14. November 2008, 20:14 Uhr

Offizieller Start für 8,4 Millionen-Investition

Bad Vilbel/Karben (cf). Zum ersten Spatenstich für den Ausbau des Niddaradweg trafen sich die Bürgermeister Alfons Götz (Wöllstadt), Roland Schulz (Karben) und Dr. Thomas Stöhr (Bad Vilbel) mit Bardo Bayer, dem Kreisbeigeordneten des Wetteraukreises, und Diplom-Ingenieur Detlef Kummer, Teamleiter im Amt für Straßen- und Verkehrswesen Frankfurt (ASV) vor dem Kurhaus. Mit der symbolischen Handlung am Freitagmorgen wurde der Baubeginn des Wegabschnittes »Kurpark Bad Vilbel« zwischen Kurhaus und Frankfurter Straße offiziell eingeleitet.
14. November 2008, 20:14 Uhr
Wenn drei Bürgermeister, ein Kreisbeigeordneter, ein Teamleiter des ASV und ein Ex-Landrat zur Schaufel greifen, steht eine Baumaßnahme bevor. Im Bad Vilbeler Kurpark greifen der Wöllstädter Bürgermeister Alfons Götz, Karbens Stadtoberhaupt Roland Schulz und sein Vilbeler Amtskollege Dr. Thomas Stöhr gemeinsam mit dem Kreisbeigeordneten des Wetteraukreises, Bardo Bayer, und Ingenieur Detlef Kummer vom ASV Frankfurt zum Spaten und führen den ersten Stich zum Ausbau des Niddaradweges aus. Beobachtet werden sie dabei von Rolf Gnadl (r.), dem Ex-Landrat des Wetteraukreises und Impulsgeber des Radweges entlang der Nidda. (Foto: Fauerbach)

Bad Vilbel/Karben (cf). Zum ersten Spatenstich für den Ausbau des Niddaradweg trafen sich die Bürgermeister Alfons Götz (Wöllstadt), Roland Schulz (Karben) und Dr. Thomas Stöhr (Bad Vilbel) mit Bardo Bayer, dem Kreisbeigeordneten des Wetteraukreises, und Diplom-Ingenieur Detlef Kummer, Teamleiter im Amt für Straßen- und Verkehrswesen Frankfurt (ASV) vor dem Kurhaus. Mit der symbolischen Handlung am Freitagmorgen wurde der Baubeginn des Wegabschnittes »Kurpark Bad Vilbel« zwischen Kurhaus und Frankfurter Straße offiziell eingeleitet.

Karbens Bürgermeister Roland Schulz und sein Vilbeler Amtskollege Dr. Thomas Stöhr, repräsentierten den Zweckverband Regionalpark Niddaradweg. Roland Schulz ist Verbandsvorsitzender und Dr. Stöhr Vorsitzender der Verbandsversammlung. Der Verband wurde von den Wetteraukreis und den Anrainerkommunen Bad Vilbel, Karben, Wöllstadt, Niddatal und Florstadt gegründet.

Am offiziellen Start nahm mit dem früheren Landrat des Wetteraukreises, Rolf Gnadl, der Impulsgeber des Niddaradweges teil, wie Schulz feststellte. Zu den Teilnehmern gehörten Ekkehart Böing, Geschäftsführer des Zweckverbandes, Planer Stefan Höfer vom Vilbeler Bauamt, sowie die drei Diplom-Ingenieure Karsten Ott und Walter Donges von IBM Plan und Kai Uwe Vest-Winkler vom Dreieicher Bauunternehmen Jean Bratengeier. Die Vilbeler Stadtverordnetenversammlung repräsentierte Hanne Striebich, die zusammen mit einigen Bürgern den ersten Spatenstich verfolgte.

Verbandsvorsitzender Schulz sagte, dass der 36 Kilometer lange Radweg von Bad Vilbel bis Florstadt in den nächsten fünf bis sechs Jahren für 8,4 Millionen Euro ausgebaut wird. Das Land Hessen trägt 75 Prozent der Kosten aus Fördermitteln des Landesausgleichgesetzes und 25 Prozent die Kommunen des Zweckverbandes Regionalpark Niddaradweg. Der Niddradweg soll als ein Produkt von der Quelle im Vogelsberg bis zur Mündung in Frankfurt-Höchst vermarktet, einheitlich beschildert und mit anderen wie dem Main-, Limes-, Vulkanradweg und der Hohen Straße vernetzt werden.

In 2008/09 fließen rund 1,45 Millionen Euro in Ausbau des ersten Abschnitts von Bad Vilbel bis Florstadt-Staden, die durchgängige Beschilderung des Radweges und den Druck einer Freizeitkarte. Am Einsiedel, kurz vor der Abzweigung nach Burg-Gräfenrode, wird von den Städten Karben und Wöllstadt eine Aussichtsplattform errichtet. Der Niddadamm zwischen Okarben und Nieder-Wöllstadt wird ausgebaut und in Florstadt-Staden eine Querungshilfe über die Bundesstraße errichtet.

In Bad Vilbel baut der Zweckverband einen drei Meter breiten asphaltierten Radweg. Die Bauzeit wurde in die Burgfestspiel-freie Zeit gelegt. Parallel zum Radweg des Zweckverbandes baut die Stadt einen 1,50 Meter breiten, gepflasterten Gehweg für 60 000 Euro. Damit werde eine optische Trennung zwischen Rad- und Gehweg gezogen, sagte Stöhr. »Von der Friedberger Straße aus verlaufen beide Wege zusammen und parallel zur Nidda mit einer Gesamtwegbreite von 4,50 Meter. In Höhe des Rathauses trennen sich beide Wege. Der drei Meter breite, asphaltierte Radweg verbleibt auf dem Niddadeich. Der Gehweg läuft durch den Kurpark. Kurz vor dem Kurhaus verbinden sich beide Wege wieder und werden gemeinsam zur Niddabrücke geführt«, sagte Stöhr.

Die Ausbaulänge des Weges durch den Kurpark ist rund 460 Meter lang. Von den Baukosten in Höhe von 193 000 Euro entfallen 132 000 Euro auf den Radweg des Zweckverbandes. Das Land Hessen trägt mit rund 99 000 Euro einen Anteil von 75 Prozent, da das Land Wegbreiten bis maximal drei Meter fördert.

Zu den Maßnahmen des ersten Bauabschnitts gehören neben der Vilbeler Kurparkstrecke der Wegabschnitt zwischen Okarben und Nieder-Wöllstadt, die Errichtung eines straßenbegleitenden Radweges in Florstadt-Staden und der Ausbau zwischen Ilbenstadt und Assenheim. Die Gesamtbaukosten für den ersten Bauabschnitt belaufen sich auf 1,47 Millionen Euro. Die Zuschusssumme des Landes beträgt hierfür 628 000 Euro, wobei der Weg zwischen Ilbenstadt und Assenheim zu 100 Prozent vom Land getragen wird.

Alle drei Projekte sollen in 2009 realisiert werden. Ebenfalls ausgebaut und vollständig vom Land gefördert wird der Niddaradweg im Abschnitt Ranstadt-Dauernheim und Schotten. Die drei genannten Kommunen gehören nicht dem Zweckverband an und haben ein separates Ausbauprogramm aufgestellt. Sie werden mit dem Zweckverband eine Kooperation eingehen.

Optimal gelöst worden sei die problematische Mittelverteilungsmodus zwischen den Zweckverbandkommunen nach Einwohnern, sagte Schulz. In einigen Kommunen wie Bad Vilbel und Karben läuft der Radweg durch die Stadt, in anderen wie Wöllstadt an der Kommune vorbei.

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