05. Dezember 2008, 20:34 Uhr

Magistrat für Videoüberwachung am Bahnhof

Karben (pe/pm). Straftäter im Groß-Karbener Bahnhof sowie im nahen Umfeld sollen künftig abgeschreckt werden. Der Magistrat plant gemeinsam mit der Nachbarstadt Bad Vilbel und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) eine Videoüberwachung am und um den Bahnhof. Dafür soll das Stadtparlament auf seiner nächsten Sitzung einen Grundsatzbeschluss fassen. Hintergrund ist, dass somit entsprechende Gelder in den Haushalten der Jahre 2009 und 2010 vorzusehen sind. Ordnungsamtsdezernent und Stadtrat Jochen Schmitt (SPD) hat gestern eine entsprechende Vorlage veröffentlicht, der Magistrat hat dem Verfahren bereits zugestimmt. Und für die Koalition signalisierte CDU-Fraktionschef Mario Beck Zustimmung
05. Dezember 2008, 20:34 Uhr

Karben (pe/pm). Straftäter im Groß-Karbener Bahnhof sowie im nahen Umfeld sollen künftig abgeschreckt werden. Der Magistrat plant gemeinsam mit der Nachbarstadt Bad Vilbel und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) eine Videoüberwachung am und um den Bahnhof. Dafür soll das Stadtparlament auf seiner nächsten Sitzung einen Grundsatzbeschluss fassen. Hintergrund ist, dass somit entsprechende Gelder in den Haushalten der Jahre 2009 und 2010 vorzusehen sind. Ordnungsamtsdezernent und Stadtrat Jochen Schmitt (SPD) hat gestern eine entsprechende Vorlage veröffentlicht, der Magistrat hat dem Verfahren bereits zugestimmt. Und für die Koalition signalisierte CDU-Fraktionschef Mario Beck Zustimmung.

Schmitt verspricht sich durch den Aufbau einer solchen Videoüberwachung eine Erhöhung der objektiven Sicherheitslage und eine Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls. Denn trotz rückläufiger Straftaten im Stadtgebiet sei im Bereich des Bahnhofs eine erhebliche Anzahl von Delikten registriert worden, so der Dezernent. Innerhalb eines Jahres - Sommer 2006 bis Sommer 2007 - wurden den Angaben zufolge unter anderem 13 Fahrraddiebstähle, sieben Kfz-Diebstähle und sechs Einbruchsdelikte in Kfz festgestellt.

Neben diesen Zahlen gibt es seitens des RMV Fahrgastbefragungen, aus denen der Verkehrsverbund die Erkenntnis gewonnen hat, dass das subjektive Sicherheitsgefühl an den Verkehrsstationen erhöht werden müsse. Weil die Experten des Verbundes auch festgestellt hatten, dass die Probleme an den Bahnhöfen in Bad Vilbel und Karben gleichermaßen auftreten, hat sich zwischen den Städten und dem RMV eine engere Kooperation in dieser Angelegenheit entwickelt. Die führt nun dazu, dass man das Projekt gemeinsam plant, was wiederum die Kosten für alle reduziert.

In einem ersten Schritt soll ein Büro mit den Beratungs-, Planungs- und Projektmanagementleistungen beauftragt werden. Der RMV wird dazu den Auftrag vergeben, die beiden Städte beteiligen sich an den Planungskosten.

Auf Karben bezogen müsste das Stadtparlament Mittel von 9500 Euro bereitstellen. Es gilt nach Angaben des Stadtrats zu untersuchen, wie eine Videoüberwachung am Bahnhof Groß-Karben und dessen Umfeld gewährleistet werden könne. Nach Mitteilung des Ordnungsdezernenten sollen neben der Fußgängerunterführung auch die Park & Ride-Anlagen sowie die Bike & Ride-Anlagen mit überwacht werden. Geprüft werden soll ebenso, ob Bereiche der beiden Kindertagesstätten in Kloppenheim (Am Hang) mit einbezogen werden können, da es dort immer wieder zu Einbrüchen und Sachbeschädigungen gekommen sei.

Der Aufbau der Kameras unterliegt laut Schmitt strengen Vorgaben. Das Eindringen in die oder gar die Überwachung der Privatsphäre müsse ausgeschlossen sein. Der Hessische Datenschutzbeauftragte sei deshalb eingeschaltet worden. Die einmal gewonnenen Daten sollen über speziell geschützte Leitungen zur Bad Vilbeler Polizei versandt werden.

Zur Realisierung des Projekts hat der Stadtrat in den beiden kommenden Jahren jeweils 40 000 Euro für den Haushalt angemeldet. Die tatsächliche Höhe der Kosten werde entscheidend davon abhängen, wieviel Meter Leitungsstrecke zu den jeweiligen Kameras zu verlegen seien.

Beck erklärte, man sei glücklich, dass die Videoüberwachung komme. Die Vorlage Schmitts basiere auf einem alten CDU-Antrag. Die Anlage sei gut geeignet, Vandalismus zu verhindern und könne helfen, Straftaten aufzuklären, zumal es eine gewisse Klientel gebe, »die mit der Bahn zu den Straftaten anreist«.

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