29. Januar 2010, 19:54 Uhr

Konfirmation feiern in Trennungs-Familien

Nidda/Gedern (pm). »Wer organisiert die Feier? Wer zahlt was? Wer wird dazu eingeladen und wer darf neben wem sitzen?« - diese und andere Fragen beschäftigen Familien im Zusammenhang mit der Feier der Konfirmation eines Kindes. In Familien nach Trennung oder Scheidung haben diese Fragen oft dann eine besondere Brisanz, wenn die Kommunikation zwischen Mutter und Vater schwierig ist.
29. Januar 2010, 19:54 Uhr

Nidda/Gedern (pm). »Wer organisiert die Feier? Wer zahlt was? Wer wird dazu eingeladen und wer darf neben wem sitzen?« - diese und andere Fragen beschäftigen Familien im Zusammenhang mit der Feier der Konfirmation eines Kindes. In Familien nach Trennung oder Scheidung haben diese Fragen oft dann eine besondere Brisanz, wenn die Kommunikation zwischen Mutter und Vater schwierig ist.

Angeregt durch eine Mutter hatte das Diakonische Werk Wetterau in Nidda dieses Thema aufgegriffen und zu einem Gesprächsabend nach Gedern eingeladen. Pfarrer Kurt Johann begrüßte neben einem Dutzend betroffenen Eltern die Sozialarbeiterin Kornelia Brückmann, die seit 25 Jahren Beratung und Begleitung von alleinerziehenden Familien in der Arbeitsge-meinschaft der Dekanate Büdingen, Nidda und Schotten anbietet. Gemeinsam mit Rita Stoll, Gemeindepädagogin in der Fachstelle Bildung, hatte Kornelia Brückmann viele Anregungen und Ideen mitgebracht, wie das Fest zum Fest wird, auch in Familien nach Trennung und Scheidung.

Im Mittelpunkt des Abends standen die Fragen der Eltern, die trotz Trennung und Scheidung das Fest der Konfirmation ihres gemeinsamen Kindes organisieren und feiern wollen. »Wer wird eingeladen und wer nicht?«, war die am häufigste gestellte Frage. Eine allgemein verbindliche Antwort kann es nicht geben, aber es wurde deutlich, dass die jeweilige familiäre Situation betrachtet werden muss. Eine wichtige Voraussetzung, zur Klärung dieser Frage ist, dass Mutter und Vater bereit sind, miteinander zu reden. Auch die Möglichkeit, in zerstrittenen Familien zwei Feiern zu organisieren, eine nach dem Vorstellungsgottesdienst und eine nach dem Konfirmationsgottesdienst, wurde diskutiert.

Allen Anwesenden war dabei wichtig, die Wünsche und Bedürfnisse des Konfirmanden dabei nicht aus dem Auge zu verlieren, der an diesem Tag im Mittelpunkt stehen sollte.

Auch die Frage der Finanzierung macht Absprachen zwischen den Eltern unumgänglich, denn es gibt keine rechtlichen Regelungen, auf die zurückgegriffen werden kann. Die Feier muss der Elternteil bezahlen, der sie organisiert und durchführt. Der andere Elternteil kann dabei finanziell helfen, muss aber nicht.

Viele Fragen wurden angesprochen und die Eltern konnten Anregungen mitnehmen. Für Familien in einer besonderen Konfliktsituation wurden weitere Beratungen und die Moderation von Paargesprächen als Hilfsmöglichkeit genannt. Hierfür haben sich sowohl Pfarrer Johann als auch Kornelia Brückmann angeboten.

Schlagworte in diesem Artikel

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 10 - 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.