24. März 2019, 18:21 Uhr

Zwei Schweine und ein Abschied

24. März 2019, 18:21 Uhr
Die Helfer (v. l.) Birgit Höhmann, Peter Leßke, Nicole König, Andreas Kramer und Melanie Apel füllen das Wellfleisch um. (Foto: lod)

»Wir haben 532 Kilo Fleisch verwurstet, so viel wie noch nie«, verkündete Ralf Höhmann, der Vorsitzende des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr der Kernstadt, bei der Begrüßung der 200 Gäste, die zum 22. Schlachtessen in die Fahrzeughalle des Feuerwehrgerätehauses gekommen waren. Neben den beiden 125 und 124 Kilo schweren Schweinen wurden 283 Kilo Fleisch hinzugekauft.

Metzger Fritz Schwing und sein »Helfer« Rudi Beringer wurden bei der Verwurstung in Bettenhausen vom »Schlachtteam« aus der Ehren- und Altersabteilung unter der Regie von Manfred Wittke unterstützt. Allerdings zum letzten Mal, hat sich der Metzger doch mit seinen 83 Jahren endgültig in den Ruhestand verabschiedet.

Zukunft steht in den Sternen

»Ob es nächstes Jahr wieder ein Schlachtfest geben wird, wissen wir nicht. Wir sind derzeit am überlegen, wie es weiter gehen könnte«, erklärte Höhmann. Eine Mitteilung, die die Gäste mit einem lauten Seufzer quittierten. Davor hatte Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender als traditionell einziger Grußredner einen flammenden Appell für das Schlachtessen gehalten – mit verweis auf die Kritik der Tierschutzorganisation »Peta« an solchen Veranstaltungen.

»Wir lassen uns von unserem Schlachtfest nicht abbringen«, verkündete Hollender – nicht wissend, dass ganz andere Gründe für ein Ende der beliebten Veranstaltung sorgen könnten. Höhmann und Wehrführer Mathias Henritzi hießen neben anderen auch die Erste Stadträtin Marion Götz und Ortsvorsteher Norbert Simmer sowie viele Mandatsträger und Vertreter befreundeter Feuerwehren, Rettungsorganisationen und der Polizei willkommen. Abschließend dankte Höhmann dem Schlacht-, Küchen- und Thekenteam aus den eigenen Reihen für die Unterstützung, bevor die Gäste ans Büfett strömten. Dort gab es Mett und Frikadellen, Kotellets, Blut- und Leberwürste, Wellfleisch und Bäckchen, dazu Brot, Kartoffelbrei und Sauerkraut.

Viele Besucher hatten schon vor dem offiziellen Beginn Wurstgläser gekauft, außerdem »lange Rote«, Pressköpfe, Blut- und Leberwürste bestellt, die nach der Räucherung abgeholt werden können. Nach dem Essen gingen Mitglieder des Feuerwehrfördervereins durch die Tischreihen, bestückt mit jeder Menge Hochprozentigem und drei Porzellanschweinen, die mit Scheinen »gefüttert« wurden. »Es muss rascheln«, sagte Hollender und warb für eine Mitgliedschaft im Förderverein. Mit dem Erlös der »Schweinefütterung« unterstützt der Förderverein die Einsatzabteilung ebenso wie die Jugendfeuerwehr und die Ehren- und Altersabteilung.

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