10. Juli 2009, 18:06 Uhr

Unmut über Bordsteine und Umleitungen

Niddatal-Assenheim (udo). Nachdem Anfang der Woche die Sanierung der Ortsdurchfahrt begonnen hatte (wir berichteten), wurde am Donnerstag bei einer Anwohnerversammlung im Bürgerhaus vielfach Kritik an der Vorgehensweise der Sperrungen laut.
10. Juli 2009, 18:06 Uhr
Teile der Hauptstraße sind bereits aufgerissen.

Niddatal-Assenheim (udo). Nachdem Anfang der Woche die Sanierung der Ortsdurchfahrt begonnen hatte (wir berichteten), wurde am Donnerstag bei einer Anwohnerversammlung im Bürgerhaus vielfach Kritik an der Vorgehensweise der Sperrungen laut. Sie konnte zum Teil von Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel, Diplom-Ingenieur Knut Hertwig von der Baufirma Pöyry und dem Geschäftsführer der Stadtwerke, Thomas Herdt, entkräftet werden, einige Anregungen der Anlieger wurden jedoch aufgenommen und sollen nun überprüft werden.

So will man darüber nachdenken, ob auf der langen Strecke zwischen der geplanten Querungshilfe am Bürgerhaus und der Ampelanlage an der Bushaltestelle in der Nähe der Apotheke ein zusätzlicher Zebrastreifen installiert werden kann. Bereits in früheren Versammlungen hatten einige Anwohner vehement dafür geworben, eckige Bordsteinkanten zu verwenden, damit die Autos nicht über die schmalen Gehwege fahren. Sie zeigten sich am Abend empört darüber, dass ihre Vorschläge nicht berücksichtigt werden.

Eckige Kanten kämen jedoch nicht infrage, da sie nicht behindertengerecht seien und scharfe Kanten erst gar nicht genehmigt würden, erläuterte Hertwig. »Es ist ganz einfach eng, wir können nicht zaubern.« »Die Polizei und das Amt für Straßen- und Verkehrswesen sind strikt gegen eckige Kanten«, sagte auch Hertel.

»Es ist eine Zumutung, was hier mit uns gemacht wird. Keinerlei Feedback wird berücksichtigt. Runde Bordsteine gefährden die Fußgänger und die Anwohner«, sagte ein aufgebrachter Anwohner daraufhin. Kritik gab es auch an der Beschilderung, die Autofahrer aus Richtung Bönstadt kommend immer wieder »sinnlos im Einbahnstraßenbereich herumführen« würde. Laut Hertel wurde die Beschilderung bewusst so aufgebaut, damit die Geschäfte noch erreicht werden können.

In der über weite Strecken emotional aufgeladenen Debatte wurden Beschwerden einiger Anwohner laut, dass sie während der Bauarbeiten über Tage und Wochen hin das Auto nicht in die Garage fahren könnten. Einerseits wurde bemängelt, dass auf den Schildern nur unzureichend auf die Arbeiten aufmerksam gemacht werde, andererseits stand die Beschwerde im Raum, der Hinweis, die gesamte Ortsdurchfahrt sei gesperrt, führe in die Irre, da die Verbindung von Ilbenstadt über Assenheim nach Bönstadt ja weiter bestehe.

Die Forderung, an der Stelle, an der die Eckgasse in die Hauptstraße mündet, ein Geländer anzubringen, könne nicht verwirklicht werden. Hertwig wies darauf hin, dass dann Kinderwagen und Rollatoren den engen Gehweg nicht mehr passieren könnten. Wie Hertel sagte, sollen alle Anwohner und die anderen Bürger auf der Stadthomepage <%LINK auto="true" href="http://www.niddatal.de" text="www.niddatal.de" class="more"%> aktuell darüber informiert werden, zu welchem Zeitpunkt bestimmte Grundstücke nicht erreichbar sind. (Fotos: udo/hed)

Eckdaten zur Sanierung

Die Ausbaulänge beträgt 640 Meter, auf denen die Gehwege mit Betonsteinpflaster versehen werden. Die Mindestgehwegbreite von 1,50 Metern lässt sich jedoch nicht überall realisieren. Im Bereich der Bushaltestelle werden die Wege erweitert. An der südlichen Einmündung von Wirtsgasse und Hauptstraße sowie am Bürgerhaus werden Fahrbahnteiler angebracht. Vor dem Alten Rathaus wird ein Gehweg aus Basaltpflaster gelegt. Die Bauzeit soll 256 Tage betragen. Der erste Abschnitt (Hauptstraße bis Einbahnstraßenverkehr) soll Anfang November abgeschlossen sein. Spiel das Wetter mit, könnte bis Juli 2010 der letzte Abschnitt an der Bönstädter Straße erreicht werden. (udo)

Schlagworte in diesem Artikel

  • Behindertengerechtheit
  • Bernhard Hertel
  • Diplom-Ingenieur
  • Polizei
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen