25. Januar 2009, 19:16 Uhr

Tango, Hölle und Hexentanz zum Politik-Menü

Ober-Mörlen (at). Die erste Kostümsitzung der KG Mörlau war am Samstag in der prächtig dekorierten und ausverkauften Usatal-Narrhalla ein brilliantes Feuerwerk der guten Laune.
25. Januar 2009, 19:16 Uhr
Schon als Bub und Mädchen nicht ein Herz und eine Seele: Corinna Schneider und Philippe Woerner. (Fotos: Hausmanns)

Ober-Mörlen (at). Die erste Kostümsitzung der KG Mörlau war am Samstag in der prächtig dekorierten und ausverkauften Usatal-Narrhalla ein brilliantes Feuerwerk der guten Laune.

Eine Menge Auftritte hatten die Akteure zu einem abwechslungsreichen, über vierstündigen karnevalistischen Non-Stop-Programm zusammengestellt. Bei spritzigen Büttenreden, gelungenen Einlagen und gekonnten Tanzbeiträgen blieb kein Auge trocken. Von Anfang an herrschte beste Stimmung dank der Hauskapelle »Night Birds«.

Der 1. Vorsitzende Manfred Seipel begrüßte die befreundeten Karnevalsvereine aus der näheren und weiteren Umgebung, das Prinzenpaar von Rosbach, das Dreigestirn mit Gefolge aus Wölfersheim, Bürgermeister Sigbert Steffens und sogar Landrat Joachim Arnold.

Mit dem Einzug des Elferrates begann der offizielle Teil des Abends. Unter vielkehligem »Mörlau« begleiteten die über 100 Gardemädchen Bernd I. und Prinzessin Natascha I. (Bernd Agethen und Natascha Seipel) mit ihrem Hofstaat Torsten Metz und Christina Trier auf die Bühne, wo die Tollitäten ihre närrischen Untertanen gebührend begrüßten.

Im Anschluss begeisterte die große Prinzengarde mit ihrem Gardetanz, bevor »Chefkoch« Wolfgang Klingohr das Wort ergriff und mit einem gelungenen Arrangement aus Orts- und Weltpolitik ein mehrgängiges politisches Menü bereitete.

Als Boxer schauten die »YoungStars« in die »Augen des Tigers« und belebten die Bretter der Narretei mit einem gekonnten Aktiv- und Fitness-Programm.

Mörlau sucht das Supertalent - Ulrike Möller überzeugte die Besucher, dass man im Zeitalter der Handys, Computer und Taschenrechner nicht mehr denken muss, sondern es sich nur noch vor der »Glotze« gemütlich machen. Denn alles erledigt sich wie von selbst.

Die Mädchen der mittleren Garde entführten die Besucher mit einem Hexentanz auf den sagenumwobenen Brocken - mit jeder Menge Beifall wurden sie belohnt.

Als Neuling auf der Bühne brillierte Christoph Petri. Mit »Hölle, Hölle«, »Ein Stern« und »Manchmal möchte ich gern mit dir« bestieg er die musikalische Bühne und hatte es nicht schwer, die tolle Stimmung für sich zu gewinnen.

Über ihre Kinderzeit und dem Kampf der Geschlechter, nicht nur wörtlich, sondern auch in perfekter Darstellung, berichteten Corinna Schneider und Philippe Woerner.

Ein weiterer Sitzungsgarant der KG sind die Sternschnuppen. Als »Kosaken« in farbenprächtigen Kostümen ernteten sie riesigen Applaus. Dann gab’s Stress: Den hatte der »alte Landarzt« Harald Faust mit seinen Patienten. Von Gestik, Mimik und Ambiente lebte der Beitrag der »Mörlauer Putzfrau« Astrid Trier, die wie immer das närrische Volk begeisterte und den Büttenreigen nach der Pause wieder eröffnete.

Äußerlich entsprechend ausstaffiert gelang den Herren des Männerballetts mit dem »Dschungelbuch« eine besondere Herausforderung ans Zwerchfell.

Über ihre Kreuzfahrt auf dem »Traumschiff Hapag Blub« berichteten Jenny und Bianca Werner. Sie träumten von historischen Reisen in vergangene Welten und landeten bei der Loreley. Die »Prinzen« mischten mit »Joana«, dem »Schäfer-Lied« und dem »Flieger« nicht nur das Publikum, sondern auch die Bühne richtig auf.

Eine SMS zu verschicken ist gar nicht so einfach. Wenn nur ein Buchstabe vertauscht wird, kann das zu einem riesigen Missverständnis führen - das wusste Manfred Möller seinem Publikum musikalisch und in Worten zu vermitteln.

Ein wahrer Augenschmaus war der Schautanz der großen Showtanzgarde. Mit ihrem atemberaubenden Tango verwandelten sie in ihren spanischen Kostümen die Narrhalla in ein karnevalistisches Sevilla.

Zum Schluss holte Sitzungspräsident Alexander Müller alle Aktiven noch einmal zum großen Finale auf die Bühne. Und danach wurde noch bis in die frühen Morgenstunden das Tanzbein geschwungen.

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