Der tiefe Griff in die bunte Ideenkiste ist der Theatergruppe Assenheim (TGAss) auch im 38. Jahr ihres Bestehens wieder einmal perfekt gelungen. Bei der Premiere ihres aktuellen Musicals »Schwanensee – bitte nicht füttern« ließen sich die Zuschauer im voll besetzten Bürgerhaus nur allzu gern mitnehmen in eine zauberhafte Märchenwelt von König und Königin, Prinz und Prinzessin – und von einer bösen, neidischen Königsschwester, die die kleine Thronfolgerin Odette am Tag ihrer Taufe mit einem schrecklichen Fluch belegt.

Spannungsreich und kreativ haben die über 70 Ensemble-Mitglieder ein Thema in Szene gesetzt, das in verschiedenen Varianten in vielen volkstümlichen Märchen vorkommt, und das immer wieder aufs Neue fasziniert: Die weiblichen Sagengestalten, die sich unter der Macht des Schwanenmeisters Cygnus (Robert Wörner) in anmutig tanzende Schwäne verwandeln, und nur bei Nacht das sein dürfen, was sie wirklich sind: junge Adlige, die sich (ohne die begehrte goldene Zauberfeder) nicht aus der Gewalt des Bösen befreien können.

 

Hervorragende Künstler

 

In Zusammenarbeit mit dem Ballettstudio Rogoschinski und dem Orchester unter der musikalischen Gesamtleitung von Bernd Kohn wurden Schauspiel, Musik und Tanz gekonnt zu einem einmaligen Bühnenwerk verwoben, bei dem die bekannten, klassischen Elemente des russischen Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowsky ebenso zu Gehör kamen wie »The Wall« von der britischen Rockband Pink Floyd. Hier haben Norbert Deforth und Sabine Wolf als Ideengeber ihre umfassenden Talente eingebracht, um ihr Publikum mit einem typischen »TGAss-Stück« zu überraschen, bei dem man Lachen und Mitleiden kann, und bei dem man das Happy End förmlich herbeisehnen darf.

Es fällt nicht leicht, unter den vielen hervorragenden Künstlern Namen hervorzuheben, die besonders erwähnenswert waren. Waren es die Choreografen André Haedicke, Rieke Rapp und Miriam Deforth, die Gesangs- und Vocal Coacher Kristopher Kurku, Silke Kammer und Hendrik Griessmann, oder die zahlreichen anderen, engagierten Ensemble-Mitglieder, die als Adlige oder Ente, als Köchin oder Dokumentarfilmer auf der Bühne standen? Sie alle haben sich mit Witz und Können, mit Ideen und Ausdrucksvermögen in ein großes Ganzes eingebracht, das den Zuschauern einen kurzweiligen und unterhaltsamen Abend bescherte. Unübersehbar war die Spielfreude, die allen Akteuren auf der Bühne innewohnte, und die auf noch viele erfolgreiche Jahre der TGAss hoffen lässt.

In 15 weiteren Aufführungen sowohl im Bürgerhaus Assenheim als auch im Jugendstiltheater Bad Nauheim werden Musical-Fans bis in den Dezember hinein die Gelegenheit haben, die tanzenden Schwäne, dunklen Flüche oder andere geheimnisvolle Gestalten bestaunen und bewundern zu dürfen. Karten gibt es bei Freizeitreisen »Travel by Concept« in Assenheim, bei Cinderella »Schmuck und Uhren« in Friedberg und bei der Tourist-Information Bad Nauheim, In den Kolonnaden 1. Nähere Infos im Internet unter www.TGAss.de.

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