02. April 2018, 18:36 Uhr

Wunschkonzert zum Jubiläum

02. April 2018, 18:36 Uhr

1893 wurde der Musikverein Echzell gegründet. Folglich begeht er in diesem Jahr sein 125-jähriges Jubiläum. Eine Tradition, die verpflichtet. Zur Tradition im Musikverein gehören die Osterkonzerte. Am Sonntagabend gab es in der Horlofftalhalle die 28. Auflage. Dazu hatte sich der Vorstand etwas Besonderes einfallen lassen. Anstatt das Konzert seitens des Vereins zusammenzustellen, sollten die Besucher ihre Lieder selbst aussuchen. 209 Musikfreunde beteiligten sich an der Auswahl. Und diese war am Sonntag in der gut besuchten Veranstaltung zu hören, zu der auch Vertreter von Politik, Kirche und benachbarte Musikvereine gekommen waren.

Nach den drei Stücken der von Beate Fleischer geleiteten Jugendgruppe – »Harry Potter«, »All Star« und »Thank you for the Music« – stand an der Spitze des Wunschkonzerts ein Marsch aus der K.u.K.-Zeit. Die Besucher hatten sich in dieser Kategorie mit deutlichem Vorsprung für den »Europa-Marsch« des tschechischen Komponisten Vaclav Vackar entschieden. Es folgte von Johann Strauß/Sohn »An der schönen blauen Donau«. Aus der Kategorie Musical schlossen sich Stücke von Andrew Lloyd Webber an. Es folgte »The second Waltz« des sowjetischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch. Nicht im Angebot vor Jahresfrist seitens des Jubiläumsvereins war »Bohemian Rhapsodie«. Wie die die beiden Moderatoren des Abends, Birgit Galouska und Philipp Brüchmann, erläuterten, sei diese aber häufig gewünscht worden. So wurde sie mit ins Repertoire genommen. Mit »Highland Cathedral«, ursprünglich als Dudelsackmelodie 1982 gestaltet, verabschiedete die rund 40 Personen starke Musikgruppe unter der Leitung von Kapellmeister Andreas Heil die begeisterten Zuhörer in die Pause.

Radetzky-Marsch als Zugabe

Mit dem erfolgreichen Musical des Disney-Zeichentrickfilms »Der König der Löwen« startete der zweite Teil. Ganz auf die 60er Jahre eingestellt, schlossen sich die schwungvollen Melodien der Les Humphries Singers an. Was wäre ein Musikkonzert ohne Ernst Mosch? Ihm huldigten die Besucher mit dem böhmischen Walzer »Rauschende Birken«. Auch James Last durfte nicht fehlen; es gab ein Medley aus einigen seiner Kompositionen. Dies galt auch für die schwedische Pop-Gruppe ABBA. Nach Pop folgte in dem abwechslungsreichen Programm der Blasmusikklassiker »Wir Musikanten«. Eine Referenz an den Zirkus Renz gab es mit Musik von Gustav Peter, die durch ein Solo von Uwe Hergenröther bereichert wurde. Und mit »Böhmischem Traum«, einer ursprünglich instrumentalen Polka, durfte im Jubiläumskonzert nochmals geträumt werden. Doch alles war an jenem 1. April kein Aprilscherz, sondern Wirklichkeit. Die Besucher forderten eine Zugabe. Diese hatten die Musiker parat. Wie beim Neujahrskonzert in Wien schloss sich der »Radetzky-Marsch« bei Standing Ovations an. Doch damit nicht genug. Uwe Hergenröther hatte nochmals einen großen Auftritt. Und das begeistert angenommene Jubiläumsosterkonzert des Musikvereins fand mit dem »Deutschmeister-Regimentsmarsch« aus dem Gründungsjahr 1893 seinen Abschluss.

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