29. April 2012, 17:08 Uhr

»Plattschwätzer« für’s »Keannerkrie«

Münzenberg-Gambach (bd). »Gestoppte voll« war am Freitagabend das Bürgerhaus. Über 300 Mundartfreunde hatten sich eingefunden zum 2. Wetterauer Mundartwettbewerb. Neun von einer Jury ausgewählte Teilnehmer standen auf dem Stimmzettel zur Auswahl.
29. April 2012, 17:08 Uhr
Aus der eigenen Feder: Selbstgemachtes trägt der Münzenberger Ralf Metzger vor.

Zur Siegerin kürte das Publikum Karin Bach aus Ulfa für ihren lustigen Beitrag »Wej froijer es Keannerkrie vier sich ging« (frei übersetzt: Wie früher die Babys auf die Welt kamen).

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Auf dem zweiten Platz landeten die Lokalmatadorinnen Margarete Wagner und Heike Sames aus Trais-Münzenberg mit ihrem Beitrag »Hoart o de Grenz«, eine Liebeserklärung an ihr Heimatdorf. Dritter wurde Bernd Schindel, seit 50 Jahren auf der Bühne bei der Laienspielschar Ebersgöns, mit »Moi Modderschbrooch«, einem Loblied auf das Mittelhessische.

Zunächst begrüßten Landrat Joachim Arnold und Bürgermeister Hans Jürgen Zeiß die Gäste im Saal, und beide lobten den Dialekt der Wetterau, der Heimat vermittle und Identifikation.

Das Programm war abwechslungsreich und hochkarätig, die Moderation hatte Wilfried Mohr, einer der Preisträger des 1. Mundartwettbewerbs, übernommen. Ihm stand Burkhard Wolf zur Seite, wie Mohr bekannt von den Theateraufführungen auf der Burg Münzenberg. Für die Musik sorgten Burkhard Wolf und und Norbert Schwab, unter anderem mit Liedern der Gruppe »Fäägmeel«. Besonders viel Beifall gab es für den Münzenberger Ralf Metzger, der in seinen Liedern beispielsweise das nicht mehr existierende Geschäft von »Ohlemutze Otto« besang.

Die weiteste Anreise der Teilnehmer hatte Jürgen Piwowar hinter sich. Der gebürtige Laubacher kam aus Lockstädt in Brandenburg und hatte eine respektvolle Reminiszenz an die Gambacher »Ratzkathrein« mitgebracht, die man dereinst als vermeintliche Hexe verbrannt hatte. Er wie auch Chris Emig (»Moi Verzehlung: Werrera«), Olaf Kromm (»Die Klingel«), Dieter Görtler (»Zusammeläwe«), Karin Eckhardt (»Genowend Ihr Leud«) und Elli May (»So wors froiher«) komplettierten das Feld.

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