10. Februar 2010, 17:46 Uhr

Am Sonntag trifft sich in Mörlau die närrische Wetterau

Ober-Mörlen (at/hau). Seit Wochen sind in Mörlau ein Hämmern, Sägen und Rangieren zu vernehmen. Hinter verschlossenen Türen und unter größtmöglicher Geheimhaltung werden Motiv- und Prunkwagen für den größten närrischen Lindwurm der Wetterau am kommenden Sonntag vorbereitet.
10. Februar 2010, 17:46 Uhr
Wofür diese große blaue Kugel wohl gedacht ist, wissen am besten die Motivwagenbauer der KG Mörlau.

Ober-Mörlen (at/hau). Seit Wochen sind in Mörlau ein Hämmern, Sägen und Rangieren zu vernehmen. Hinter verschlossenen Türen und unter größtmöglicher Geheimhaltung werden Motiv- und Prunkwagen für den größten närrischen Lindwurm der Wetterau am kommenden Sonntag vorbereitet. Tonnenweise Drahtgestelle, Holzunterbauten, Pappmaschee, Farben, Nägel und Schrauben werden verarbeitet, um kreative Ideen und Baupläne in die Tat umzusetzen.

Auf der Zielgeraden freuen sich allen voran die ehrenamtlichen Wagenbauer der beiden Karnevals- und der Ortsvereine, dass nach zahllosen Arbeitsstunden in Kälte, Staub und Spannung Tausende von Fassenachtern ihre Werke bestaunen werden. Zudem haben sich in ungezählten Näh- und Schminkstuben emsige Helfer ins Zeug gelegt, um das bunte Bild der Fastnachtshochburg abzurunden, die Musiker proben, um auch im Laufen saubere Töne zu spielen, in den Haushalten und Gaststätten wird geputzt, gebacken, gekocht und dekoriert, und angesichts der Wetterprognosen dürften sich in fast jedem Haus kleine und große Karnevalisten praktische Gedanken zur Wappnung gegen die Kälte machen.

500 Gardemädchen, 17 Musikzüge

Kurzum: Alle Vorbereitungen sind getroffen, damit für die Freunde des Wetterauer Karnevals die Zeichen wieder auf Spaß in Mörlau stehen. Nicht weniger als 111 Zugnummern wollen jede Menge Augenschmaus bieten, und so manchem Bewerber musste nach Auskunft der veranstaltenden 1. Karnevalgesellschaft Mörlau auch in diesem Jahr abgesagt werden, weil nicht mehr Gruppen und Wagen auf die fünf Kilometer lange Strecke passen.

Mit dabei sind ein Großteil der Wetterauer Karnevalsvereine und der Mörlauer Ortsvereine. Insgesamt werden in 17 Musikzügen gut 500 Musiker, dazu über 500 Gardemädchen und insgesamt mehr als 2000 Aktive aus nah und fern für ein närrisches Spektakel unter der Regie der 1. Karnevalsgesellschaft Mörlau und ihres neuen Zugmarschalls Thomas Rau sorgen.

Ab 10 Uhr sammeln sich alle Gruppen in den dafür ausgewiesenen Ortskernstraßen. Von 12 bis 19 Uhr sind die Straßen von »Klein Mainz am Usastrand« dann ganz dem närrischen Fuß- und Wagenvolk vorbehalten.

Der Durchgangsverkehr auf der Bundesstraße wird innerörtlich umgeleitet, und auch Parkplätze werden dann nur noch am Ortsrand zu finden sein.

Nach der offiziellen Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Sigbert Steffens mit der Proklamation des Prinzenpaars geht der Umzug um 14.11 Uhr auf seine fünf Kilometer lange Strecke. Im Anschluss bieten das Dorf, seine Gastronomen und private Initiativen den Gästen Unterhaltung, Speis und Trank.

Sechs närrische Tage in Mörlau

Eingeleitet werden die tollen Tage von Mörlau heute mit der Weibersitzung der KG in der Usatalhalle sowie Ramba-Zamba mit den MCC-Dibbeklobbern und der Sambagruppe »Vamos là« in der Festhalle der Waldlust. Morgen Abend steigt in der Usatalnarrhalla die Männersitzung der KG Mörlau, und am Samstag stürmen die Abordnungen des MCC das Rathaus, bevor es in der Usatalhalle mit seinem »Ball der 1000 Masken« weitergeht.

Am Rosenmontag findet um 14.11 Uhr der traditionelle Kinderumzug der KG vom Schloss zur Usatalhalle mit anschließendem Maskentreiben statt. Der Maskenball des Turnvereins beschließt den Rosenmontag. Das bunte Maskentreiben setzt sich am Dienstag in allen Gassen, Straßen und Lokalen fort, bis um Mitternacht unter Heulen und Zähneknirschen die Narren von Mörlau das Ende der Kampagne besiegeln.

Letzter offizieller Akt ist am Aschermittwoch nachmittags im Rathaus die Schlüsselrückgabe der Regenten von Mörlau, Prinz Roland I. und Prinzessin Renate II. mit Hofstaat Ulrich und Brigitte Domogalla an den Rathauschef.



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