09. November 2018, 19:55 Uhr

Zum Nachdenken

09. November 2018, 19:55 Uhr

Bitte nicht wiederholen

Was für ein Glück muss es für viele gewesen sein, als in diesen Tagen vor 100 Jahren der Erste Weltkrieg zu Ende war. Der Krieg, den man erst nach dem folgenden schrecklichen Zweiten als Ersten Weltkrieg bezeichnet hat. Ein Ende aber von Hass und Unvernunft?

Nein. Leider nicht. Wir wissen, wie es weiterging: Es führte in einen neuen und noch mal schrecklicheren Führerkult und in die größte irdische Katastrophe der Menschheitsgeschichte. Die Grundsteine dafür wurden vor 100 Jahren in den Köpfen der Menschen gelegt. Mit diesem Wissen können wir das Glück des damaligen Kriegsendes nicht feiern. Zu sehr mahnen uns die damaligen Fehlentscheidungen und verhängnisvollen Einstellungen zur Zurückhaltung.

Wo waren damals besonnene Christinnen und Christen, die Gottes Friedensbotschaft gehört und verkündigt haben? »Selig sind die Friedensstifter«, sagt Jesus in der Bergpredigt in Matthäus 5. Die Erinnerung an damals und der Blick in die Welt der Gegenwart rufen uns gleichermaßen zu: Seid wachsam! Mahnt vor Wegen der nationalistischen Abgrenzung und vor Worten und Taten der Rache und Vergeltung! Verkündet die Botschaft Jesu: »Selig sind die Friedensstifter« – das gilt auch heute, im Kleinen und im Großen.

Pfarrer Dr. Klaus Neumeier, evangelische Christuskirchengemeinde Bad Vilbel

Schlagworte in diesem Artikel

  • Evangelische Kirche
  • Friedensstifter
  • Jesus Christus
  • Weltkriege
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen