01. März 2019, 20:26 Uhr

Zäpfchen aus Rodheim

01. März 2019, 20:26 Uhr
Tauschen sich aus (v. l.) Nicole Gillitzer, Ralf Spuck, Petra Thielmann, Dezernentin Stephanie Becker-Bösch, Bürgermeister Alber und Tanja Michaelis. (Foto: prw)

Nicht jeder kann Tabletten einnehmen. Für Kleinkinder, bewusstlose Patienten oder Menschen mit Schluckbeschwerden empfehlen sich eher Zäpfchen. Amcapharm Pharmaceutical in Rodheim hat sich auf die Herstellung von Zäpfchen und flüssigen Arzneien spezialisiert. Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch hat das Unternehmen gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Alber besucht.

1972 gegründet, ist Amcapharm heute in zweiter Generation Lohnhersteller für große Pharmafirmen und stellt mehr als 110 Arzneimittel und Medizinprodukte her. Die Pharmaunternehmen geben die Rezeptur vor, auf dem Weltmarkt werden alle Bestandteile eingekauft, im eigenen Labor auf Qualität und Reinheit geprüft und zu Zäpfchen und Flüssigarzneien, sogenannten Liquida verarbeitet, erfuhren die Gäste

»Wir liefern bis nach Saudi-Arabien«, sagt Ralf Spuck, seit 2010 Geschäftsführer von Amcapharm. Eine gute Logistik und schnelle Transportwege seien eine wichtige Voraussetzung; nicht nur für Kunden und Lieferanten: 75 Fachkräfte wie Apotheker, Chemielaboranten und auch die Logistikmitarbeiter kämen aus einem Umkreis von rund 25 Kilometern. »Rosbach ist gut mit dem öffentlichen Personennahverkehr zu erreichen, dieses Angebot nehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch sehr gut an. Zumal, wie mir Ralf Spuck erklärt hat, die Arbeitszeiten an die meistgenutzten Ankunfts- und Abfahrzeiten des ÖPNV angepasst wurden«, stellte Bürgermeister Alber fest.

Wer ein Medikament einnimmt, muss darauf vertrauen können, dass es sich nicht um eine gefälschte, verfälschte, verdünnte oder falsch deklarierte Arznei handelt. Seit Februar 2019 gilt in der europäischen Union eine EU-Fälschungsrichtlinie für alle verschreibungspflichtigen Medikamente und bestimmte OTC-Medikamente. Auf jeder Einzelverpackung steht die Produktidentifikationsnummer, Chargennummer, Verfallsdatum, individuelle Seriennummer, gegebenenfalls eine nationale Produktnummer. Dazu noch ein Siegel, das vor Manipulation schützen soll.

»Ohne Transparenz gibt es kein Vertrauen in die Pharmabranche und ihre Produkte«, sagte Becker-Bösch und begrüßt diese Serialisierung ausdrücklich. Spuck: »Wir haben uns bei Amcapharm darauf eingestellt und die entsprechende Logistik bereits umgesetzt.«

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