06. Dezember 2011, 17:53 Uhr

Anhaltender Beifall für den musikalischen Nachwuchs

Karben (cf). Mit »Kling, Glöckchen, kling« hat die Musikschule Karben ihr erstes Adventskonzert in diesem Jahr überschrieben. 43 Schüler zeigten als Solisten, Duos, Trios und Ensembles ihr Können.
06. Dezember 2011, 17:53 Uhr
Nachwuchsgeigerin Marlene Böhm (6) zusammen mit ihrem älteren, Cello spielenden Bruder Joachim. (Fotos: Fauerbach)

Mit Werken bekannter Komponisten wie Händel, Bach, Bruckner und Telemann eröffneten sie in der evangelischen Kirche Okarben den Konzertreigen. Angela Krämer-Galande, die Leiterin des Karbener Zweiges der Musikschule, moderierte das Konzert im voll besetzten Gotteshaus.

Aus der erfolgreichen Kooperation der Musikschule mit der Kurt-Schumacher-Schule ist das 30 Flötisten starke Querflötenensemble, verstärkt durch Bass- und Altflötisten, hervorgegangen. Unterrichtet werden die Querflötisten von Natascha Siao, die Bass- und Altflötisten von Urusla Mörgeli. Das erweiterte Querflötenensemble spielte von Joseph Bodin de Boismortier (1689-1755) das
1. Allegro aus dem Konzert a-Moll.

Gemäß der Botschaft »Hell erglühn die Kerzen, öffnet mir die Herzen!« aus der dritten Liedstrophe, hatten die Trompeter das abwechslungsreiche Programm eröffnet. Dafür wählten sie die Melodie des 1966 vom bekannten Filmkomponisten und Orchestrator Alexander Courage (1919- 2008) für das »Raumschiff Enterprise« geschriebene Stück »Star Treck« aus. Ihm ließen sie drei bekannte weihnachtliche Volksweisen folgen, ehe es mit Antonio Vivaldis (1678-1741) verfassten »3. Satz Allegro« aus dem Konzert G-Dur weiterging. Es ist eins von 15 Konzerten, die Vivaldi für Flöte schrieb. Gefühlvoll interpretiert wurde es von Querflötistin Catharina Rickers, die von Lehrein Renata Teban am Klavier begleitet wurde.

Danach gab die sechsjährige Marlene Böhm mit ihrem älteren, Cello spielenden Bruder Joachim ihre Premiere als Geigerin. Für ihren ersten Auftritt vor Publikum hatte sich die Schülerin das Menuett aus dem »Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach« ausgesucht. Marlene und Joachim freuten sich über anhaltenden Applaus.

Aus dem Genre »Classic Rock« hatte sich Harfenistin Sofia Redeker für ihre Soli »Wathing the wheat« von Elder John Thomas und vom französischen Komponisten Carlos Salzedo »Seguidilla« ausgesucht. Das von Simon Gößling geleitete Blechbläserquintett stimmte mit Trompeten, Horn, Posaune und Tuba in das Lob des Herrn ein. Dies taten die fünf Musikschüler mit dem von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1634) vertonten Motto der Tempelritter »Non nobis domine« und dem »Locus iste« in der Vertonung von William Byrd (1543-1634).

Seit fünf Jahren spielt Luisa Möller Geige. Bei dem Konzertsatz opus 77 von J. B. Ch. Dancia (1817-1907) »Moderatot maestoso« wurde die 14-Jährige von Renata Teban auf dem Klavier begleitet. Cellistin Miriam Bickelhaupt wurde bei ihrer Interpretation des ersten Satzes »Agitato, ma non troppo Allegro« aus der »Sonatine in e-Moll« von Julius Klengel (1859-1933) von Klavierschülerin Verena Roth begleitet. G. P. Telemann (1681-1767), der auch in der Frankfurter Katharinenkirche tätig war, gehörte zu den gefeiertesten Kompo0nisten des 18. Jahrhunderts. Von ihm spielte Querflötistin Juliane Keppler die Fantasie für Flöte-Solo, Nr. 12 g-Moll. Mendelssohn-Wettbewerbpreisträgerin Agnes Bickelhaupt (15) brachte vom bekannten italienischen Musikschulgründer Giuseppe Alessandro Ferruccio Tartini (1692-1770) das dritte Largo und vierte Allegro comodo aus der »Soanate g-Moll« zu Gehör.

Nach den Solistinnen gehörte der Platz vor dem Altar vor dem großen Finale den Hornisten Clara Friedländer, Teresa Maurer und ihrem Lehrer André Craul. Das Trio spielte »Sechs Trios« für drei Waldhörner von J. B. Boismortier (1689-1755). Für die gelungenen Interpretationen und das festliche Konzert dankten die Besucher den jungen Nachwuchsmusikern und ihren Lehrern mit anhaltendem Applaus.

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