19. Januar 2009, 20:14 Uhr

Ehrenamtspreis für Beate Legat und Marie Wagner

Ober-Mörlen-Langenhain-Ziegenberg (hau). Aufbruchstimmung und eine Atmosphäre konstruktiven Miteinanders bestimmten am Freitagabend im Dorfgemeinschaftshaus den Neujahrsempfang der Gemeinde. Zahlreiche Vertreter des gesamten gesellschaftlichen Spektrums konnte der Erste Beigeordnete Wolfgang Richter begrüßen, Genesungswünsche gingen an Bürgermeister Sigbert Steffens wenige Tage vor dessen Rückkehr ins Rathaus. Der Gesangverein »Liederkranz« gab dem von Gemeindemitarbeiterin Bärbel Liebert organisierten Empfang mit festlichen und beschwingten Liedern den angemessenen Rahmen, während Familie und Freunde des Rathauschefs die Gäste umsorgten.
19. Januar 2009, 20:14 Uhr
Beate Legat mit Wolfgang Richter und Pfarrer Karl-Hans Keil. (Fotos: Hausmanns)

Ober-Mörlen-Langenhain-Ziegenberg (hau). Aufbruchstimmung und eine Atmosphäre konstruktiven Miteinanders bestimmten am Freitagabend im Dorfgemeinschaftshaus den Neujahrsempfang der Gemeinde. Zahlreiche Vertreter des gesamten gesellschaftlichen Spektrums konnte der Erste Beigeordnete Wolfgang Richter begrüßen, Genesungswünsche gingen an Bürgermeister Sigbert Steffens wenige Tage vor dessen Rückkehr ins Rathaus. Der Gesangverein »Liederkranz« gab dem von Gemeindemitarbeiterin Bärbel Liebert organisierten Empfang mit festlichen und beschwingten Liedern den angemessenen Rahmen, während Familie und Freunde des Rathauschefs die Gäste umsorgten.

Kommunikation und Information

Es war denn auch Steffens’ Philosophie des gedeihlichen Miteinanders, die den gelungenen Start ins neue Jahr beflügelte. Nach seinem Willen sollen Gedankenaustausch und gegenseitiges Kennenlernen Leben in Strukturen und den persönlichen Umgang der Bürger untereinander bringen. Besondere Menschen und ausgesuchte Firmen erhalten Gelegenheit, ihr Tun vorzustellen, und für herausragende ehrenamtliche Arbeit lobt die Gemeinde jährlich einen Förderpreis aus. Die Auszeichnung ging diesmal an Beate Legat (Katholische öffentliche Bücherei) und Marie Wagner vom »Liederkranz«.

Zuvor verband der Erste Beigeordnete seine Neujahrswünsche mit dem Dank an Bürger und Firmen für die gute Zusammenarbeit. Die Situation des Wirtschaftsstandorts Ober-Mörlen beschrieb Richter als positiv. 1000 Arbeitsplätze bei 6000 Einwohnern, eine »sehr niedrige« Prokopf-Verschuldung von 250 Euro, die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes und die Ansiedlung weiterer Firmen belegten den Aufwärtstrend. Richter rief auf zu Toleranz und Aufgeschlossenheit. Speziell wünschte er sich ein positives Verständnis der Bevölkerung für die Arbeit der Kommunalpolitiker. »Dazu wäre allerdings ein respektvoller und fairer Umgang der Gemeindepolitiker untereinander Voraussetzung, was sicher 2008 nicht immer der Fall war«, so Richter.

Berichte aus Wissenschaft, Wirtschaft und Freizeit begeisterten in diesem Jahr besonders. Der gebürtige Ober-Mörler Prof. Andreas Geck fesselte die Zuhörer mit seinen Ausführungen zu einem neuartigen Implantat zur Stabilisierung der Halswirbelsäule. Mit dem Ergebnis seiner Doktorarbeit hatte der Diplomingenieur an der FH Gießen-Friedberg derart überzeugt, dass der 38-Jährige nicht nur das Patent erhielt, sondern kürzlich als Professor an die Hochschule Amberg-Weiden berufen wurde.

Sein Event-Logistik-Unternehmen Party Rent stellte Geschäftsführer Christian Eichenberger vor. Der 29-jährige Unternehmer schilderte den steilen Aufstieg der Firma zum deutschen und ab diesem Jahr wohl europaweiten Marktführer rund um jegliches Non-Food-Mietmaterial, das man für Veranstaltungen jeder Art und Größe braucht.

Die von ihm geführte Filiale Frankfurt wird derzeit auf mehreren Tausend Quadratmetern im jüngsten Ober-Mörler Gewerbegebiet an der Autobahn neu errichtet und ist eine von bislang elf Niederlassungen in Europa. Im März soll Umzug sein. Eichenberger lobte die zügige und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Rathaus.

Den Reigen schloss Eckhard Fuss mit der gestrafften Version einer Bilderschau zu seiner abenteuerlichen Radtour nach Peking.

Die Laudatoren zum Ehrenamtspreis gingen ein auf das vielfältige Engagement von Marie Wagner und Beate Legat.

»Seele des Vereins«

Gemeindeparlamentsvorsteher Joachim Reimertshofer umriss den seit 35 Jahren währenden Einsatz Wagners für den Gesangverein sowie ihr Engagement im Förderverein der Sozialstation Bad Nauheim/Rockenberg/Ober-Mörlen seit 25 Jahren. Im Chor ihrer Heimatgemeinde nahm Ehrenmitglied Marie Wagner neben dem aktiven Singen zahlreiche Vorstandsaufgaben wahr, darunter 25 Jahre als Schriftführerin und fünf Jahre als Vorsitzende. Als »Seele des Vereins“ habe sie sich immer auch um soziale Aspekte innerhalb des Chores, seine Einbindung in den Ort und seine Kontakte bis ins europäische Ausland gekümmert und verdient gemacht. Mit ihren buchhalterischen Fähigkeiten erweise sie dem Förderverein der interkommunalen Sozialstation bis heute außerordentliche Dienste. Reimertshofer unterstrich unter Applaus: »Nur wenn sich Menschen so wie Frau Wagner einsetzen, wird unsere Gemeinde sich die Vereinsvielfalt und damit die kulturelle Vielfalt und damit wiederum ihre Lebensqualität erhalten können.«

»Nicht mehr wegzudenken«

Auf das vielfältige Wirken von Beate Legat ging Pfarrer Karl-Hans Keil von der katholischen Pfarrgemeinde St. Remigius ein. Seit über 30 Jahren leite Legat die öffentliche Bücherei der Pfarrgemeinde, sie sei seit Jahrzehnten nicht wegzudenken aus dem Boni-Team und aus dem Kreativteam, stehe ihren Mitmenschen seit ebenso langen Jahren als Kommunionhelferin und Lektorin zur Seite und habe dem Pfarrgemeinrat über zwölf Jahre angehört. Am Beispiel der Büchereileitung vergegenwärtigte der Laudator, dass die sichtbare Arbeit nur etwa ein Sechstel des ganzen »Eisbergs« ausmache. Zugleich erfahre die strahlende Förderpreisträgerin im Kontakt mit Menschen auch erhebliche Bereicherung.

Auf die Frage, wie Menschen viele (ehrenamtliche) Tätigkeiten unter einen Hut bringen können, fand Keil eine scheinbar leichte Antwort: »Es ist wie bei den Knödeln - einer nach dem anderen.«

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