Karben

Koalitionsvertreter werben für den Wirtschaftsstandort Karben

Karben (pm). »Wir wollen Karben weiter voranbringen – sowohl als Wohngemeinde als auch als attraktiven Wirtschaftsstandort. Denn von wohnortnahen Arbeitsplätzen und Gewerbesteuereinnahmen profitieren alle in der Kommune«, so das Ziel der bürgerlichen Koalition, wie CDU-Fraktionsvorsitzender Mario Beck formuliert.
17. Juli 2008, 17:40 Uhr
Die Koalitionsvertreter (v.l.) Oliver Feyl, Michael Ottens und Mario Beck treffen mit dem Geschäftsführer der Frankfurt/Rhein-Ma
Die Koalitionsvertreter (v.l.) Oliver Feyl, Michael Ottens und Mario Beck treffen mit dem Geschäftsführer der Frankfurt/Rhein-Main Marketing GmbH, Dr. Hartmut Schwesinger (2.v.r. hinten) zum Meinungsaustausch zusammen. (Foto: pv)

Die Spitzen der Koalition, neben Beck auch Michael Ottens (FWG) und Oliver Feyl (FDP), besuchten daher kürzlich die Frankfurt/Rhein-Main-Marketing GmbH. Zielstellung war, für den Standort Karben zu werben und Zukunftschancen auszuloten.

Die Marketinggesellschaft setzt sich aus 24 Kreisen und Städten der Rhein-Main-Region zusammen. Hauptaufgabe ist die Vorstellung und aktive Vermarktung der zahlreichen regionalen Stärken bei potenziellen Investoren in aller Welt. Den Besuchern aus Karben stand Geschäftsführer Dr. Hartmut Schwesinger als Gesprächspartner zur Verfügung.

Zunächst stellten Beck, Ottens und Feyl die Stärken des Standorts Karben vor. Dieser sei sowohl von großen Unternehmen aus der Automobil- und Möbelindustrie als auch von zahlreichen Mittelständlern, die zum Teil in ihrer Marktnische Weltmarktführer seien, geprägt. »Bei unseren Firmen-Besuchen stellen wir immer wieder fest, dass die zentrale Lage, die Nähe zu Frankfurt und zum Flughafen unsere entscheidenden Pluspunkte sind«, so Beck.

Schwesinger bestätigte diese Einschätzung. Schließlich sei die Marketinggesellschaft nicht ohne Grund in unmittelbarer Nähe zum Rhein-Main-Flughafen beheimatet. »Ein Blick aus dem Fenster reicht, um den Wachstumsmotor der Region vor Augen zu haben«, so Schwesinger. Es herrschte große Einigkeit, dass der Ausbau des Frankfurter Flughafens für die weitere Entwicklung der Region von immenser Bedeutung sei.

Die Rhein-Main-Region habe aber auch zahlreiche andere Stärken zu bieten, nicht zuletzt die sehr ausdifferenzierte Hochschullandschaft. Aufgabe der »Frankfurt/Rhein-Main GmbH« ist es, diese Stärken international zu vermarkten und damit potenzielle Investoren für die Region insgesamt zu gewinnen. Wenn sich konkrete Ansiedlungen abzeichnen, kommen die Wirtschaftsförderungen der Städte und Landkreise mit ins Spiel. »Daher haben wir auch der Wirtschaftsförderung im Wetteraukreis einen Besuch abgestattet. Zudem wurde auf unseren Antrag hin – durch eine kostenneutrale Umschichtung – eine Wirtschaftsförderung im Karbener Rathaus eingerichtet«, so Beck.

Diese Aktivitäten seien als vorbereitende Maßnahmen zu verstehen, da für Karben die Ausweisung von Gewerbeflächen in verkehrsgünstiger Lage – zum Beispiel am Toom-Markt, an der B 3 und nahe des Berufsbildungswerks – in Aussicht stehe. In der Vergangenheit sei eine weitsichtige Planung versäumt worden, wodurch in der gesamten Stadt momentan keine größeren Gewerbeflächen zur Verfügung stünden und potenzielle Interessenten nicht bedient werden könnten, heißt es in einer Pressemitteilung.

»Sicherlich müssen hier noch dicke Bretter gebohrt werden. Aber gerade angesichts des Strukturwandels in der Wirtschaft ist es wichtig, die Weichen für die Ansiedlung zukunftsfähiger Unternehmen frühzeitig zu stellen«, so Beck abschließend.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/wetteraukreis/karben/art559,21521

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