08. Juli 2012, 16:03 Uhr

Thomas Knedelhans wird neuer Pfarrer von Ilbenstadt

Niddatal-Ilbenstadt (udo). Am 15. September wird Thomas Knedelhans in der Basilika Maria, Sankt Peter und Paul die Nachfolge von Pfarrer Dr. Vinko Kraljic antreten.
08. Juli 2012, 16:03 Uhr
Das Logo beweist: Thomas Knedelhans wird Pfarrer von Ilbenstadt und Hausgeistlicher der Bildungsstätte Sankt Gottfried.

Zudem betreut er weiterhin als Seelsorger das Jugendhaus Sankt Gottfried des Bistums Mainz. Da das Pfarrhaus renoviert werden muss, zieht Knedelhans zunächst ins sogenannte Pilgerhaus auf dem Gelände des ehemaligen Prämonstratenserklosters. Bis vor Kurzem war Knedelhans Pfarrer in Nieder-Mörlen, am 1. Juli ist er dort verabschiedet worden.

Beim Besuch des Berichterstatters in der »Übergangswohnung Pilgerhaus« schlägt Knedelhans vor, ihn vor seinem Bus zu fotografieren. Denn dessen Logo zeige sehr schön, dass die Basilika das Jugendhaus stütze – und umgekehrt. Nur die Beschriftung werde in Kürze ergänzt, denn da fehle die Pfarrei Maria, Sankt Peter und Paul. Schließlich war Vorgänger Kraljic »nur« für die Pfarrei zuständig. Knedelhans hebt hervor: »Ich bin von September an sowohl Pfarrer von Ilbenstadt als auch Hausgeistlicher der Familienbildungsstätte Sankt Gottfried.«

Knedelhans freut sich »bei aller verarbeiteter Trauer« über den Abschied aus Nieder-Mörlen darüber, dass er die Funktion des Hausgeistlichen nun vor Ort vornehmen kann. Denn: »Jugendarbeit lebt von der persönlichen Begegnung.« Nach seinen Eindrücken von Ilbenstadt gefragt, spricht der neue Pfarrer von einer »tollen Kirche«. Er sehe seine große Aufgabe darin, »Hüter am Grabe des Heiligen Gottfrieds« zu sein. Ihn beeindrucke, dass Gottfried als eine der führenden Gestalten seiner Zeit »alles umgeworfen« und im Kloster die niedrigsten Arbeiten verrichtet habe.

Nachdem er bis vor drei Jahren die Wetterau unterschätzt habe, überlege er jetzt, wie das Gottfriedsfest zu einem Treffpunkt des ganzen Dekanats werden könne. Durch das Haus Sankt Gottfried sei Ilbenstadt ein spiritueller Ort des Dekanats, und auch die Logistik stimme. Zudem habe Papst Johannes Paul II. gesagt, Wallfahrtsstätten (wie die Basilika und die nur sieben Kilometer entfernte Kirche Maria Sternbach) seien die wahren Hauptstädte.

Knedelhans will weiterhin der Musik eine wichtige Stellung in der Gestaltung der Gottesdienste geben. Auch wenn er die Flötenschola nicht selber leiten könne, so werde er sie doch unterstützen. Und wenn der Chor einen Dirigenten brauche, werde er sehen, wo sich das Geld für das Honorar finden lasse. Knedelhans will mit seinen Stärken arbeiten und nur in Maßen seine Grenzen erweitern. Das Zeltlager werde fortgeführt, Führungsqualitäten seien überall notwendig.

Knedelhans will antreten als »Stürmer für den Heiligen Gottfried, die Basilika und die Erneuerung gemäß dem Zweiten Vatikanischen Konzil.« Er betont, die Kirche müsse arm, solidarisch und international sein. Schließlich kämen die meisten jungen Priester aus Indien und Afrika, nicht aus Deutschland. Unsere mitteleuropäische Wahrnehmung sei sehr limitiert, denn in Rom und bei den Weltjugendtagen sehe man, wie jung die Kirche sei.

Knedelhans ist Mitglied der Schönstatt-Bewegung, die für die Erneuerung eintritt und freut sich auf die Ökumene in Ilbenstadt. Er betont: »Wir müssen mehr aus den Perlen machen, die wir haben.« Bevor er im September seine neue Stelle antritt, reist er für vier Wochen nach Indien. (Foto: udo)

Im Frankfurter Westend geboren, kam Knedelhans früh nach Gustavsburg und dann nach Mainz. Später zog die Familie nach Nieder-Olm. Hier wirkte er im Bläser- und im Kirchenchor mit und feierte auch seine Primiz. Das Abitur bestand er am Willigis-Gymnasium. Das Studium in Mainz wurde von einem Freiseminar an der Pontificial University im Maynooth in der Nähe von Dublin unterbrochen. Knedelhans wurde 1987 vom Bischof Karl Lehmann im Hohen Dom Sankt Martin zu Mainz zum Priester geweiht. Als Kaplan wirkte er bis 1994 nacheinander in Sankt Aposteln zu Viernheim, in der Basilika Sankt Martin zu Bingen und in Sankt Nikolaus zu Jügesheim. Bis 2000 war er Religionslehrer und Schulseelsorger in Darmstadt sowie geistlicher Begleiter für die Katholische Studierende Jugend. In den folgenden Jahren war er als Pfarrer oder Pfarrverwalter in Sankt Cäcilia zu Heusenstamm, in Herz-Jesu zu Kelsterbach und in Sankt Martin zu Mainz-Finthen tätig. 2009 wurde er Pfarrer in Maria Himmelfahrt zu Nieder-Mörlen. (udo)

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