010, 16:52 Uhr
Mit der ersten Hinweistafel an der Usabrücke in Langenhain-Ziegenberg geht die Erweiterungsschleife der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute offiziell an den Start. (Foto: Hausmanns)

Ober-Mörlen-Langenhain-Ziegenberg (hau). Knallrot und pausbackig lacht der Apfel - umkränzt von einem grünen Pfeil - seinen Betrachter an. Wer den kleinen Wegweisern beim Wandern oder Radeln noch nicht gefolgt ist, sollte das nachholen - und wird auf den Geschmack kommen, im wahrsten Sinn des Wortes. Die markanten Täfelchen sind im ganzen Land überall dort am Wegesrand zu finden, wo sich die »Hessische Obst- und Apfelweinroute« durch die schöne Natur schlängelt, an sehenswerte Orte führt und zu besonderen Veranstaltungen sowie zum Schmausen und Kaufen von heimischen Produkten einlädt.

Im Herzen Hessens ist das die Regionalschleife Wetterau. Die besteht aus acht gut beschilderten Rundkursen, deren Nummer. 6 unter dem Namen »Eine Burg, eine Perle und viele Rosen« den Landstrich zwischen Bad Nauheim, Butzbach, Münzenberg und Rockenberg umrundet. Seit Dienstag hat die 43 Kilometer lange Runde Nachwuchs: Einer Nase gleich in Richtung Taunus gehört jetzt die Erweiterungsschleife rund um Langenhain-Ziegenberg, Wiesental, Fauerbach und Ober-Mörlen zur Apfelwein- und Obstwiesenroute durch die Wetterau.

»Wir wollen die Regionalschleife Wetterau um einen malerischen Abschnitt an der Usa, ein interessantes Örtchen inmitten vieler Streuobstwiesen, mit vielen Geschichten zu Römern und Goethe und mit zwei urigen Gastwirtschaften erweitern«, freute sich Dr. Eric Meyer in seiner Begrüßung. Der Vorsitzende des Langenhain-Ziegenberger Arbeitskreises Naturschutz und sein Team hatten lange daran gearbeitet, die Eingliederung in die Hessenroute und ihre Beschilderung spruchreif zu machen.

Der Nutzen für Mensch und Natur liege auf der Hand: Im »Vorbeiradeln« oder Wandern eröffne sich das Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Natur, Landwirtschaft, Handwerk und Historie. Gemütliche Gastwirtschaften und Einkaufsmöglichkeiten bei Direktvermarktern rundeten das Erleben ab.

Die Verknüpfung mit der Hessenroute und weiteren überregionalen Radwanderwegen sei gut gelungen, lobte Peter Rudel vom Fachbereich Regionalentwicklung beim Wetteraukreis die »runde Sache«. Die Wetterau sei nicht von ungefähr bekannt als das »Land, in dem das Stöffche wächst«. Immerhin wachse hier mit einer Viertelmillion Apfel- und Obstbäumen der größte Streuobstbestand Hessens.

Ulli Schwabe, frischgebackener Vorsitzender des Trägervereins »Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute im Wetteraukreis«, unterstrich dessen Ziele: Den Artenreichtum von Flora und Fauna erhalten, die Brauchtumspflege beleben, Rad- und Wanderrouten anbieten, bei der Erzeugung hochwertiger Produkte aus der Heimat helfen und ihre Vermarktung ankurbeln.

Ottmar Rees vom Butzbacher Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsbüro begrüßte die Erweiterung der Schleife durch Fauerbach. Nicht zuletzt freuten sich die Besitzer der beiden Partnerbetriebe »Zum Taunus« (Christel Weil und Werner Habicht, Langenhain-Ziegenberg) und »Birkenhof« (Jürgen Becker, Fauerbach) über die Lage ihrer Gaststätten direkt an der beliebten Erlebnisroute.

Ober-Mörlens Bürgermeister Sigbert Steffens bezeichnete den Lückenschluss zwischen Wetterau und Taunus als zukunftsorientiert und dankte den ehrenamtlichen Wegbereitern aus der Naturschutzgruppe für ihre »Pionierleistung«. Radeln und Wandern, zumal derart dicht an Natur und Kultur, werde am Rand von Rhein-Main zunehmende Bedeutung bei der Steigerung der Lebensqualität gewinnen.

Detaillierte Infos zu Routen, markanten Punkten und Veranstaltungen gibt’s im Netz unter www.apfelwein-obstwiesenroute-wetterau.de.

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