16. Dezember 2008, 20:20 Uhr

Einstimmig für Videoüberwachung am Bahnhof

Karben (pe). Auf und rund um den Bahnhof Groß-Karben soll die Sicherheit verbessert werden. Das Stadtparlament hat in seiner jüngsten Sitzung einer Magistratsvorlage zum Aufbau einer Videoüberwachung grundsätzlich zugestimmt. Ebenso einmütig wurde ein Koalitionsantrag angenommen, innerhalb der ersten drei Monate des Jahres eine Bürgerinformationsveranstaltung durchzuführen. Darin sollen die Bürger sowie Stadtverordnete von Vertretern der Polizei das Konzept erläutert bekommen sowie dessen Auswirkungen. Dagegen scheiterte ein Änderungsantrag der Bündnisgrünen, nach dem Aufbau einer Videoüberwachung am Bahnhof den freiwilligen Polizeiodienst abzuschaffen.
16. Dezember 2008, 20:20 Uhr

Karben (pe). Auf und rund um den Bahnhof Groß-Karben soll die Sicherheit verbessert werden. Das Stadtparlament hat in seiner jüngsten Sitzung einer Magistratsvorlage zum Aufbau einer Videoüberwachung grundsätzlich zugestimmt. Ebenso einmütig wurde ein Koalitionsantrag angenommen, innerhalb der ersten drei Monate des Jahres eine Bürgerinformationsveranstaltung durchzuführen. Darin sollen die Bürger sowie Stadtverordnete von Vertretern der Polizei das Konzept erläutert bekommen sowie dessen Auswirkungen. Dagegen scheiterte ein Änderungsantrag der Bündnisgrünen, nach dem Aufbau einer Videoüberwachung am Bahnhof den freiwilligen Polizeiodienst abzuschaffen.

Die Videoüberwachung, die der Rhein-Main-Verkehrsverbund zusammen mit den Städten Bad Vilbel und Karben aufbauen möchte, sei zur Erhöhung der objektiven Sicherheitslage und zur Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls sinnvoll, heißt es in der Magistratsvorlage. Die Notwendigkeit würden auch die registrierten Straftaten am Bahnhof belegen. Innerhalb eines Jahres - vom 1. August 2006 bis zum 31. Juli 2007 - seien unter anderem 13 Fahrraddiebstähle, sieben Kfz-Diebstähle und sechs Einbruchsdelikte in Autos festgestellt worden.

Fahrgastbefragungen hätten auch den RMV darauf aufmerksam gemacht, das subjektive Sicherheitsgefühl an den Verkehrsstationen zu erhöhen. Daher beteilige sich auch der RMV an den Planungskosten. Da Bad Vilbel eine vergleichbare Problemlage mit dem Bahnhofsumfeld habe, habe sich eine enge Kooperation entwickelt, die zu einem entsprechenden Vertrag geführt habe. Durch die Zusammenarbeit der beiden Städte mit dem RMV hätten die Planungskosten für Karben erheblich reduziert werden können. Der RMV solle ermächtigt werden, ein Büro mit den Planungsarbeiten zur Realisierung der Videoüberwachung zu beauftragen. Welche Maßnahmen am Bahnhof bzw. dessen Umfeld umgesetzt würden, sei erst nach Vorlage der Planungsunterlagen zu entscheiden.

Bereich der Kitas wird mit überwacht

Das zu untersuchende Gebiet solle sich nicht nur auf den Bereich der beiden Park &Ride-Anlagen östlich der Bahnlinie sowie die Zugänge zu den Gleisen beschränken, sondern auch den Bereich westlich der Bahnlinie beinhalten, wo sich die beiden städtischen Kindertagesstätten auf Kloppenheimer Germarkung befinden.

Der Magistrat schätzt die Investitionskosten auf rund 80 000 Euro. Die Mittel sollen auf zwei Jahre verteilt werden, sodass in den Haushalten 2009 und 2010 jedweils 40 000 Euro einzustellen wären.

Es gab nur wenige Diskussionsbeiträge zu diesem Tagesordnungspunkt. Die meisten Beiträge löste der Änderungsantrag der Grünen aus. Für diese forderte ihr Fraktionsvorsitzender Gerrit Rippen die Abschaffung des freiwilligen Polizeidienstes. Immerhin sei der gerade mit der Begründung installiert worden, um die Sicherheit am Bahnhof zu erhöhen. Das wollten vor allem die Vertreter der Koalition so nicht stehen lassen und widersprachen. Der Polizeidienst habe in den vergangenen Monaten sehr gute Arbeit geleistet. Dessen Mitglieder seien häufig präsent und hätten der Polizeistation in Bad Vilbel schon wertvolle Hinweise geben können.

Rippen: Polizeihelfer kaum sichtbar

Dagegen meitne der Grünen-Fraktionschef, die freiwilligen Polizeihelfer seien nur wenige Stunden im Monat überhaupt sichtbar. Aus der Bevölkerung sei er schon des öfteren angesprochen und nach den Polizeihelfern gefragt worden. Am Bahnhof selbst, wo die Polizeihelfer für Ordnung sorgen sollten, gebe es immer wieder zerstörte Bushaltestellen und Schmierereien in der Unterführung, so Rippen. Dagegen meinte CDU-Fraktionsvorsitzender Mario Beck, die Kritik der Grünen werde der Arbeit nicht gerecht, die die Polizeihelfer in der gesamten Stadt leisteten.

Die Koalition lehnte den Grünen-Antrag mit ihrer Mehrheit ab, die SPD enthielt sich.

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