26. Mai 2010, 11:06 Uhr

»Mit Aspirin das Schlaganfall-Risiko verringern«

Niddatal-Bönstadt (sl). »Der Schlaganfall und seine Ursachen« war Thema eines Informationsabends im Bürgerhaus, zu dem die VdK-Ortsgruppen aus Bönstadt, Assenheim und Ilbenstadt eingeladen hatten.
26. Mai 2010, 11:06 Uhr
Dr. Thomas Umscheid mit den VdK-Vorsitzenden Heinz Meiß (l.) und Walburga Preis. (Foto: sl)

Niddatal-Bönstadt (sl). »Der Schlaganfall und seine Ursachen« war Thema eines Informationsabends im Bürgerhaus, zu dem die VdK-Ortsgruppen aus Bönstadt, Assenheim und Ilbenstadt eingeladen hatten. Gespannt lauschten etwa 60 Zuhörer den Ausführungen von Dr. Thomas Umscheid, Chefarzt der William-Harvey-Klinik Bad Nauheim. Routiniert und mit rhetorischem Geschick verstand er es, die Zuhörer mit der schwierigen Materie vertraut zu machen, Fachkenntnisse zu vermitteln und Aufklärungsarbeit zu leisten.

Auf die Bedeutung des Themas für älter werdende Menschen hatte der Vorsitzende des Bönstädter VdK, Heinz Meiß, bereits bei seiner Begrüßung hingewiesen. Umscheid nahm den Impuls auf und setzte gleich zu Beginn seines einstündigen Vortrags markante Zeichen: »Der Schlaganfall ist in aller Munde. Und er kann in vielen Fällen vermieden werden.« Aufklärung und Vorsorge seien die Gebote der Stunde. Nach dem Schlaganfall seien Rettungsversuche kompliziert, die Folgen oft fatal und kostenintensiv. In Deutschland erlitten durch einen Schlaganfall etwa 200 000 Menschen jährlich dauerhafte Lähmungen des Bewegungsapparates oder des Sprechvermögens. Vielen Patienten hätte diese Tortur erspart werden können, wären frühzeitig Vorsorgemaßnahmen ergriffen worden, meinte der Mediziner.

Zu diesen könne die Einnahme von Aspirin gerechnet werden, sagte Umscheid. Das Mittel helfe Menschen ab 60, die Verengung der Blutgefäße zu reduzieren.

Ausführlich schilderte Umscheid die Symptome, an denen ein Schlaganfall zu erkennen sei. Bereits eine flüchtige Sehstörung könne symptomatisch sein. Jeder sei gut beraten, zu hohen Blutdruck, hohe Zuckerwerte oder Fettstoffwechselstörungen frühzeitig durch die Einnahme von Medikamenten zu behandeln.

Kardiologen und Internisten könnten Fehlentwicklungen im Körper gezielt erkennen. Pillen seien dann das einfachste Mittel, einem Schlaganfall vorzubeugen. Außerdem könnten durch Ultraschall-Untersuchungen mögliche Gefahren sichtbar gemacht werden. Schlaganfälle, so sein Resümee, sollten erst gar nicht entstehen dürfen.

Wenn die ausreichende Sauerstoff-Versorgung des Gehirns nach einem Schlaganfall nicht mehr gewährleistet sei, könne dem Patienten durch operative Eingriffe in vielen Fällen geholfen werden. Schlaganfälle führten meist nicht zum Tode, körperliche und geistige Gebrechen seien jedoch nicht auszuschließen.

Ausführlich schilderte der Chefarzt die verschiedenen Eingriffsmöglichkeiten nach einem Hirnschlag. Anhand von markanten Bildern machte er deutlich, dass trotz aller medizinischen Fortschritte operative Eingriffe an der Halsschlagader nur von Experten vorgenommen werden könnten. Erfahrungen zeigten, dass mit der Einführung von Stents bestehende Verengungen beseitigt werden könnten. Diese Methode werde allerdings nicht von alle Patienten vertragen. Den Zuhörern empfahl Umscheid ein individuelles Therapiekonzept. »Damit Sie nicht der Schlag trifft.«

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