10. September 2019, 20:17 Uhr

Ziel: Direkte Verbindung ohne Umsteigen

10. September 2019, 20:17 Uhr

Kommunen und Landkreise arbeiten gemeinsam mit den Verkehrsverbänden intensiv am Thema »Reaktivierung Horlofftalbahn«. Auch die Gemeinde Wölfersheim hat sich beteiligt.

Bis wieder Züge zwischen Wölfersheim und Hungen fahren, werde noch etwas Zeit vergehen. Damit dies Realität wird, arbeiten die beiden Kommunen und Landkreise eng mit den Verkehrsverbänden zusammen. Regelmäßig finden Arbeitssitzungen statt, bei denen Einzelheiten besprochen werden. So auch kürzlich im Gießener Landratsamt.

Im Jahr 2003 wurde der Bahnverkehr auf der Strecke zwischen Wölfersheim und Hungen, der Horlofftalbahn, eingestellt. Um die Möglichkeit zu erhalten, dass irgendwann wieder Züge auf der Strecke fahren, haben die Gemeinde Wölfersheim und die Stadt Hungen gemeinsam die entsprechenden Streckenabschnitte in ihrem Gemeindegebiet gekauft. Dadurch konnte ein Rückbau verhindert werden. Lange Zeit haben sich beide Kommunen für eine Reaktivierung stark gemacht. Gemeinsam mit dem Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) wurde von den beiden Gemeinden eine erneute Nutzen-Kosten-Untersuchung beauftragt. Auf diesem Wege sollen die Kosten für notwendige Investitionen in die Infrastruktur ermittelt werden.

Frühestens im Jahr 2023

Bis wirklich wieder ein Zug von Wölfersheim aus vorbei an Wohnbach und Berstadt nach Hungen fahren kann, wird noch Zeit vergehen. Realistisch könne man von frühestens 2023 ausgehen. »Die Planungen am Wölfersheimer Bahnhof haben gezeigt, wie komplex ein solches Vorhaben sein kann. Doch der Aufwand lohnt sich, denn die Verbindung bringt einen echten Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger der an die Bahnstrecke angrenzenden Gemeinden«, berichtet der Wölfersheimer Bürgermeister Eike See. Dem pflichten auch Anita Schneider, Landrätin des Landkreises Gießen, und der Wetterauer Landrat Jan Weckler bei. »Von Lich über Hungen gibt es sehr viele Pendler, die von einer besseren Verbindung in den Wetteraukreis und nach Frankfurt profitieren werden. Neben der Reaktivierung ist eine direkte Verbindung ohne Umsteigen unser gemeinsames Ziel«, sagte Schneider.

Eine wesentliche Hürde wurde dabei bereits genommen. Die Bahn werde den Bahnhof in Beienheim grundlegend umbauen, wodurch ein Koppeln der Züge möglich werde. »Unser Ziel ist es, langfristig innerhalb von weniger als 50 Minuten ohne Umsteigen von Wölfersheim nach Frankfurt beziehungsweise von Lich nach Frankfurt zu fahren. Es freut uns daher sehr, dass wir in einem Team aus Kommunen, Kreisen und Verkehrsverbänden zusammenarbeiten« sind sich Bürgermeister und die beiden Landräte einig.

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