08. Juni 2016, 18:23 Uhr

B3-Umleitung: Chaos bleibt aus

Das von nicht wenigen erwartete Verkehrschaos ist ausgeblieben. Am Tag eins der einseitigen Sperrung der B 3 mit großräumiger Umleitung über Petterweil lief es nach Angaben der Behörden gut. Nur an Kleinigkeiten soll noch gefeilt werden.
08. Juni 2016, 18:23 Uhr
Gesperrt ist die B 3 hier am Knoten 2 in Kloppenheim. Der Verkehr aus Norden muss außen herum. (Foto: pe)

Karben (pe). Wer aus Richtung Norden kommt und nach Frankfurt oder Karben will, muss nun von der B 3 nach rechts auf die Kreisstraße 9 abbiegen, durch Petterweil fahren und über zwei Landesstraßen später in Kloppenheim auf die gewohnte Schnellstraße. »Mit solch einer Situation haben wir noch keinerlei Erfahrung«, sagt der Fachdienstleiter der Stadtpolizei, Uwe Axtmann. Deshalb sind er und seine Kollegen in diesen Tagen besonders wachsam, was den Verkehrsablauf angeht.

Der war am Mittwoch morgens, als die erste Lawine des Berufsverkehrs Richtung Frankfurt rollte, aber recht flüssig. Wie Axtmann informierte, sei es auf der K 9 in Petterweil zu einem Rückstau bis zum Ortsausgang gekommen. Das liegt an der Ampelschaltung der Kreuzung Sauerbornstraße/Alte Heerstraße. Dort wurde für die Zeit der Baustelle eine eigene Ampel installiert, damit der Umleitungsverkehr an dieser Stelle ungehindert nach links Richtung Landesstraße abfließen kann. Die Grünphasen waren so programmiert worden, dass bei einem Umlauf rund 30 bis 35 Fahrzeuge durchkommen. Das hat gestern Morgen zwar geklappt, aber die Zahl der nachrückenden Fahrzeuge war so groß, dass sich der Stau gebildet hat. Axtmann hatte gestern Mittag vor Ort eine Besprechung, bei der geklärt wurde, inwieweit die Grünphase verlängert werden kann. Der Verantwortliche für das Programm, Felix Eppik, hat schon am Vortag angekündigt, dass das Ampelprogramm nachjustiert werden könne.

Ansonsten gab es laut Axtmann »vereinzelte Falschfahrer«, die aus Gewohnheit auf den gesperrten Abschnitt der B 3 eingebogen sind und »einige Wenige«, die sich in Petterweil einen Schleichweg gesucht hätten, vor allem durch die Ysenburger Straße. Allerdings hätte die dann auch länger warten müssen, bis sie nach links auf die Alte Heerstraße hätten abbiegen können. Der Fachdienstleiter setzt hier auf einen Lerneffekt. »Wenn die Leute merken, dass sie wie da auch nicht schneller vorankommen, reihen sie sich wieder ein.« In den nächsten Tagen will die Stadtpolizei allerdings noch Halteverbote aussprechen zwischen Schlossstraße und Sauerbornstraße. Grund: Bei Staus gebe es zu wenig Platz, damit der Verkehr an der Ampel abfließen kann. Erfreulich fand Axtmann, dass sich gestern alle an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten hätten. »Die Leute sind im Ort teilweise sogar unter 50 Stundenkilometer gefahren.« Auf der K 9 sei teilweise mit
60 km/h gefahren worden, alo noch deutlich unter den erlaubten 70.

Auch Hessen Mobil, die hessische Straßenverehrsbehörde, die für den Anschluss der Nordumgehung an die B 3 und damit die bis zum Ende der Ferien dauernde Großbaustelle verantwortlich ist, zeigte sich erfreut. »Wir haben keinerlei Beschwerden gehabt«, sagt Sprecherin Cornelia Höhl auf WZ-Anfrage. »Wir haben keinen einzigen Anruf.« Eine erneute Rückfrage von ihr zur Mittagszeit bei den Mitarbeitern vor Ort von dem Generalunternehmen DEGES brachte dasselbe Ergebnis. »Alles im grünen Bereich.«

So wünschen sich die Behörden das auch für die kommenden Wochen bis Ende August. Aber sicher ist man vor Unwägbarkeiten natürlich nicht. Immerhin waren die Randbedingungen gestern Morgen optimal: Die Straßen waren trocken und auf der
Autobahn 5 lief alles normal.

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