18. Dezember 2018, 18:56 Uhr

Zeichen für Frieden und Hoffnung

18. Dezember 2018, 18:56 Uhr
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Die Pfadfinder aus Petterweil geben das Friedenslicht aus Bethlehem an Bürgermeister Guido Rahn weiter. (Foto: Rinkart)

Es darf niemals ausgehen, das Friedenslicht! In ihm leuchtet und flackert die Hoffnung auf eine friedliche Welt, gerade jetzt in der Weihnachtszeit. Schon seit vielen Jahren – wie viele es genau sind, wissen sie selbst nicht mehr – sind die Petterweiler Pfadfinder die Träger dieser Hoffnung.

Bereits am Sonntag machten sie sich mit einer Laterne auf zum Frankfurter Fernbahnhof und warteten auf einen ICE aus Wien, in dem Pfadfinder mit dem Friedenslicht durch Deutschland reisen. Dieses wurde zuvor in Bethlehem in der Geburtsgrotte Jesu von einem Kind entzündet. Per Flugzeug ging es dann nach Wien und von dort mit allen möglichen Zügen nach ganz Europa.

Marie-Claire Poggenpohl und Tim Long Schweizerhof haben das Licht abgeholt. Sonntagabend stand der Entsendungsgottesdienst in Petterweil an und tags darauf die Übergabe an die Stadt im Bürgerzentrum.

»Ein Licht sorgt nicht für Frieden, aber es kann ein Zeichen dafür sein«, sagt Bürgermeister Guido Rahn (CDU) und drückt seinen Dank aus, dass die Pfadfinder sorgsam Jahr für Jahr dieses Zeichen nach Karben bringen. Nach einer kurzen, besinnlichen musikalischen Einstimmung durch Kinder der Musikschule an Geige, Klavier und Gitarre ist es schließlich so weit und die Pfadfinder übergeben das Licht an die städtische Laterne. »Dieses Licht verbindet, denn alle eint der Wunsch nach Frieden«, erklärt Tim Long Schweizerhof. Die diesjährige Friedenslichtaktion steht unter dem Motto »Frieden braucht Vielfalt – zusammen für eine tolerante Gesellschaft«.

Einige Bürger sind ins Rathaus gekommen, um sich ebenfalls eine Kerze am Friedenslicht zu entzünden. Es sind nicht viele, aber für die, die gekommen sind, hat das Friedenslicht eine hoffnungsvolle Bedeutung und ist inzwischen zur Tradition in der Vorweihnachtszeit geworden.

So auch für Simone Roßmus. Sie hat eine große rote Kerze in einem ebenso großen Windlichtglas dabei und ist gleich die erste, die sich das Feuer abholt. Für alle, die den Termin im Rathaus verpasst haben und auch nicht zum gut besuchten Gottesdienst in Peterweil kommen konnten, stellt Roßmus die Kerze in ihrem Modegeschäft »Sie und Er Mode« direkt neben dem Rathaus aus. Im Rathaus selbst wird ebenfalls das Feuer bereitstehen und darauf warten, dass Bürger, die das symbolische Licht weiterverbreiten wollen, mit einer eigenen Kerze vorbeikommen.

Die Leidenschaft, mit der Roßmus und weitere Bürger die Flamme der Pfadfinder entgegennehmen, stößt auf große Freude bei Poggenpohl und Schweizerhof. »Die Menschen freuen sich immer sehr darüber«, erklärt Marie-Claire Poggenpohl, die seit acht Jahren das Friedenslicht in Karben betreut. Dass das Licht nicht bei ihnen endet, sondern von den Bürgern um ein Vielfaches weitergetragen wird, bis es europaweit schließlich millionenfach geteilt wurde, sorgt bei den beiden Pfadfindern für Glücksgefühle. Bei Familie Schweizerhof leuchtet ab dem dritten Advent traditionell kein anderes Licht auf dem Adventskranz als das Friedenslicht, und auch Familie Poggenpohl lässt eine Laterne vor dem Haus brennen: »Und die brennt dann auch wirklich durchgehend«, verspricht Marie-Claire.

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