24. September 2015, 09:23 Uhr

17 Azubis freigesprochen: Gute Aussichten im Job

Nidda (sax). 17 Auszubildende des Bauhauptgewerbes wurden am Freitag während einer Feier im Bürgerhaus freigesprochen. Dabei wurden sie erstmals als Gesellen angesprochen. Die Vertreter des Handwerks betonten, wie gut die Berufsaussichten gerade auch im Bauhauptgewerbe seien.
24. September 2015, 09:23 Uhr
»Ihr seid für unsere Gesellschaft unentbehrlich«, werden die Gesellen bei ihrer Freisprechungsfeier für ihren weiteren Berufsweg motiviert. (Foto: sax)

Bernd Wenzel, Vorstand der Bauinnung Wetterau, erinnerte an die Tradition des Handwerks und der Freisprechung. Damals hätten die Lehrlinge zur Familie des Lehrherrn gehört. »Sie waren von ihm abhängig, wie ein Kind von seinen Eltern abhängig ist. Heute ist vieles anders, und ich hoffe doch sehr, dass Sie Ihre Lehrzeit nicht als Freiheitsberaubung empfunden haben.«

Dennoch bedeute auch heute noch die Freisprechung eine neu gewonnene Freiheit, sich in seinem Beruf weiterzuentwickeln. Dazu gehöre auch, das Wissen immer auf dem neuesten Stand zu halten. »Aber Sie werden es schaffen. Ihre Qualität als Fachkraft ist gefragt, und diese Qualität wird sich immer durchsetzen«, zeigte sich Wenzel überzeugt.

»Lehrlinge werden gesucht, Gesellen ebenfalls. Sie sind gefragter denn je«, erklärte der Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, Klaus Repp. »Das Handwerk braucht Nachwuchs, das Handwerk braucht Spitzenkönner, wie Sie es sind. Das Handwerk lebt von der Qualifikation seiner Mitarbeiter.«

Repp betonte den Wert und die Qualität des dualen Ausbildungssystems. »Seien Sie Vorbilder für andere«, forderte er die Gesellen auf. »Sie sind prädestiniert, junge Menschen zu überzeugen, dass eine Ausbildung in einem Handwerksberuf das Tor öffnet für eine Karriere.«

Das Handwerk sei für unsere Gesellschaft unentbehrlich, unterstrich Bürgermeister Hans-Peter Seum. Ihre Ausbildung eröffne dank des umfangreichen Wissens, das die Gesellen erworben hätten, aber auch viele weitere Berufswege.

Kreishandwerksmeister Werner Ulowetz verwies auf die Vorteile des Handwerks. Mit 18 bis 20 Jahren schon verfügten die Gesellen über ein eigenes Einkommen. Sie hätten die Möglichkeit, auch durch die Weiterqualifizierung zum Meister und Techniker, den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien zu verdienen. Dagegen stünden manche Abiturienten auch nach Abschluss ihres Studiums vor einem unsicheren Berufsleben.

An diesen Gedanken knüpfte Dr. Friedrich Remes, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Holz- und Bautenschutzfachverbands, an. Er riet den Handwerksgesellen zu mehr Selbstbewusstsein. Ein Studienplatz koste etwa 9000 Euro im Jahr, Geld, das durch Steuern, die auch von Auszubildenden und Gesellen gezahlt würden, aufgebracht werde.

Das sind die Gesellen und ihre Ausbildungsbetriebe:

Maurer: René Gerber (Ausbildungsbetrieb G. Hillebrand, Butzbach), Niko Müller, Benjamin Schmidt (beide Adolf Lupp, Nidda), Stefan Schneider (Wenzel Bau, Büdingen), Serdar Ünsal (Projektbau, Florstadt), Amel Zahitovic (AR Bau, Bad Nauheim)

Holz- und Bautenschützer: Serband Abdullah (Weico, Frankfurt), Thomas Bentz (DT Systemtechnik, Neustadt), Adrian Lukas Birkenfeld (Hans Neeb, Wetzlar) , Enrico d’Agostino (Thomas Härtter, Maintal), Sebastian Kanzler (Th. Walzer, Kenzingen), Denis Kirschneit (Getfix Olaf Händeler, Schutterwald), Ricarda Lopez-Rodriguez (Arnold, Fernwald), Zoran Sendic (Skoko Bautenschutz, Weinheim), André Traut (Rhein-Main Spezialbau, Reichelsheim)

Straßenbauer: Leonel Alexandre Lopes Nunes (KST Bau, Butzbach), Marcel Parys (Krüger & Heinz, Glauburg)

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